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Mobilität in unserer Gesellschaft – Pflicht oder Kür?

Pressemitteilung des SPD-Unterbezirks Remscheid

Die Remscheider SPD lädt im Rahmen ihrer Klimaschutzwochen zu einer Diskussion zum Thema  „Mobilität in unserer  Gesellschaft – Pflicht oder Kür?“ ein. Sie findet statt am Freitag, 18.Oktober, um 19 Uhr im ehemaligen Bahnhof Lüttringhausen, von-Bottlenberg-Straße 2, ­- an einem Ort also, der für die Vergangenheit, aber auch für die Zukunft der Mobilität steht. In der ehemaligen Bahnhofsgaststätte, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, wartet ein stilechtes Eisenbahn-Ambiente auf die Gäste. Der Eintritt ist kostenlos.

Als  Verkehrsexpertin konnte für den Abend die Kölner Landtagsabgeordnete Susana dos Santos Herrmann gewonnen werden. Darüber hinaus sind Vertreter*innen von Verdi, pro Bahn, Allgemeiner Deutscher Fahrradclub und Verkehrsclub Deutschland eingeladen. Mit ihnen wollen wir die wohl wichtigsten Fragen zur Verkehrswende diskutieren:

  • Was steckt hinter der Mobilitätswende?
  • Wie ist sie für alle Menschen sozial verträglich gestaltbar?
  • Welche Investitionen sind erforderlich?
  • Wie soll diese finanziert werden?

An dieser Diskussion können sich alle Remscheiderinnen und Remscheider beteiligen. Die Moderation übernimmt der Chefredakteur von Radio RSG, Thorsten Kabitz. Mehr Informationen finden Sie unter www.facebook.de/Klimaschutzwochen2019.

Vor noch nicht allzu langer Zeit waren Meldungen über Streckenstilllegungen noch an der Tagesordnung. Auch Pläne zur Ausdünnung von Buslinien lagen schon griffbereit in der Schublade. Der Rückbau ehemaliger Eisenbahntrassen zu Fuß- und Radwegen wurde als Steigerung der örtlichen Lebensqualität gefeiert – während sich an der nächsten Straßenkreuzung wieder der Autoverkehr staute. Die internationale Debatte um Klimaschutz und der Abgasskandal um manipulierte Werte bei Diesel-Fahrzeugen haben zum lange ersehnten Umdenken im Bereich der Verkehrspolitik geführt. Der Erhalt und die Reaktivierung von Bahntrassen bestimmen vielerorts seit einigen Jahren wieder die Diskussionen in den örtlichen Gremien. Und anstelle einer Ausdünnung der örtlichen Busliniennetze werden Ideen für bessere Takte, einfachere Tarife sowie Modelle für einen ticketfreien ÖPNV diskutiert.

Die von den Verkehrsexperten seit vielen Jahren angemahnte Mobilitätswende ist in aller Munde – und das ist auch gut so! Allerdings haben eine jahrzehntelange Vernachlässigung der öffentlichen Infrastruktur ihre Spuren hinterlassen. Neben dem Stau auf der Straße haben wir einen Investitionsstau bei Schienenwegen und beim Wagenmaterial, an dem die notwendige Mobilitätswende im Keim zu ersticken droht. (Antonio Scarpino)

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