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Sitzbank am Theater könnte zum Dauerbrenner werden

Stadt lehnt Sitzplätze vor dem Theater ab“, titelte der Waterbölles am 27. Februar 2018. Das hatte die Stadtverwaltung damals in einer Vorlage für den Seniorenbeirat und den Kulturausschuss betont. Zitat: „Aus denkmalpflegerischen, rettungstechnischen und anfahrtsmäßigen Gründen ist die Installation von Sitzbänken vor dem Zugangsbereich des Teo Otto Theaters abzulehnen.“

Doch der Kulturausschuss gab sich damit nicht zufrieden und beauftragte die Verwaltung in seiner Sitzung am 6. März 2018, die Schaffung von Sitzgelegenheiten nochmals zu prüfen. „Hierzu hat es in den zurückliegenden Monaten mehrere Erörterungstermine sowohl verwaltungsintern mit dem Sachgebiet Verkehrsregelung beim FD 3.32, der Abteilung Stadtentwicklung und Rahmenplanung beim FD 4.12, den Technischen Betrieben Remscheid sowie der Unteren Denkmalbehörde beim FD 4.62, als auch verwaltungsextern zwischen der Unteren Denkmalbehörde mit dem Amt für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Rheinland gegeben“, teilt die Stadt nun zur morgigen Sitzung des Kulturausschusses mit. Sie verweist dabei auf das „mit der Unteren Denkmalbehörde als genehmigungsfähig abgestimmte Bankmodell „Tapir“ der Fa. tradedesigh aus Bremen. Seit dem 17. Juni liege der Verwaltung ein konkretes Angebot der Herstellerfirma vor. Zuzüglich der Kosten für die Aufstellung, inkl. der Herrichtung eines entsprechenden Fundaments zur Schaffung einer seniorengerechten Sitzhöhe > 50 cm sei der Aufwand mit insgesamt ca. 6.000 € zu veranschlagen.

Am 2. Juli fand auf Initiative des Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung ein Ortstermin statt, an dem auch die Vorsitzende des Seniorenbeirats, die Initiatorin der Projektidee, Inge Brenning und der Leiter des Teo Otto Theaters teilnahmen. Dabei sei als Standort für eine Bank die „vom Theater aus gesehen linke Seite des Theatervorplatzes Richtung Alleecenter als geeignet bestätigt“ worden, weil dort häufig Seniorinnen und Senioren sowie mobilitätsbehinderte Passanten auf ein bestelltes Taxi warteten.

Aber: Haushaltsmittel stehen hierfür nicht zur Verfügung. Kompromissvorschlag: „Angesichts des erheblichen finanziellen Aufwands, für den zudem derzeit keine Haushaltsmittel etatisiert sind, als auch mit Blick auf die im Rahmen der bisherigen Beratung der Angelegenheit in den Gremien zur Sprache gekommenen Bedenken und Vorbehalte gegen die Schaffung einer solchen Sitzgelegenheit, ist der Vorschlag entstanden, die Akzeptanz und Praktikabilität einer Sitzbank im Wege einer dreimonatigen Testphase festzustellen. Hierzu könnte eine – auf Dauer an dieser Stelle nicht genehmigungsfähige – Standardbank durch die TBR installiert werden.“

Waterbölles: Das Thema „Sitzbank für dem Theater“ scheint alle notwendigen Eigenschaften aufzuweisen, um auch mehrere Ratsperioden problem- und ergebnislos zu überstehen. ;-)

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

„... nicht genehmigungsfähige Standardbank” - bis jetzt wusste ich ja gar nicht, dass profane Sitzbänke auch genehmigungsfähig sein müssen - das erklärt natürlich den stolzen Preis von 6.000 €. Mich würde ja brennend interessieren in welchem Aktenordner welcher Behörde in Remscheid sämtliche „Sitzbankgenehmigungen” archiviert werden und wie viele das wohl insgesamt sein mögen.

Lothar Kaiser am :

Den Mitgliedern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid empfahl der Kulturausschuss heute einstimmig, neben der Busunterführung am Teo Otto Theater zunächst probeweise eine Bank aufstellen zu lassen. Stadtdirektor Sven Wiertz begrüßte das als „vernünftigen, pragmatischen Vorschlag“. Inge Brenning (SDPD) mokierte sich darüber, dass das Thema Verwaltung und Politik nun schon seit zwei Jahren und drei Monaten beschäftige: „Ein Schildbürgerstreich“. Auch andere Ausschussmitglieder hatten wenig Verständnis dafür, dass die Verwaltung eine mit 6.000 Euro rechts kostspielige „Probebank“ ins Gespräch gebracht hatte. Brenning: “Bei dieser Summe kann ich nur den Kopf schütteln!“ (Zustimmung von Ursula Hecker von der W.i.R.) Fritz Beinersdorf (Linke) tat das aus einem anderen Grund: „Diese Bank hat ja gar keine Lehre. Das dürfte älteren Menschen, die dort auf ein Taxi warten, das Aufstehen schwer machen!“ Es ginge sicherlich auch preiswerter, ohne dass dies die Denkmalschützer mit Blick auf das Theater stören könne, meinte Volker Leitzbach (SPD). Denn eine „Testbank“, welche auch immer, solle ja nicht direkt vor der Theaterfassade stehen.

Norbert Landen am :

Das ist ein Fall für den Hammer der Woche in der ZDF-Sendung Länderspiegel.

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