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Deutsche Meister im Rollhockey 1966

Wertewandel

Der Mauerbau und Kennedy in Berlin. Deutschland spielt wieder eine Rolle. Die große Koalition und die Überwindung der ersten Wirtschaftskrise nach dem 2. Weltkrieg führen zu Problemen. Die Notstandsgesetze stoßen auf starke Proteste einer außerparlamentarischen Opposition. Studentenunruhen, es wird unruhig in Deutschland. Und der Mann auf dem Mond schaut zu.

In Remscheid verläuft das Leben ruhiger. Der Wohnungsbau am Hasenberg, Industrieflächen am Großhülsberg, das neue Krankenhaus in Lennep, das interessiert die Remscheider. Aber auch hier spürt man den politischen Umschwung. Bei der Kommunalwahl 1964 setzt sich die SPD durch. Die Schulreform teilt die Volksschule in Grund- und Hauptschulen. Und 1968 streiken die Schüler der Staatlichen Ingenieurschule Lennep.

Stimmen aus der Remscheider Politik und Wirtschaft

„Noch immer sind nicht alle Voreingenommenheiten ausgeräumt.“ „Es gilt Versäumtes aus den ersten 20 Jahren nachzuholen und obwohl alle Planvorstellungen noch lange nicht erfüllt sind, hat 40 Jahre danach, die Zukunft dieser Stadt mit ihren fleißigen Menschen begonnen.“

„Eines ist sicher, die Stadt Remscheid stellt in ihrer heutigen Form eine echte kommunale und wirtschaftliche Einheit dar. Die Konzentration der Kräfte auf allen Gebieten findet ihren Ausdruck in den zahlreichen Bauvorhaben und mannigfachen Maßnahmen im ganzen Stadtgebiet.“

„Ohne .. .hätte es jedem der einzelnen Stadtteile für sich, an Kraft und Mitteln gefehlt, um so große Vorhaben wie die neuen Industrie- und Wohngebiete zu realisieren.“

Stadtleben

1960 leben 125.000 Menschen in Remscheid, noch fehlen 6.000 Wohnungen. Die Bildung eines Fußball-Großvereins bestehend aus der 1. SPVG Remscheid, dem B.V. 1910 Remscheid und dem BV 08 Lüttringhausen scheitert, Tenor der Diskussion: „man wolle keine Spieler von außerhalb.“

1963/64 wird der „verbindende“ Straßenausbau vom Eberplatz über Hauptbahnhof, Neuenhaus, Lenneper Straße zur Trecknase vorangetrieben. Die Ingenieurschule für Maschinenwesen wird in Lennep eröffnet und der TÜV zieht an die Raderstraße nach Lennep. Die Siedlung Klauserfeld in Lüttringhausen erhält den Wanderpreis der Stadt als schönste Siedlung Remscheids.

1966 steht Remscheid, hinter Düsseldorf, an zweiter Stelle des höchsten Pro-Kopf- Einkommens in NRW. Die moderne Bebauung des Hasenbergs beeindruckt die Mitbürger. Industriegebiete wie der Großhülsberg entstehen für Remscheider Firmen aus allen Stadtteilen. Die Remscheider Rollhockey Mannschaft gewinnt 1968 die Deutsche Meisterschaft.

1968 wird die Straßenbeleuchtung auf Strom umgestellt. Neben einem Motorschiff der Reederei HAPAG, trägt jetzt auch ein City-Jet der Lufthansa den Namen der Stadt Remscheid hinaus in die weite Welt. Für viel Unruhe sorgt ein Gutachten, wie „durch geänderte Zuschnitte der kommunalen Gebietskörperschaften die gewandelten Problemstellungen für die lokalen und regionalen Selbstverwaltungen besser gelöst werden können“.

Nach 40 Jahren schon wieder Umgemeindungen? Der Rhein-Wupper Kreis soll auflöst werden und ein Landkreis Remscheid mit Wipperfürth? Das Ergebnis zeigt sich 1974. 1969 sind in Remscheid 95 Personen arbeitslos.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

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