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Letzter Versuch der Stadt und des DOC-Investors

DOC: Wuppertal ohne Kompromissbereitschaft?“, hinter die Überschrift hatte der Waterbölles am 18. September ein Fragezeichen gestellt, nachdem auf die Pressemitteilung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Nachricht aus Wuppertal gefolgt war, dort hätten. Die  Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Freie Wähler den Antrag gestellt, die Wuppertaler Stadtverwaltung möge die vollständige Einstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens 1220V - FOC / Kleeblatt  zur Schaffung von Baurecht für ein Factory Outlet Center in Wuppertal vorbereiten. Darauf folgten gestern zwei Briefe an die Antragsteller, der eine Von Mast-Weisz und der andere von Henning Balzer vom DOC-Investor MacArthurGlen. Der Waterbölles dokumentiert sie nachfolgend:

„An die antragstellenden Fraktionen im Rat der Stadt Wuppertal
Sehr geehrte Damen und Herren,
für die Sitzung am Montag haben Sie einen Antrag gestellt, der auf eine möglichst rasche Beendigung des Rechtsstreits zum DOC in Lennep drängt. Diesen Antrag begrüßen wir ausdrücklich. Herr Balzer von McArthur hatte am vergangenen Donnerstag die Wuppertaler Stadtspitze angeschrieben und ein Gespräch vorgeschlagen, um noch einmal die Sichtweise des Hauses vor Ihrer Sitzung vorzustellen. Leider ist es nicht – wie vorgeschlagen – möglich gewesen, auch unter Heranziehung des Sonntagabend und des Montag, alle zu einem solchen Termin zusammen zu bekommen. Oberbürgermeister Mucke hat mir mitgeteilt, dass er kurzfristig alle aus seiner Sicht erforderlichen Gesprächspartner/-innen entweder nicht erreichen konnte oder sie verhindert waren.

Daher möchten wir diesen Weg vor der Ratssitzung nutzen, um Ihnen die Sicht von McArthur und der Stadt Remscheid zu verdeutlichen.
In zwei Verhandlungsrunden hat McArthur ohne Anerkennung einer Rechtspflicht angeboten, die maximalen Flächensortimente  

  • für die Bekleidung um 700qm von ursprünglich 14.000qm auf 13.300qm,
  • für Schuhe und Lederwaren um 450qm von ursprünglich 3.750qm auf 3.300qm,
  • für Sportartikel um 250qm von ursprünglich 2.000qm auf 1.750qm, und
  • für Glas, Porzellan, Keramik um 1.000qm von ursprünglich 2.500qm auf 1.500qm zu reduzieren.
  • Darüber hinaus haben McArthur und Stadt angeboten,

in Wuppertal aktiv für die Besetzung der ca. 800 entstehenden sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze aktiv zu werben und mit der Bundesagentur und dem Jobcenter zusammen zu arbeiten,

  • im geplanten Tourismusbüro für Wuppertal zu werben und die Stadt einzuladen, sich dort auch personell aktiv zu präsentieren,
  • das Namensdesign des DOC dahingehend zu aktualisieren, dass es künftig „DOC Bergisch Land Remscheid“ heißen wird.

Damit kommen wir den Intentionen der Stadt Wuppertal und der Äußerungen der IG 1 sehr entgegen. Letztere beziehen sich auf das von Ihnen beauftragte GMA-Gutachten, dessen Ergebnisse wir ausdrücklich nicht teilen.

Wir sind davon überzeugt, dass es gut wäre, die Lösung des Konflikts, der das Bergische Miteinander seit vier Jahren belastet und sich aktuell sehr zuspitzt, nicht durch Gutachten und Gerichtsverfahren entscheiden zu lassen, sondern von den Verantwortlichen aus Rat und Verwaltung.
Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Mast-Weisz“

„Sehr geehrte Damen und Herren,
Bitte lassen Sie mich diese letzte Gelegenheit vor der morgigen Ratssitzung nutzen, um Ihnen an dieser Stelle zusätzliche Erläuterungen zu unserem freiwilligen Angebot von Flächenreduzierungen, wie Ihnen zuletzt am vergangenen Donnerstag, 19.September übermittelt, zu geben, die Sie bei Ihrer wichtigen Abwägungsentscheidung am morgigen Tage bitte berücksichtigen mögen.

Bekanntlich sieht sich der Einzelhandel insgesamt großen Herausforderungen ausgesetzt. Ein geändertes Konsumverhalten sowie der stark wachsende Online-Handel stellen den stationären Einzelhandel vor enorme Herausforderungen. Die Kaufhauskrisen von ehemals Hertie und Karstadt sowie jüngst Galeria Kaufhof sind symptomatisch hierfür.

Die Bedeutung von Galeria Kaufhof im städtebaulichen Einzelhandelsgefüge und als Magnetbetrieb ist in der Stellungnahme in Vorbereitung der Ratssitzung im Juli d.J. durch die von Ihnen beauftragte Anwaltskanzlei nochmals deutlich herausgestellt worden. Bei unseren freiwilligen Zugeständnissen hinsichtlich Flächenreduzierungen haben wir versucht, insbesondere auf die Belange dieses für die Stadt Wuppertal  städtebaulich unstrittig, wichtigen Magnetbetriebs einzugehen. Galeria Kaufhof präsentiert sich in Wuppertal auf insgesamt 4 Etagen; Untergeschoss bis 2. Obergeschoss. Das UG wird dabei durch die Sortimente Haushaltswaren, Heimtextilien und Kurzwaren belegt, macht somit rd. 25 % der insgesamt bei Galeria Kaufhof zur Verfügung stehenden Verkaufsfläche aus und repräsentiert damit ein hohe Kompetenz in den genannten Warensegmenten. Wir haben im Sortiment Hausrat /Glas / Porzellan/ Keramik eine freiwillige Sortimentsreduzierung in der Größe von 1.000 qm VK-Fläche angeboten, weil wir der festen Überzeugung  sind, dass, wenn überhaupt, eine Flächenreduzierung in diesem für Galeria Kaufhof so ausgeprägten Sortiment helfen kann, den Kaufhausstandort zu stärken.  

Bzgl. unseres weiteren freiwilligen Angebots zu Flächenreduzierungen im Sortiment Sportartikel erlauben sie mir Ihnen noch die nachfolgenden Erläuterungen zu geben. Der Handel befindet sich heute mehr denn je im Wandel und die Anforderungen, die unsere Markenpartner heute an uns stellen, bevor sie einen Mietvertrag in einem unserer Center unterschreiben, stellt uns vor immer höhere Herausforderungen. Stellen Sortimentsbeschränkungen und deren Überwachung durch das im städtebaulichen Vertrag mit der Stadt Remscheid vereinbarte Monitoring uns und unsere Markenpartner an sich bereits vor große Herausforderungen, bedeuten die angebotenen Flächenreduzierungen in den bekannten Sortimenten für uns und unsere Markenpartner zusätzliche  Einschränkungen in der Vermarktung und Vermietung. An der immer „sportlicheren / sport-lastigeren“ Ausrichtung einer Vielzahl von Bekleidungsmarken wird deutlich, dass die Marken heute ein Höchstmaß an Flexibilität in ihrer Sortimentsausrichtung  benötigen, um sich auch zukünftig bedarfsgerecht an den Wünschen der Kundschaft zu orientieren, was wiederum unabdingbare Voraussetzung zum erfolgreichen Bestehen im Markt ist. Wir benötigen im Umkehrschluss ein Mindestmaß an Flexibilität was die Flächenobergrenzen der für den erfolgreichen Betrieb eines DOC essentiell wichtigen Einzelsortimente angeht und wiederum Voraussetzung ist um unser DOC langfristig wirtschaftlich erfolgreich am Markt zu positionieren und Shoppingtouristen aus einem möglichst großen Einzugsgebiet zu begeistern. Unser Center in Neumünster hat die gleiche Größe wie unser geplantes Center in Remscheid – 20.000 qm. Zulässig sind in Neumünster im Sortiment Sportartikel gem. derzeit geltendem Bebauungsplan 2.300 qm VK-Fläche. Mit der von uns freiwillig angebotenen Flächenreduzierung in diesem für Segment auf höchstens 1.750 qm liegen wir bereits um 550 qm bzw. 24% unterhalb der in Neumünster zulässigen Verkaufsfläche.  Sie mögen hieran erkennen, dass wir mit unserem freiwilligen Zugeständnis bereits ein hohes Maß an Flexibilität in der Vermarktung und Vermietung aufgegeben haben und weitere Zugeständnisse unsererseits nicht gegeben werden können.

In den weiteren angesprochen Sortimenten Schuhe / Lederwaren liegen wir mit der von uns angebotenen Flächenreduzierung lediglich 50 qm von den Vorstellungen der IG 1 entfernt und im Bereich Bekleidung lediglich 300 qm unter deren Vorstellungen, wobei zu beachten ist dass dieses Sortiment mit 13.300 qm  maximaler Verkaufsfläche ohnehin den höchsten Flächenanteil im DOC Remscheid ausmachen wird.

Wir würden uns freuen, wenn unserer Erläuterungen bei Ihnen auf Verständnis stoßen und Ihnen morgen bei Ihrer Entscheidung zu diesem für die gesamte Region insbesondere unter touristischen Aspekten wichtigen Vorhaben helfen.
Mit besten Grüßen
Henning Balzer“

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Kommentare

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Bettina Stamm am :

Das ist aber jetzt neu das 800 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen und entspricht nicht ganz den Informationen auf der städtischen DOC-Webseite . Ganz abgesehen davon, dass niemand so einen Konsumtempel braucht, aber vielleicht wäre es für alle Beteiligten einfacher, nachdem schon so viele Zugeständnisse auf beiden Seiten gemacht werden, das DOC in die bereits vorhandene FOC-Infrastrukur in Wuppertal anzusiedeln.

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