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Remscheid verlässt den Landkreis Lennep

Beständiger Wandel

Gebietsveränderungen haben eine lange Geschichte und reichen bis ins Mittelalter zurück. Meist trugen sie den neuen politischen Verhältnissen in sich ständig wandelnden Herrschaftsräumen Rechnung. Sie unterstützten das Bestreben der Regierenden einzelne Gebiete zu einem großen Machtbereich zu vereinigen. Ziel war gewöhnlich eine Straffung der Verwaltung.

In der Mitte des 14. Jahrhunderts erhält auch das Herzogtum Berg eine Ämterverfassung. Amtsbezirke werden festgelegt, in deren Hauptorten die örtliche Verwaltung angesiedelt ist. Bis zum Ende des Herzogtums 1806 gehören Remscheid, Lennep und bis 1407 auch Lüttringhausen zum Amt Bornefeld.

Die Zeit der französischen Herrschaft von1806 - 1813 bringt die Auflösung der mittelalterlichen Ämter und die Einführung einer Verwaltungsordnung nach französischem Vorbild. Nun gibt es Departements, Arrondissements, Kantone und Munizipalitäten (Bürgermeistereien). Das Lenneper Kirchspiel Fünfzehnhöfe wird Wermelskirchen zugeteilt. Im Gegenzug erhält Lennep die südlich des Diepmanns- und Walkbachs gelegenen Lüttringhauser Höfe. Der Lüttringhauser Hof Erbschloe geht an Ronsdorf.

"Schiebereien"

Nach dem Ende der französischen Herrschaft wird das Bergische Land Teil der preußischen Rheinprovinz. Verwaltung und Größe der Gemeinden bleiben größtenteils unverändert. Der Maire heißt nun Bürgermeister. Landkreise lösen die französischen Amtsbezirke ab. Anstelle des Arrondissements Elberfeld besteht ab 1816 der Landkreis Lennep mit Amtssitz in Lennep. Mitte des 19. Jahrhunderts tritt die Rheinische Gemeindeordnung in Kraft. Gemeinden erhalten ihre volle Selbstständigkeit. Stadt- und Landgemeinden werden unterschieden. 1856 erlangt die Stadtgemeinde Remscheid mit mehr als 14.000 Einwohnern automatisch das Städterecht, die kleineren Gemeinden Lüttringhausen und Lennep erst auf Antrag 1856/1857. Die zunehmende Industrialisierung und das damit verbundene Bevölkerungswachstum Remscheids bringen schon bald einen Mangel an Wohn- und Industriegelände mit sich. So kommt es im Verlauf der nächsten Jahrzehnte, oft nach zähen Verhandlungen, zu zahlreichen Umgemeindungen. Struck, Großberghausen, Wüstberghausen und Mebusmühle wechseln 1873 von Wermelskirchen nach Remscheid.

Fünfzehnhöfe wird selbständige Landgemeinde und löst sich von Wermelskirchen. 1888 scheidet Remscheid aus dem Landkreis Lennep aus und bildet einen eigenen Stadtkreis. Eine Regierungsverfügung bringt 1893 weitere Gebietsveränderungen. Schon 1879 hat Neuenkamp den Antrag auf Eingemeindung nach Remscheid gestellt. Gegen eine Zahlung von 80.000 Mark fällt 1893 die Entscheidung. Hohenhagen, Hohenhagenerhöhe, Wilhelmshöhe, Neuenhaus, Überfeld, Neuenkamp, Ölmühle, Grüne, Hägenermühle wechseln von Lennep nach Remscheid. Gleichzeitig kommen Rotzkotten und Hohenhagen von Lüttringhausen nach Lennep und Wüstenhagen von Lüttringhausen nach Remscheid. Frielinghausen, Grünenplatz, Hastberg, Hastbergermühle, Wefelpütt, Herbringhausen, Herbringhauserbach, Hermannsmühl, Sirachskotten, Stursbergerhöhe, Stursberg, Bornscheid, Schmitzhalbach, Lohmühle, Buscherhof sowie 2 Häuser an der Blume und Vormbusch werden von Lennep nach Lüttringhausen umgemeindet. Bis 1906 herrscht Ruhe, dann wird Fünfzehnhöfe nach fast hundert Jahren wieder ein Teil von Lennep.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

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