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Stadtverwaltung reagiert auf Sportbund und BV 10

Die Stadt Remscheid nimmt zu den aktuell veröffentlichten Ausführungen des Sportbundes Remscheid e. V.  (SBR) und des Ballspiel-Verein 1910 e. V. (BV 10) vom 24. September wie folgt Stellung:

SBR: „Die am 30.08.19 am Gespräch beteiligten Sportvereine waren sich nicht einig über eine Aufgabe des Platzes. Sie waren sich einig, eine Pacht als Zeitgewinn zur Lösungssuche anzustreben.“; sinngemäß auch Inhalt der Stellungnahme des BV 10.
Stadt Remscheid
: Am Gespräch nahmen neben den VertreterInnen der Verwaltung nur der BV10 und ein Vertreter des SBR (Herr Hartenstein) teil. In der Mitteilungsvorlage 15/6511 ist ausgeführt: „Nach intensiver Diskussion waren sich alle Beteiligten unter großem Bedauern einig, dass unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eine Realisierung des Sportplatzes am Neuenkamp nicht möglich ist. Nichtsdestotrotz wird die Stadtverwaltung Ihre Bemühungen fortsetzen, eine zufriedenstellende Lösung für den dort beheimateten Verein zu finden. Zunächst konnte der RSV als Grundstückseigentümer davon überzeugt werden, dem BV 10 b.a.w. die Möglichkeit einzuräumen, dort auch weiterhin seinen Sportbetrieb aufrecht zu erhalten.“

SBR: „Die Rahmenbedingungen sind bekannt und es gab daher diverse Lösungsansätze des Sportes, von denen sich kein Einziger ernsthaft überprüft wiederfindet.
Stadt Remscheid: Der SBR schlug das Pachtmodell mit Umwandlung vor. Dieses war bereits vom Rechtsamt der Stadt als nicht realisierbar eingestuft und per Mitteilungsvorlage (15/5612) dokumentiert worden. Weiterhin wurde die Umwandlung in Hybridrasen anstatt Kunstrasen als Möglichkeit der Kosteneinsparung vorgeschlagen. Eine Mitteilungsvorlage (15/6341) auf eine Anfrage der SPD beinhaltete das Prüfergebnis, dass damit die Eigentumserwerbsproblematik nicht gelöst wäre und keine maßgeblichen Kostenvorteile bei Nutzungseinschränkungen entstehen würden. Die Stadt ist somit jeglichem Hinweis aus Ausschuss, Rat und dem Sport nachgegangen.

SBR: „Allerdings gibt es bis heute kein den gesetzlichen Grundlagen entsprechendes Verkehrswertgutachten, aus dem ein entsprechender Verkehrswert ersichtlich wäre.
Stadt Remscheid: Das Ergebnis der Wertermittlung des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster, hier Bodenordnung/Grundstückswertermittlung wurde mit der Mitteilungsvorlage 15/5612 vorgelegt. Es ist schlüssig und entspricht den Anforderungen an eine Orientierung für die   Angemessenheit eines möglichen Kaufpreises.

SBR: „Es gab keine Gespräche mit dem Grundstückeigentümer über die Konditionen zur Verlängerung der Pacht“.
Stadt Remscheid: Nach einer grundsätzlichen verbindlichen Zusage seitens des Präsidiums des RSV (Herrn Gräfe)  erfolgte eine Terminanfrage für ein Gespräch zu den Konditionen des weiteren Pachtvertrages vom Fachdienstleiter Sport mit dem RSV am 17.09.2019 per Email. Eine Antwort von Herrn Bau steht noch aus.

SBR: „Bis heute konnte dem betroffenen Verein BV 10 keine umsetzbare Alternative zum Trainings- und Spielbetrieb aufgezeigt werden, die nicht zur zeitnahen Insolvenz und Aufgabe des sonstigen Spielbetriebes führen würde.“
Stadt Remscheid: Die Stadt Remscheid hat sich initiativ für einen Anschluss-Pachtvertrag mit dem RSV eingesetzt und im Ergebnis erreichen können, dass der Trainings- und Spielbetrieb auf dem bisherigen Sportplatz weitergeht. Die aktuelle Auslastung der Kunstrasenplätze zeigt, dass Kapazitäten für die Mannschaften des BV10 im Stadtbezirk vorhanden sind. Die Stadt Remscheid wird allerdings nicht durch „Zuweisung“ zu einem anderen Sportplatz den Bedarf nach alternativen Trainings- und Spielzeiten befriedigen, sondern im Gespräch mit den Vereinen und dem SBR.

BV 10: „100 Mio € Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Remscheid durch den Umzug des BV 10“
Stadt Remscheid: Die Zahl ist nicht belegt. Leider verbietet die Abgabenordnung der Stadt Remscheid die Veröffentlichung von Gewerbesteuerzahlungen einzelner Unternehmen.

BV 10: „Die Sportentwicklungsplanung 2011-2020 empfiehlt den Ausbau von Neuenkamp.
Stadt Remscheid: Die aktuell gültige Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung aus 2016 (Hübner, Wulf, Hense, Schmiedel) benennt die negative Entwicklung der Mannschaftszahlen auf der Sportanlage Neuenkamp (s. 138, 139, 141, 142). Eine Empfehlung zum Ausbau der Sportanlage Neuenkamp als Sportzentrum oder zum Erhalt beinhaltet die aktuell gültige Sportentwicklungsplanung nicht. Zudem gilt für die Verwaltung die Beschlusslage des Rates aus 2014 - 14/3843 („Nach Abschluss dieser Maßnahmen (Neuenhof, Bliedinghausen, Sportzentrum Hackenberg und Reinshagen) verbleiben in Remscheid nur noch Tennenfelder in den Sportanlagen Düppelstraße, Klausen und Neuenkamp.“). Einen Beschluss über den Kauf und die Umwandlung des Tennenplatzes Neuenkamp hat der Rat der Stadt Remscheid hiernach nie gefasst.

BV 10: „Die Kooperationen mit Schulen und Kitas sind mit unwahren Behauptungen unterlaufen worden.“ und  (sinngemäß) das Kultusministerium des Landes NRW empfiehlt die Berücksichtigung weiterer Sportstätten neben den Sporthallen in den Schulentwicklungsplänen.
Stadt Remscheid: Derzeit gibt es landesseits überhaupt keine Richtlinien über Raumvorgaben für Schulentwicklungspläne in Kommunen. Es ist in den NRW-Kommunen  und so auch in Remscheid üblich lediglich die Hallenkapazitäten bei der Bedarfsberechnung für den Schulsport unter Berücksichtigung der zukünftigen Entwicklung der Schülerzahlen in Schulentwicklungsplanungen zu betrachten. Die Schulentwicklungsplanung haben wir gerade erneut mit Unterstützung des Beratungsunternehmens Dr. Lexis & Garbe aktualisiert. Zudem nutzen die Schulen zentrale Anlagen mit Leichtathletik-Funktionalitäten im Stadtgebiet. Es gibt keine Hinweise, dass diese für die schulsportliche Nutzung nicht ausreichend sind. Die aktuellen Planungen in Reinshagen und in Hackenberg berücksichtigen auch die leichtathletischen Außenanlagen für den Vereins- und Schulsport.
Die Grundschule Walter Hartmann nutzt den Sportplatz Neuenkamp für das einmal im Jahr stattfindende Schulfest. Eine schulsportliche Nutzung des Sportplatzes Neuenkamp von Schulen im Quartier ist der Stadt Remscheid nicht bekannt. Die Kitas nutzen den zentralen Spielplatz Hohenhagen (mit Bolzplatz). Eine Kooperation des BV 10 mit der Kita Ahörnchen ist der Stadt Remscheid bekannt.

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Kommentare

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Berthold Fahl am :

Zu den Erläuterungen der Stadt Remscheid nur einige Anmerkungen: Deutlich über 100 Mio. Euro an Gewerbesteuern und Sicherung nicht unerheblicher Arbeitsplätze in Remscheid hat der BV1910 möglich gemacht. Zahl ist angeblich nicht belegt. Zum einen war EDSCHA zeitweise börsennotiert und die Geschäftsberichte jedem zugänglich, zum Anderen werden bei der Größe des Unternehmens diese Zahlen im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Weiterhin gibt es verschiedene Wirtschaftsauskunfteien, diese Zahlen sind natürlich mit einigem Aufwand zu ermitteln. Die Sportentwicklungsplanung (FOKOS) von Prof. Dr. Hübner wurde für die Dekade 2011 - 2020 erstellt und trotz der schwierigen Eigentumsverhältnisse ein Ausbau von Neuenkamp empfohlen. Weiterhin Schließung eines Sportplatzes (mittlerweile wurden drei geschlossen, mit Neuenkamp wären es vier) wurde ermittelt. Ein Rückgang der Mitglieder sollte genutzt werden, die hohen Auslastungen zu reduzieren und die Bodenbeläge stärker zu schonen. Dies sollte nicht zur Schließung von Anlagen genutzt werden. Im Fazit vermerkt Prof. Dr. Hübner, dass auf Neuenkamp nicht verzichtet werden kann (zentrale Lage, großes Einzugsgebiet, Bedeutung Schulsport). Hierzu gab es auch schon einen Ratsbeschluss vom 24.03.2011 mit Einstellung eines Betrages von EUR 1.152.343 in den Haushalt.Beim Kunstrasenprogramm stand Neuenkamp ganz oben, wurde dann aber bei der Aktualisierung einfach nicht mehr aufgeführt. Dies trotz der damaligen Zusagen von OB und Kämmerer/Sportdezernent. In 2016 wurde die Planung aktualisiert. Hinweis auch bei zentraler Lage und positiver Entwicklung, passendes Umfeld mit Schulen und KITAS eine Aufwertung vorzunehmen (S. 142). Die demographische Veränderung durch die Flüchtlingswelle und deutlichem Zuwachs bei den Einschulungen und KITAS konnte noch nicht berücksichtigt werden (S. 179 Punkt 8-). Das Neuenkamp durch die deutliche Wettbewerbsverzerrung und Bevorteilung der anderen Plätze zeitweise eine negative Entwicklung hatte, ist für jeden Sportfachmann verständlich. Mittlerweile konnte der BV1910 von 4 auf 8 Mannschaften plus Hobbys wieder aufbauen (trotz Asche!!), Mitgliederzuwachs um rd. 34%!! auf 229, viel Arbeit bei den Nachteilen. Viele Kinder aus der Nähe, die zu Fuss zum Sportplatz kommen!! Bei einer Aufwertung des Sportplatzes für das Quartier, die Schulen und demnächst drei KITAS bei der zentralen Lage würden noch deutlich mehr Kinder wieder den Weg zum Sport finden. Wir wollen in NRW schließlich Sportland Nr. 1 werden. Dafür brauchen wir für die Kinder und auch Erwachsene nahe Sportmöglichkeiten, die auch ohne große Fahrerei (Einsparung CO2) zu erreichen sind. Hier wird in die Zukunft unserer Kinder investiert. Leichtathletikstandorte nur in Hackenberg und Reinshagen bedeuten für die Lehrer und Schüler aus der Stadtmitte eine erhöhte Fahrzeit und Ausfall von Unterricht. Ist das im Interesse der Schüler? Die entsprechende Infrastruktur muss geschaffen werden. Die Bedeutung des Sportgeländes für das Quartier Hohenhagen ist sehr hoch, die Migrationsquote in der BV Süd liegt bei den 6 - 18 J. bei 62,1%!! Insgesamt bei 37,5%, Neuenkamp bei 49,2%, Fichtenhöhe 46,4%. Sport hilft bei der Integration im Quartier und verbindet im Interesse unserer Gesellschaft. Es sind schon fünf Sportplätze in den letzten Jahren geschlossen worden, will man so weiter machen?? Was macht die Jugend dann?? Wir schaffen hier soziale Brennpunkte. Ist das in unserem Interesse?? Über diese Thematik sollte man sich auch Gedanken machen.

Karsten Neldner am :

Endlich hat der BV10 erkannt, dass es nicht nur um ihn geht. Der Sportplatz ist wichtig für alle Bürger im Stadtteil Hohenhagen und Umgebung und sollte ausgebaut werden, damit ihn Schulen, Kindergärten und Vereine gemeinsam nutzen können.

Harald Maier am :

Da kann man Herrn Fahl nur uneingeschränkt Recht geben! Auch wenn es der OB, der Sportdezernent und der Kämmerer nicht mehr hören können, so bleibt es immer noch richtig, das der BV 1910 der Stadt Remscheid deutlich über 100 Mio. Euro an Gewerbesteuern und die Sicherung nicht unerheblicher Arbeitsplätze, durch den Umzug vom vereinseigenen Sportplatz am Hohenhagen zum Neuenkamp ermöglicht hat! Entgegen der lapidaren Aussage von OB und Sportdezernent, das die Zahlen nicht belegt seien, können nur als für diese Herren unangenehme wahrheitsgemäße Faktenlage bewertet werden, die öffentlich nicht Raum greifen soll! Fakt ist jedenfalls, das dem BV 1910 für die Aufgabe seines Sportplatzes am Hohenhagen, am Neuenkamp von den damaligen OB Schulz, Ulbrich, Wilding und dem heutigen OB Mast-Weisz eine Heimstätte mit geplantem neuen Sportzentrum versprochen wurde! Aber hier geht es nicht nur um diese Versprechungen, sondern darum, das der Sportplatz Neuenkamp für den Süd-Bezirk, wie im Bericht von Herrn Fahl dargestellt, unverzichtbar ist!!

Lothar Kaiser am :

In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd hat Bezirksbürgermeister Stefan Grote klar Position bezogen: Solang er Bezirksbürgermeister sei, werde er einer Umwidmung des Sportplatzes Neuenkamp in eine Gewerbegebiet nicht zustimmen. Die müsse im Flächennutzungsplan erfolgen. Und darüber entscheide nicht nur der Rat der Stadt, sondern auch die Bezirksvertretung.

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