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248 Kilometer neue Leerrohre für Glasfaser

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach langen Förderverfahren und Verhandlungen mit allen Bietern ist die Vergabe „Errichtung und Betrieb einer hochleistungsfähigen Telekommunikationsnetzinfrastruktur (Next Generation Access Netz) i.S.v. § 6 der NGA-Rahmenregelung“ abgeschlossen. Den Zuschlag erhält die Telekom Deutschland GmbH; sie hat gestern den Zuwendungsvertrag mit der Stadt Remscheid zum Glasfaserausbau für die 3.446 unterversorgten Adressen im Remscheider Stadtgebiet unterschrieben.

Dieser Glasfaserausbau ist ein erster Riesenschritt in Richtung flächendeckende GigaBit-Versorgung, den die Bundesregierung bis 2025 ansteuert. Für die Stadt Remscheid rücken als nächstes bereits die Gewerbegebiete in den Fokus und eine Förderung der „grauen Flecken“ (alle nicht-gigabitfähigen Gebiete) ist auch bereits in Planung. Es gibt also noch viel Arbeit für den Breitbandkoordinator der Stadt Remscheid, Christian Marré, der für alle Remscheider Bürger/-innen und Unternehmen Ansprechpartner in Sachen Breitbandausbau ist und alle Informationen zum Breitbandausbau auf der Homepage der Stadt Remscheid aktualisiert.

Innerhalb der kommenden 36 Monate sollen die sogenannten „weißen Flecken“ verschwinden. Dabei ist der Aufwand für die Telekom enorm, um die 6.052 Haushalte, 701 Gewerbebetriebe, alle 45 Schulen und 12 Institutionen mit Glasfaser ins Haus zu versorgen. Trotz der vielen vorhandenen Leerrohre bei der Telekom müssen 248 Kilometer neue Leerrohre verlegt werden. Die insgesamt 938 Kilometer Glasfaserleitungen werden in 128 Kilometer Tiefbau unter die Erde gebracht, 16 Kilometer oberirdische Kabel an vorhandene Masten gehängt und mit 139 neuen Verteilerkästen verbunden. Um diese Menge im ganzen Stadtgebiet verteilt stemmen zu können, sind sechs Ausbaucluster geplant. Der erste wird vorrangig ausschließlich alle Schulen versorgen. Parallel sollen im 2. Ausbaucluster alle Hauptstecken und die Netzverteiler fertiggestellt werden. Alle weiteren Ausbaucluster sind zeitversetzt in Gebiete aufgeteilt.

Dass bei so viel Tiefbauarbeiten die ganze Stadt betroffen sein wird, liegt auf der Hand. Die Stadt hat durch Vorbereitungsmaßnahmen alle betroffenen Stellen vom Umweltamt über die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) bis hin zum Ordnungsamt unter der Koordination des Breitbandkoordinators eingebunden, damit die Genehmigungsverfahren schnell abgewickelt werden können und keine unnötigen Bauverzögerungen entstehen. Bevor es aber mit Hacke und Schippe losgeht, sind noch umfangreiche Feinplanungen von der Telekom notwendig, die in vielen Fällen eine Vor-Ort-Begehung notwendig machen. Auch müssen alle Eigentümer informiert werden, die ihr Einverständnis für die Verlegung einer Glasfaserleitung auf ihrem Grundstück geben müssen. Sollte der Eigentümer keine Zustimmung für die kostenlose Verlegung auf seinem Grundstück geben, wird diese Adresse homes-passed versorgt (ein verschlossenes Leerrohr bis zur Grundstücksgrenze) und müsste bei nachträglicher Beauftragung bei der Telekom bezahlt werden.

Bis zur Unterschrift des Zuwendungsvertrages mit der Telekom war es ein langer Weg. Der Grundstein wurde bereits im November 2014 im Rat der Stadt Remscheid gelegt, der das Regionale Strukturprogramm mit dem Ausbau der Breitbandversorgung beschloss und daraus die Entwicklung eines Masterplans Breitbandausbau für das Bergische Städtedreieck entstehen ließ. Auf Grund der Förderbedingungen wurde die Erstellung eines Masterplans für die Stadt Remscheid durch den TÜV Consulting durchgeführt. Hieraus entwickelte sich bis Anfang 2017 der Antrag für das Bundesförderprogramm, dessen vorläufiger Förderbescheid im August 2017 erstellt wurde. Auf Grund eines Landesförderprogrammes konnte im Juni 2016 ein Breitbandkoordinator bei der Stadt Remscheid eingestellt werden, der das Projekt federführend übernahm. Zusammen mit dem vorläufigen Förderbescheid des Bundes und der vorläufigen Kofinanzierung des Landes konnte dann im März 2018 die EU-weite Ausschreibung erfolgen. Mit einem Teilnehmerwettbewerb und den anschließenden Verhandlungen mit allen Bietern konnte das wirtschaftlichste Angebot ermittelt werden und der endgültige Förderantrag im Februar 2019 gestellt werden. Erst mit Erhalt der endgültigen Bescheide der Bundesförderung und der Landesförderung mit einer Gesamtfördersumme von 18,7 Millionen Euro konnte nun der Vertrag mit der Telekom geschlossen werden, die ihrerseits einen Gesamtaufwand von 23,3 Millionen Euro für den Breitbandausbau in den „weißen Flecken“ veranschlagt hat.

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