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Eine Zeit wirtschaftlicher Sicherheit und Wohlfahrt?

Schwere Zeiten werfen ihre Schatten voraus

Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise – Massenarbeitslosigkeit, Bankenzusammenbrüche, Not – bestimmen das Leben der Menschen jener Zeit. Schon bei der Reichstagswahl von 1930 erhält die NSDAP in Remscheid mit 24,35 %, fast das Zwanzigfache an Stimmen der Kommunalwahl von 1929. Zum Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise 1932 erklärt der Landtag Remscheid zum Notstandsgebiet: Die Arbeitslosenquote liegt bei 34 % und ist damit ca. 80 % über dem Durchschnitt im Deutschen Reich.

1933 beruft Hindenburg Hitler zum Reichskanzler. Die folgenden Jahre sind geprägt von der nationalsozialistischen Politik, von Aufmärschen, Terror, Hass und Unterdrückung von Minderheiten. Auch in Remscheid werden in der Reichspogromnacht am 9. November 1938 jüdische Geschäfte, Häuser und Einrichtungen zerstört.

Am 1. September 1939 überfällt Hitler Polen, der 2. Weltkrieg beginnt.

Stimmen aus der Remscheider Politik und Wirtschaft:

„Gewerbefleiß und Bürgersinn, der alle drei Städte groß gemacht hat, sollen auch die Stützen des Gemeinwesens werden. Möge unsere große Bergstadt sich im Kranze der deutschen Städte behaupten, möge sie stark werden und einer Zeit wirtschaftlicher Sicherheit und Wohlfahrt entgegengehen zum Segen unserer gesamten Bürgerschaft“, so begrüßt Remscheids Oberbürgermeister Hartmann 1929 die neuen Gemeindeglieder. Nun gilt es zusammenzuwachsen. „Eine Arbeit für viele Jahrzehnte.“, wie so mancher meint. „Pläne, die mit Weisheit und Erfahrung als Marschroute wegweisend sein sollen.“ „Befähigte Köpfe, die das neue Werk erschaffen sollen“, wünschen sich die Bürger.

Stadtleben

Schritt für Schritt geht es in den nächsten Jahren in allen Bereichen voran. Nicht nur Behörden müssen zusammengefügt und verlegt werden. 1929/30 wird das Streckennetz der Straßenbahn über Lennep - Lüttringhausen bis zum Tannenhof erweitert. Trotz Fahrpreissteigerung von 15 auf 20 Pfennig nutzen 1930 8 Millionen Fahrgäste die Bahn.

1930 bilden die Sanitätskolonnen der drei Städte einen gemeinsamen Stadtverband.

1931 schließen sich die Feuerwehren zur Großfeuerwehr zusammen. Im Juni 1932 eröffnet in Lennep das Röntgen Museum. Schon 2 Jahre vorher entstand das Denkmal für Wilhelm Conrad Röntgen.

1934 begeistert der Großflugtag auf dem Hohenhagen Alt und Jung. Die Reichsbahn verbindet die Großstadt Remscheid mit Köln.

1935 erfolgt aus Feuerschutzgründen und trotz Geldmangels der Umbau des Stadttheaters.

1936 holt die Remscheiderin Ulla Krumm den Deutschen Meisterschaftstitel im Rollkunstlauf.

1937 leben in Remscheid 6.533 Menschen, die älter als 65 Jahre sind.

1938/39 erhält der Platz vor dem Rathaus ein neues Gesicht. Dem Rathaus gegenüber steht nun das neue Sparkassengebäude. Ein Jahr später ziert der „Bergische Löwe“ die Mitte der nun „Adolf-Hitler-Platz“ genannten Fläche. In Vorbereitung auf den Krieg werden Luftschutzübungen durchgeführt und Bunker gebaut.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

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Kommentare

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Michael Mahlke am :

Hallo, wenn der Text so in der Ausstellung steht dann ist das ja Geschichtsklitterung. Vielleicht aber auch verstecktes Nazitum unter dem Mantel der Demokratie. Denn der Löwe steht für die „Grosstaten des Führers“ und nicht für das Bergische. Hätte nicht gedacht dass so klar Fakten weggelassen werden und ein falscher Eindruck erzeugt wird.

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