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Diese Aktion hat es verdient, Schule zu machen!

Über „Eltern-Kind-Haltestellen für die GGS Reinshagen“ berichtete der Waterbölles am 17. August. In der  Bezirksvertretung Alt-Remscheid hatte die Verwaltung vorgeschlagen, an der Reinshagener Straße auf dem Seitenstreifen vor Haus Nr. 55 sowie auf dem Seitenstreifen gegenüber Haus Nr. 53 für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, Eltern-Kind-Haltestellen einzurichten und so eine sichere Möglichkeit zum kurzzeitigen Anhalten zu schaffen. Dies soll allerdings auf den Zeitraum von 7 bis 8 Uhr beschränkt sein.

Dass sich dafür Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie engagierte Eltern gleichermaßen eingesetzt hatten, wurde erst in der gestrigen Sitzung des Schulausschusses deutlich. In einem kurzen, aber erfrischen d knackigen Bericht der kommissarischen Schulleiterin Jasmin Steinhaus. Sie berichtete von der seit Jahren gefährliche Verkehrssituation vor dem Schulgebäude. Nach dem Tod eines Mädchens in Bergisch Gladbach Dezember 2018 seien sich schließlich Schulpflegschaft, Schulkonferenz und Lehrerkonferenz einig gewesen: „Es muss sich ganz schnell etwas tun! Wir müssen alle mit ins Boot nehmen!“  Das Ziel:  A l l e Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr vor der Schule aus den Wagen lassen, sondern nur noch an alternativen Halteplätzen verabschieden. Die Botschaft an alle Eltern: „Vor der Schule wird nicht mehr gehalten!“ wurde auf einem Flyer verbreitet, der einen Artikel über Tod der Schülerin enthielt, eine  Karte mit den neuen Halteplätzen und der klaren Bitte, das Halten vor der Schule künftig zu unterlassen. Unterstrichen wurde das am 11. März durch eine große Demonstration von Schüler- und Lehrerschaft, an der auch Ordnungsamt und Polizei. Danach sei die Zahl der Eltern, die dennoch weiter vor der Schule anhielten, schon deutlich zurückgegangen, berichtete Jasmin Steinhaus im Schulausschuss. „Diese Eltern haben wir dann konsequent angesprochen!“ Da waren es dann wieder ein paar weniger. Endgültig stellte sich der Erfolg der Aktion dann mit den „Sternchen-Stickern“ ein. Die konnten Kinder bekommen, deren Eltern sie an den vorgesehenen Stellen hatten aussteigen lassen. In jeder Klasse wurden die Sternchen vier Wochen lang gesammelt und dann in „Gewinne“ umgewandelt. Das konnte ein Tag ohne Hausaufgaben sein oder eine kleine Waldwanderung. Es waren also die Kinder, die ihre Eltern schließlich zum Umdenken bewegen konnten.

Und heute? An der Gemeinschaftsgrundschule Reinshagen gibt es Schülerlotsen, und nahezu alle Kinder werden an alternativen Halteplätzen entlassen. Jasmin Steinhaus: „Im Moment ist keine Aktion mehr nötig. Sollte sich die Situation im kalten Herbst ändern, werden wir wieder auf die Straße! Wir bleiben dran!“
Nicht nur die Mitglieder des Schulausschusses zeigten sich von so viel erfolgreichem Engagement beeindruckt, sondern auch Schulrätin Brigitte Dörpinghaus. Sie lud die kommissarische Schulleiterin ein, auf der nächsten Schulleiterkonferenz über die Aktion zu berichten. Diese hat es in der Tat verdient, Schule zu machen.

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