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Flexible Gestaltung erfordert lernwillige Handwerker

Dass Remscheid ohne Handwerk undenkbar sei, belegte Hans-Jürgen Althaus, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Remscheid, am Sonntag zu Beginn Lehrabschlussfeier in der Aula des Berufskolleg Technik Remscheid (BTR) an der Neuenkamper Straße mit „beeindruckenden Eckzahlen: 970 Handwerksbetriebe, 7.300 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und  rund 500 Auszubildende!“ Der Jahresumsatz im Gesamthandwerk beträgt ca. 700 Millionen Euro. Derzeit bieten die zwölf Innungen des Remscheider Handwerks insgesamt 22 verschiedene Ausbildungsberufe an. Hinzu kommt der Kaufmann für Büromanagement im Handwerk. In den letzten Jahren wurden pro Jahr jeweils 200 bis 220 neue Ausbildungsplätze angeboten. Jedoch fällt es den Betrieben von Jahr zu Jahr schwerer, geeignete junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu finden. Zitat: „Geeignet heißt in erster Linie ausbildungswillig und ausbildungsfähig. Die gestiegenen Ansprüche in den Ausbildungsberufen setzen einen guten Schulabschluss voraus. Das größte Problem ist die fehlende Ausbildungsreife der Bewerber!“  Dazu zählen die Ausbilder mangelndes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen sowie das Fehlen elementarer Rechenfertigkeiten und ausreichende Kenntnisse in Deutsch und den naturwissenschaftlichen Fächern.

In diesem Jahr legten 102 Junghandwerkerinnen und Junghandwerker die Gesellenprüfung erfolgreich ab und erhielten ihre Gesellenbriefe. Die 17 Jahresbesten wurden von Kreislehrlingswart Lutz Kotthaus, Kreishandwerksmeister Hans-Jürgen Althaus, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert besonders geehrt:

  • Bartoschek, Dawid, 25, Maler und Lackierer, FR Gestaltung + Instandhaltung, Stefan Seifert ,
  • Drecker, Michéle, 19, Friseurin, Germana Saporito Kernwein,
  • Goldbach, Alicia, 23, Gebäudereiniger/-in, Paul Schulten GmbH & Co. KG,
  • Heinemann, Tobias, 22, KFZ-Mechatroniker, SW PKW-Technik, Kfz.-Technik Rainer Henze e.K., Inh. Reinhard Zipperling,
  • Hennig, Christian, 22, Elektroniker, FR Energie- u. Gebäudetechnik, Elektro Geldsetzer GmbH & Co.,
  • Kassel, Ruven, 24, Tischler, Holger Vorberg und Lars Fleischer GbR,
  • Krüger, Luca-Marie, 22, Fachverkäuferin „Fleischerei“, Fleischerei Gerd Nolzen e.K., Inh. Marcus Weber,
  • Kwiaton, Patrick, 18, Dachdecker, FR Abdichtungstechnik, Dreyer Bedachungen e.K.,
  • Murgia, Chiara, 19, Fachverkäuferin „Bäckerei“, Horsthemke Backbetriebe GmbH
  • Netzlaff, Thomas, 21, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Hartmut Gattinger GmbH & Co. KG
  • Piel, Sebastian, 22, Metallbauer, FR Konstruktionstechnik, Heinrich Westermann GmbH
  • Preiß, Franziska, 26, Konditorin, Confiserie Kerkhoff GmbH
  • Röttelbach, Timo, 20, Maurer, Knebes Bauunternehmung GmbH & Co. KG
  • Steffens, Jannine, 24, Kauffrau für Büromanagement, SERVICEPOOL Instand-haltungsmanagement GmbH
  • Steinshorn, Pierre Ralf, 19, Graveur, SW Reliefgraviertechnik, Jungjohann CNC-Graviertechnik e.K.
  • Zimmer-Lachmann, Sebastian, 27, Bäcker, Bäckerei Evertzberg GmbH & Co. KG
  • Zimmermann, Tabea, 24, Automobilkauffrau, Autohaus Bergland GmbH,
  • Auch die Ausbildungsbetriebe der Jahresbesten erhielten eine Auszeichnung.

Im Namen der 102 Junghandwerker/innen bezeichnete Timo Röttelbach, (24), der  Maurerbei der Knebes Bauunternehmung GmbH & Co. KG das Maurerhandwerk erlernt hatte und am Sonntag als „der Beste der Besten“ ausgezeichnet wurde, das Handwerk als ein „starkes Stück Zukunft“.  Für viele von ihnen werde die Gesellenprüfung nicht das Ende ihrer beruflichen Entwicklung bedeuten. Jeder von uns wird seinen Weg gehen. „Meisterprüfung, Selbständigkeit, Studium und vieles mehr sind die Wege in eine gute und sichere Zukunft.“ Rat zu vielfältigen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, aber auch zu Fördermitteln, Zuschüssen und BaFög gebe es bei der Kreishandwerkerschaft Remscheid und der Handwerkskammer Düsseldorf. beraten. Hierzu gehört auch die Beratung über damit die finanzielle Belastung für die Weiterbildung im Rahmen bleibt. Den Lehrmeister/innen bescheinigte Timo Röttelbach  dankend, „viel Kompetenz, Einsatz und Geduld“. „Zwei bis dreieinhalb Jahre Ausbildung - das war auch für unsere Eltern, Familien und Freunde keine leichte Zeit. Dank für Motivation in schweren Phasen!“

„Wer mit seiner Hände Arbeit etwas schaffen bzw. erschaffen kann, ist in der digitalisierten Gesellschaft ein Gewinner der Zukunft“, betonte Kreislehrlingswart Lutz Kotthaus. Längst habe die Digitalisierung Einzug ins Handwerk gehalten und erleichtere die Administration. „Aber völlig ohne Handwerk wird es nicht funktionieren! Sicherlich könnte ein Haus komplett aus dem 3D-Drucker entstehen, aber für eine nachträgliche flexible Gestaltung braucht es auch künftig den Handwerker!“ Der müsse aber zum Lernen bereit sein.

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