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Eine Liebeserklärung für das Freibad Eschbachtal

von Nicole Lange

Sehr geehrte Verantwortliche und Unterstützer des Freibads Eschbachtal,

„Freibad Eschbachtal schließt bereits einige Tage vor Saisonende.“ Dieser Satz hat mir und vielen anderen Badegästen des Freibades ordentlich die letzten Sommerferientage dieses Jahres verdunkelt. Und ja, ich gebe es zu: Ich liebe mein Eschi, und ich habe tatsächlich auch eine kleine Träne verdrückt aufgrund des so plötzlichen Schwimmendes. Es hat mir als einer von zwei Besuchern am Eröffnungstag und einem doch recht mutigen Anschwimmen bei 11,8 Grad und Regen – übrigens ganz im Rahmen der Tradition, wo es doch auch bei der Eröffnung 1912 wohl in Strömen geregnet haben soll – zu abrupt so gar kein abschließendes Schwimmen vor der langen Winterpause mehr erlaubt – und das trotz strahlenden Sonnenscheins. Eine Nachricht also, die sicherlich eine unter vielen, mit Sicherheit in unserer komplexen Welt ‚bedeutenderen‘ Schlagzeilen ist, die einen aber dennoch traurig macht. Nicht nur die ‚Eisenmännchen‘. Nicht nur mich. Ganz Remscheid.

Sie macht aber zudem nachdenklich und verursacht ein seltsam mulmiges Gefühl in der Magengegend. Die Notwendigkeit einer Sanierung ist definitiv das aktuelle Thema. Hin und wieder dringen Infos dazu an die Öffentlichkeit. Ausschüsse haben in den letzten Wochen getagt. Aber: Die Informationen bleiben oberflächlich. Sie kommen nur vereinzelt und aus verschiedenen Richtungen. Der Tonfall der Informationen zur Lage und das, was da hinter den Kulissen so vor sich geht, wirkt auf den aufmerksamen Beobachter doch seltsam ernst und plötzlich deutlich verschärft. 

Mir fehlen vor diesem Hintergrund eine sichtbare Vernetzung der zuständigen Stellen und eine ernsthaftere, offenere und letztlich effektivere Kommunikation mit der Remscheider Bevölkerung, welche diese konkret anspricht, erreicht und damit endlich mehr mit ‚ins Boot‘ holt. Warum könnte die Überschrift des SPD-Sanierungsantrages statt „Freibad Eschbachtal 21 – Wenn keiner hilft, dann hilf dir selbst!“ nicht heißen „Wenn keiner hilft, dann lasst uns jetzt zusammen helfen!“?

Sicherlich werden viele von Ihnen sagen: „Wir machen das doch. Wir wissen schon selbst am besten, was zu tun ist. Wir haben alles im Griff. Wir lassen das Eschbachtal sicher nicht sterben.“ Ich möchte das ja sehr gerne glauben. Aber in den aktuellen (politischen) Zeiten, in denen Politiker und andere Offizielle nicht immer durchsetzen (können), wofür sie augenscheinlich kämpfen, und es manchmal einer Erweckung der öffentlichen Aufmerksamkeit à la Greta bedarf, sind meines Erachtens Zweifel nicht unangebracht. Vielleicht ist das alles jetzt bloß viel politischer Lärm um letztlich vielleicht einfach – nichts?

Denn: was wenn, obwohl eigentlich niemand dies möchte, die Überschrift auf ihren Zusatz „einige Tage vor Saisonende“ verzichten müsste und tatsächlich eine Schließung des Bades angekündigt würde, weil man hinter verschlossenen Türen feststellt, dass finanzielle Mittel einfach doch nicht ausreichen, um es zu erhalten? Wenn es das Bad einfach plötzlich nicht mehr geben würde, welches doch vielen eine selbstverständliche Einrichtung ist, ohne die sie sich die Stadt gar nicht vorstellen können? Der Aufschrei wäre dann riesengroß. Und es wäre schlichtweg zu spät. Möchten Sie das riskieren? Die augenblickliche Situation macht mit Blick auf die Zukunft wirklich besorgt.

Aber vielleicht ein kurzer Exkurs dazu, warum mir das Freibad eigentlich so am Herzen liegt. Das hat seine eigene, vielleicht etwas verrückte Geschichte. 2015 habe ich im Freibad meinen Lebensgefährten kennengelernt, der damals im Sommer dort als Rettungsschwimmer tätig war. Als auf meinen Hinweis hin, dass im nahezu paradiesischen Eschbachtal eigentlich nur noch Delfine fehlen würden, beim nächsten Besuch ein riesiger Plastikdelfin auf mich wartete, wusste ich - der Mann ist er Richtige und das Freibad nun wirklich einer der besten Orte der Welt. Ein Ort, dem eigentlich aus meiner, selbstverständlich an dieser Stelle augenzwinkernden Sicht nur noch ein Delfinbrunnen fehlt, wie ich ihn kürzlich in einer MOMA-Reportage zu Freibädern entdecken konnte.

Solche ganz persönlichen, vor allem schönen Momente und Geschichten gibt es sicher unzählige, kleine und große von Klein und Groß, und ich bin ganz sicher nicht die Einzige, die von sich sagt „Ich liebe das Eschi“. Gerade nach der vorzeitigen Schließung vor einigen Wochen hat eine Verkäuferin, mit der ich beim Einkauf ins Gespräch kam, exakt diesen Satz gesagt und erläutert, sie sei eben schon in ihrer Kindheit oft dort gewesen.

Das vor mehr als 100 Jahren mit viel Einsatz ins Leben gerufene ‚Strandbad‘ ist ein Ort mit historischer Bedeutung, wie Sie natürlich nur zu gut wissen und auch in den entsprechenden Pressemitteilungen und Anträgen immer so ganz selbstverständlich formulieren, das in dieser Zeit schon von so vielen Menschen besucht worden ist und damit in vielen Generationen auch über weite Entfernungen hinweg Bekanntheitsgrad hat. Es kommen Großeltern mit ihren Enkeln dorthin, die selbst als Kind im Eschi waren. Und sogar meine 82-jährige englische Großcousine beginnt beim Gedanken an die längst vergangenen Besuche im Remscheider Strandbad noch immer verzückt zu lächeln!

Ich möchte mit meinem persönlichen Schreiben etwas zu bewegen versuchen, zu Beginn der Winterpause, die Spielräume bietet vor der neuen Badesaison, und mit meiner Stimme einfach ein kleines Zeichen setzen, das die ganz grundlegende Bedeutung unseres Freibades über seine historische Bedeutung hinaus noch einmal unterstreicht und vielleicht auch den vielen Menschen eine Stimme geben kann, die das Schicksal des Freibades im Stillen sehr beschäftigt, ohne dass sie sich aber dazu öffentlich zu Wort melden würden und diese Stimmen Sie erreichten.

Das Eschbachtal ist einer der wenigen Orte, die ich kenne, der Menschen verbindet, sie verzaubern kann und sie zum Strahlen bringt. Ein Ort in der Natur, einfach zwar, wo aber die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt, Raubvögel in sicherer Entfernung ihre Bahnen ziehen, Fischreiher ihre Flugbahn haben und sich auch ab und an einmal ein Frosch das Geschehen aus nächster Nähe anschaut.

Ein Ort zum Menschsein. Ein Ort mit Atmosphäre. Das alte Strandbad ist nicht nur per se aufgrund seiner langen Geschichte nicht aus Remscheid wegzudenken. Es lebt. Es atmet. Es hat ein Herz.

Wer einen Augenblick lang das sommerliche Treiben dort beobachtet, der spürt das. Momentaufnahmen oder kurze Gespräche mit Gästen allein in dieser Badesaison, in der ich sooft es eben ging dort war, haben mir genau das erneut gezeigt: ein Freibad ist viel mehr als nur ein schöner oder auch historischer Ort und kann für jeden eine individuell andere Dimension haben, welche gar nicht pauschal in wenigen Worten zusammengefasst werden kann. Noch dazu ist unser Freibad das durch Lage und Gelände schönste, das ich im weiteren Umkreis kennengelernt habe.

Da waren also diesen Sommer neben den Schwimmern, den Familien, die Zeit im Grünen genossen haben, den Sonnenliebhabern und ausgelassen plantschenden Kindern z.B. ein gerührter, glücklicher Herr, der nach Jahren zum ersten Mal wieder das Bad besucht hat, eine fast ausgelassene ältere Dame mit ihrer Tochter, die den Tag wie Urlaub empfand, ein passionierter Naturliebhaber, der sich einfach nicht genug über die außergewöhnliche Heide freuen konnte und eine Dame aus Polen, die wertvolle freie Zeit von ihrer Stelle als Pflegerin auf Zeit dort verbrachte. Sie erzählte mir, den Freudentränen nahe, wie rar und teuer Freibäder in ihrer Heimat sind und wie sehr sie die Stunden der Erholung von Sorgen um die todkranke Mutter zu Hause und der anstrengenden Arbeit in der freundlichen Remscheider Familie genoss.

Ein Freibad - und dies kann ich auch vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen als Lehrerin im Umgang mit jungen Menschen und ihren Familien nicht genug hervorheben – ist gerade in unserer heutigen Zeit, in der es so viele Probleme zu geben scheint und u.a. Hektik, Leistungsdruck, Werteverluste, Materialismus, Technisierung uns das (Zusammen)leben oftmals nicht leicht machen, wie der Name bereits sagt einfach ein Ort, an dem man für einige Stunden Wertvolles (wieder)finden kann: Zeit für sich und andere, Ruhe, Zufriedenheit, Natur, Gemeinschaft, Bewegung, Spiel etc. – und man scheint von einigen der Dinge, die einen vielleicht sonst belasten, im wahrsten Sinne des Wortes ‚befreit‘! Saint-Exupérys Worte „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“, sie stimmen hier nicht ganz, denn das Wesentliche wird hier sichtbar in den Gesichtern der Menschen, die das Bad besuchen.

Diese Einsichten den Wert eines Freibades für die Gesellschaft betreffend und die Bemühungen um den Erhalt der Bäder beschäftigen natürlich nicht nur Menschen in unserer Region, sondern es ist auch ein internationales Phänomen. So trägt ein aktuelles Werk der jungen Londoner Autorin Libby Page den Titel „The Lido (Das Freibad)“ (Ullstein Verlag, 2019) und handelt von eben dieser Thematik inklusive einer findigen Idee zur Rettung des Bades im Roman – vielleicht ja ein Literaturtipp für Sie ...

Zurück aber zu Remscheid. Gerade in einer Stadt wie Remscheid ist ein solcher Ort aus verschiedenen, Ihnen ausreichend bekannten Gründen sicher sehr wichtig für die Menschen. Viele Städte nehmen an ihren Bädern Erneuerungen vor und schaffen es doch, diese zu retten. Warum also nicht auch Remscheid? Eine Schließung des Eschbachtals in naher Zukunft muss auch und gerade für unseren Standort einfach eine schreckliche Dystopie bleiben!

An dieser Stelle zu sparen, um vielleicht augenscheinlich dringendere Missstände zu lösen, schafft mit Sicherheit nur neue Probleme, weil sie Menschen etwas nimmt, das zum Menschsein nötig ist. Nicht zuletzt für die Menschen wurde das Bad ja auch geschaffen. Laut einem Artikel der ZEIT ONLINE (19. Juli 2012; DIE ZEIT Nr. 30) empfinden viele Menschen in Deutschland tatsächlich so etwas wie eine „Einigkeit im Recht auf Freibad“, das quasi als Kulturgut in unserem Sommer einfach dazugehört.

Und sicherlich bietet das Freibad Eschbachtal auch Potential, um zukünftig aktuelle Themen wie Integration, Vielfalt, Gesundheit etc. noch mehr in neue Konzepte einzubinden, wenn es denn erst einmal mit Sinn und Verstand zukunftsfähig saniert werden kann, wo dringend nötig, ohne dabei den Charme und die Magie des Ortes und seiner wunderschönen Natur zu zerstören und z.B. einem Spaßbad zum Opfer fallen zu lassen.

Ich habe das Interview von Herrn Hardt und Herrn Wiertz kürzlich im Bad gesehen sowie gehört und gesehen, dass zuletzt viele von Ihnen oft vor Ort waren und sind, und ich finde das alles zu sehen macht Hoffnung, dass niemand eine mögliche, baldige Schließung des Bads aktuell ernsthaft in Erwägung zieht und bereits viele Beteiligte sich ehrlich für den Erhalt des Bades einsetzen, auch oder gerade nachdem die erhofften Fördergelder ja nun in diesem Jahr nicht in unser Bad fließen werden.

An dieser Stelle möchte ich deshalb gerne auch einmal ein ganz herzliches ‚Dankeschön‘ sagen, stellvertretend über Sie an all die Menschen, die sich seit geraumer Zeit für das Bad einsetzen und viel Verantwortung übernehmen, und ohne die es vielleicht schon gar nicht mehr existieren würde.

Selbstverständlich zählen dazu die zuständigen Personen der Stadtverwaltung. Aber vor allem auch die Badleitung und ihr gesamtes Team gehören dazu, denn ohne den unermüdlichen, tagtäglichen Einsatz v.a. von Herrn Beelte, dem ‚Maschinenflüsterer‘, der seit über 40 Jahren mit seiner Erfahrung und seinem handwerklichen Geschick ohne große Worte die alten Maschinen lenkt und dessen Aufgabe so viel mehr mit sich bringt, als man es auf den ersten Blick sieht, wäre das Bad sicher gar nicht da, wo es jetzt ist.

Auch der Einsatz des seit langen Jahren bestehenden Fördervereins mit seinen zahlreichen Maßnahmen und Zuschüssen hat sicherlich dazu beitragen können, das Eschbachtal bisher zu erhalten.

Gute, neue Aktionen wie zuletzt Doc Essers ‚Frühschwimmen‘ sind an dieser Stelle meiner Meinung nach ebenfalls erwähnenswert. Ich nehme Sie alle daher beim Wort, wenn Sie sagen, Sie werden sich für das Freibad Eschbachtal einsetzen, damit es nicht bei Worten bleibt und finanzielle Mittel gewonnen und Wege gefunden werden können.

Auch wenn das sicher mühsam ist: Bitte bleiben Sie dran. Kämpfen Sie aus den genannten Gründen für diese wichtige Sache vor unserer Haustür, die zu lösen nur ein kleiner Schritt im Vergleich zu den großen Problemen unserer Zeit, aber dennoch ein großer Schritt für die Zukunft unserer Stadt sein wird.

Bitte lassen Sie mein, lassen Sie unser Eschi nicht sterben. Nehmen Sie unserer Stadt nicht ein so wichtiges Gut. Geben Sie trotz aller Widrigkeiten nicht auf. Kommen Sie mit bergischer Beharrlichkeit Ihrer Verantwortung nach. Nutzen Sie alle verfügbaren Ressourcen effizient. Vernetzen Sie sich. Sprechen Sie immer wieder und unermüdlich zusammen. Holen Sie die Remscheider mit ins Boot. Unzählige Menschen wünschen sich das und verlassen sich auf Sie!

Sicherlich kann nur ein echtes, ernst gemeintes, ehrliches Zusammenspiel vieler Stellen und Kräfte im Sinne des gemeinsamen Ziels letztlich Erfolg bringen, und Sie sind mit dem Vorhaben nicht allein, sondern es gibt weitere Unterstützer.

Unterstützer, die es aber jetzt zu mobilisieren gilt, indem die Begeisterung für die Einrichtung, die Problematik und mögliche Lösungen mit allen Mitteln weitergetragen werden, damit die Stimmen der Remscheider Bürger, klein und groß, alt und jung, laut oder leise, hör- und sichtbarer werden und Bemühungen um weitere finanzielle Mittel auch eindrucksvoll unterstützen können – egal ob hier vor Ort oder in Berlin.

Wie wäre es im Zuge dessen mit einem knackigen neuen Slogan wie „Eschi. Einfach schön. (Für) Immer!“, einer medienwirksamen Neuauflage der bereits 2012 zum Jubiläum initiierten Erinnerungssuche im Stil eines Fotowettbewerbs von #mybesteschimoment, Interviews mit Bürgern zur Bedeutung des Bads, einer „Freitage für das Freibad“-Kampagne, Plakaten, Aufklebern, Unterschriften etc.?

Vor einigen Wochen habe ich mich aus den genannten Gründen entschlossen, nicht nur auf dem Papier passives Mitglied des Fördervereins zu bleiben, sondern Herrn Grote und Herrn Hartung gegenüber meine Bereitschaft bekundet, dem Freibad im Verein auch aktiv Zeit und Energie zur Verfügung zu stellen - mit noch zu definierenden Aufgaben. Mit Sicherheit haben Sie dort ja bereits verlässliche Ansprechpartner, aber ist es mir auch persönlich ein Anliegen Sie auf diesem Wege zu bitten:

Geben Sie dem Förderverein Bescheid, wenn wir etwas tun können, wenn wir helfen können, zu sinnieren, kreieren, innovieren, informieren, mobilisieren, aktivieren, publizieren, investieren etc.!

Sicherlich wird es Möglichkeiten geben, das Projekt weiter und u.U. auch auf neuen, zusätzlichen Wegen weiter zu unterstützen, und ich möchte gerne versuchen, mich einzubringen und dafür mit einzusetzen. Sehr gerne können Sie mich natürlich auch jederzeit persönlich ansprechen.

Vielleicht bietet der geplante Informationsaustausch am kommenden Samstag, 5.10., ja bereits Gelegenheit dazu. Ich werde in jedem Fall da sein. Das Eschi muss leben! Vielen Dank für Ihren Einsatz und Ihre Zeit.

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Kommentare

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Thomas Neuhaus, Beigeordneter am :

Sehr geehrte Frau Lange, vielen Dank für Ihren „Liebesbrief“ an unser Freibad Eschbachtal, über den ich mich sehr gefreut habe und der mich sehr beeindruckt hat, da er die Bedeutung des ältesten Binnenfreibades in Deutschland für unsere Stadt facettenreich darstellt und viele gute Ideen beinhaltet. Der Förderverein, die Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Verwaltungsvorstand der Stadtverwaltung, Ratsvertreterinnen und Ratsvertreter und unsere Abgeordneten in Land und Bund schätzen unser Freibad, wissen um die Bedeutung für die Stadt und darüber hinaus und setzen sich mit ihren unterschiedlichen Möglichkeiten für die Erhaltung und Renovierung ein. So ist es in Remscheid schon vor vielen Jahren gelungen, dass eine Diskussion über eine Schließung beendet wurde. Eine derartige Diskussion erscheint mir aus der heutigen Sicht auch nicht mehr vorstellbar. Hiernach haben die unterschiedlichen Akteure – allen voran der Förderverein und die Mitarbeiter der Stadt in den Fachdiensten Sport und Gebäudemanagement sowie der Arbeit Remscheid – mit wenigen Ressourcen und hohem Einsatz und Fachkenntnis es erreicht, dass das Bade- und Freizeitvergnügen in jeder Saison sichergestellt worden ist und zusätzliche attraktive Angebote im Freibad (Eschtival, Frühschwimmen, Eisenmännchen, Hundeschwimmen, Schiffsparade, Yoga …..) angeboten wurden. In den letzten Jahren häuften sich leider bei der alten Technik die Schäden und es wird immer schwieriger mit dem bestehenden Zustand die Bedürfnisse der Badegäste zu befriedigen und die Verlässlichkeit der Öffnung in der gesamten Saison zu garantieren. Um eine grundlegende Sanierung und Renovierung unseres Freibades hinzubekommen, müssen viele Millionen Euro aufgewendet werden, die nicht „mal eben“ durch die Stadt Remscheid zu stemmen sind. Daher haben wir bereits im letzten Jahr an einem Förderaufruf des Bundes teilgenommen, um Bundesmittel für die Sanierung des Bades zu erhalten. Der erste Versuch hat leider nicht geklappt. Die Stadt Remscheid bleibt aber dran und versucht die nötige Unterstützung von Bund und Land zu erlangen. In der Zwischenzeit – bis die Modernisierung hoffentlich möglich wird - sind wir darauf eingestellt, dass das Freibad in seinem jetzigen Zustand weiterhin in jeder Saison geöffnet ist. Die Mitarbeiter des Freibades, der Förderverein und alle Besucherinnen und Besucher (insbesondere die Kinder und Jugendlichen) stellen sicher, dass das möglich bleibt. Ich bin zuversichtlich, dass wir das für das Freibad Eschbachtal hinbekommen werden: „Das Eschi wird bleiben!“ Dafür brauchen wir auch weiterhin Remscheider/iInnen wie Sie.

Norbert Landen am :

Das Freibad in seinem jetzigen Zustand.(Aussage) H.Neuhaus. Das bedeutet wohl doch auch im nächsten Jahr grosse Probleme mit der Technik.Oder?

Antonio Scarpino am :

Einladung an alle, die das Freibad lieben: Wie machen wir unser Freibad fit für die Zukunft? Rundgang und Informationsaustauch zu den Plänen für eine Modernisierung des Freibad Eschbachtal am Samstag. 05.10.2019 um 14 Uhr. Wir Remscheider*innen können stolz auf unser Freibad im Eschbachtal sein! Das im Volksmund auch liebevoll „Strandbad“ genannte Freizeitareal ist eines der ältesten Freibäder Deutschlands und deshalb auch schon ein wenig in die Jahre gekommen. Dass das Freibad nach wie vor ein Besuchermagnet und damit alles andere als altbacken ist, bewies die Marke von 25.000 Besucher*innen, die Ende Juli geknackt wurde. Die Meldungen über Begrenzungen bei der Anzahl der Badnutzer sowie Schließzeiten haben die Sommersaison 2019 des Freibad Eschbachtal geprägt. „Die vom Bund in Aussicht gestellten Gelder für Sanierungsarbeiten sind trotz vollmundiger Ankündigungen aus Berlin leider nicht geflossen.“ so die stv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd, Dr. Stefanie Bluth. Der SPD-Ortsverein Remscheid-Süd setzt uns sich für eine nachhaltige Sanierung des einzigen Remscheider Freibades ein und lädt für Samstag, 05.10. ab 14:00 Uhr ins Freibad (Treffpunkt: Kassenhaus) zu einem Informationsaustausch ein. Der sportliche wie sportpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Michael Büddicker und die stv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd, Dr. Stefanie Bluth werden gemeinsam mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Pläne für die Sanierung des Freibades vorstellen. „Der Besuch des Eschbachtals ist für Familien im Sommer die einzige Möglichkeit, ans Wasser zu kommen. Die soziale Rolle eines funktionierenden Freibades ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.“ so der sportpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Michael Büddicker. In den kommenden Jahren wird das Bad sanierungsbedingt immer wieder Kapazitätsbeschränkungen einführen. Mittelfristig müssen sich die Remscheiderinnen und Remscheider darauf verlassen können, dass das Freibad im Sommer voll belastbar ist.

Chronist am :

Mit Briefkopf der CDU-Fraktion wollte am Montag Sportausschussvorsitzender Markus Kötter von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz wissen, seit wann es konkrete Pläne für die Sanierung des Freibads Eschbachtal gebe. „Mit großer Irritation“ habe er von der Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd am 5. Oktober im Freibad gelesen teilnehmen, wo der OB „die Pläne für die Sanierung des Freibades vorstellen“ werde. Zitat: „Dass Sie sich hier offenkundig vor den Wahlkampf-Karren der SPD spannen lassen, ist die eine Seite der Medaille. Dies ist eine reine Stilfrage. Problematisch ist aber die andere Seite der Medaille. Falls es außer Wünschen, Vorstellungen oder ähnlich unkonkreten Ideen ganz konkrete Pläne für die Sanierung des Freibades gibt, dann gehören diese zunächst in den Sportausschuss.“ Hier die Antwort des Oberbürgermeisters: „Sehr geehrter Herr Kötter, lieber Markus, ich bin ein wenig überrascht über deine Mail. Selbstverständlich obliegt es dem Sportausschuss, als erstes Gremium die Pläne für das Freibad politisch zu beraten. Der Termin am kommenden Samstag soll diese auch nicht ersetzen. Er ist seitens der SPD als Information an die Bürgerinnen und Bürger gedacht, damit sie wissen, wie es mit einer der wichtigsten Freizeiteinrichtungen in unserer Stadt weitergehen könnte. Der Termin ist einer von vielen Dialogterminen, die die SPD seit längerem durchführt. Die Ideen für die Zukunft sind auch hinreichend bekannt: 1. Die Pläne (Projektskizze mit Kalkulation) waren bereits Grundlage für den vergeblichen Antrag, Bundesmittel für die Sanierung zu erhalten. 2. Es war am 6. September 2018 Thema im Rat der Stadt (siehe unten). 3. In der Sportausschuss-Sitzung am 26.9.18 sollten sie ursprünglich vorgestellt werden, was sich aber aus technischen Gründen nicht umsetzen lies. Dem Protokoll der Sitzung, das du unterschrieben hast, wurden sie beigefügt. Ich habe das Protokoll beigefügt. 4. In einem Gespräch im August dieses Jahres haben Sportverwaltung und Stadtdirektor sie in Anwesenheit der Presse dem Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt, der sportpolitischen Sprecherin deiner Fraktion, Frau Kemper-Heibutzki und dem JU-Vorsitzenden Fabian Knott vorgestellt. Das Freibad eignet sich ausdrücklich nicht für Wahlkampfgetöse, sondern braucht gemeinsame Anstrengungen zur Lösung. Daher hat die Verwaltung – wie politisch gefordert – einen erneuten Antrag zur Förderung gestellt. Da dies erst zum Ende des Monats September möglich war, geschah dies unter dem Vorbehalt der Zustimmung der politischen Gremien, beginnend mit dem Sportausschuss. Ein Hinweis sei mir noch erlaubt: vor einigen Monaten bin ich von der CDU-Fraktion angefragt worden, ob ich bereit wäre, mit ihr öffentliche Termine wahrzunehmen, um bestimmte Projekte und/oder Themen vorzustellen. Diese Frage habe ich selbstverständlich bejaht. Seitdem habe ich nichts mehr dazu gehört. Ich bin nach wie vor dazu bereit. Für Wahlkampf ist es m.E. viel zu früh.“

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