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Bietet sich neues Kita-Flachdach für Photovoltaik an?

Zwei neue Kindertagesstätten für Remscheid“, titelte der Waterbölles am 27. August. In einer Pressekonferenz hatte die Stadtsparkasse Remscheid angekündigt, an der Oststraße und am Hackenberg in Lennep zwei neue Kindertagesstätten in Modulbauweise mit je 80 Betreuungsplätzen bauen zu wollen. „Wenn alles läuft wie geplant, sollen beide Einrichtungen zum Kindergartenjahr 2020/2021 eröffnet werden“, sagt damals Jörg Böing, Architekt und Leiter der Abteilung Orga/Betrieb bei der Stadtsparkasse Remscheid. Das konkretisierte er am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd: „Wir sind guter Dinge, die Kita an der Oststraße zum 30. Juni eröffnen zu können!“ Das hat mit der Bauweise des zweistöckigen Neubaus zu tun: Er kann aus vorgefertigten Betonteilen binnen einer Woche zusammengesetzt werden.
Träger der Einrichtung wird (wie in Hackenberg) eine Elterninitiative sein, die pädagogische Fachberatung übernimmt der Verein „Die Verlässliche“ e.V., der im kommenden Jahr sein 235-jä#hriges Bestehen feiern kann. Dessen stellv. Geschäftsführer Matthias Spahn berichtete den BV-Mitgliedern, Der Eltern-Verein befinde sich „derzeit in Gründung“, sie werde „in ein bis zwei Wochen stehen“ und sich dann voraussichtlich unter das Dach des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes begeben.

Die neue Kita wird an der Oststraße gleich neben der Gemeinschaftsgrundschule Dörpfeld zweigeschossig gebaut. Dafür muss das dortige unbewohnte Haus des Hausmeisters abgerissen werden; auch werde man einige Quadratmeter des Schulhofes für den Neubau benötigen. Aber das sei kein Problem, betonte Schuldezernent Thomas Neuhaus. Denn es sei geplant, die jetzige „Asphaltwüste“ für 240.000 Euro durch neue Spielangebote attraktiv zu gestalten.

Die 80 Betreuungsplätze der Kita werden sich auf vier Gruppen verteilen. Davon sind 20 Plätze für U3 vorgesehen, pro Gruppe fünf. Matthias Spahn bezifferte den Bedarf an ausgebildeten Fachkräften am Mittwoch mit zwölf bis 14. Bezirksbürgermeister Stefan Grote: „Eine Kita neben einer Grundschule, das ist das Beste, was man sich vorstellen kann!“ Aber er sah auch das Problem der fehlenden Parkplätze an der Oststraße angesichts des bevorstehenden „Drive-In durch Eltern-Taxen“. Darüber müsse frühzeitig mit dem Vorstand der neuen Eltern-Initiative und allen Kita-Eltern gesprochen werden, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden. Das sagte Spahn zu. Leider werde sich das Verhalten der Eltern nicht von heute auf morgen ändert lassen, befürchtete Thomas Neuhaus. Er jedenfalls werde die Eltern-Taxen bei jeder sich bietenden Gelegenheit problematisieren, auch wenn das bei den Eltern nicht immer gut ankomme.

Zahlreiche Fragen von BV-Mittgliedern (CDU und W.i.R.) betrafen anschließend das Binnenverhältnis der neuen Eltern-Initiative und des Vereins „Die Verlässliche“ e.V. Das war verwunderlich, wird dieses Prinzip der Zusammenarbeit doch schon seit Jahren in Remscheid gepflegt (etwa bei der Kraftstation und den ihr angegliederten Kitas an der Nord- und der Walkürenstraße). Das sollte langjährigen Kommunalpolitikern eigentlich nicht verborgen geblieben sein.

Spannender waren da schon die Fragen nach einer Begrünung des immerhin 375 Quadratmeter großen Flachdachs bzw. der dortigen Installation einer Photovoltaikanlage. Letztere hatte Stefan Grote ins Gespräch gebracht – und überraschte damit Jörg Böing und Thomas Christ, die Vertreter des Investors/Bauherrn Stadtsparkasse: „Wir müssen ja auch an die Wirtschaftlichkeit (sprich: Rendite) dieses Objektes denken!“ Aber man wolle noch einmal nachrechnen, räumten sie ein. Grote machte Mut: „Vielleicht könnte die Photovoltaikanlage sogar noch Strom für die Schule nebenan liefern!“

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Ich meine, wenn im Rathaus ein Bauantrag eingeht, müsste es selbstverständlich werden, die Kollegen des Umweltamtes auf ein potenziell geeignetes Flachdach für eine Photovoltaikanlage aufmerksam zu machen. Auch im Rathaus müsste schließlich Klimaschutz alle angehen!

Peter Maar am :

Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes für eine Wohnbebauung auf dem Grundstück der abgebrannten Grundschule Eisernstein verhält sich die Stadt im Sinne des Klima- und Umweltschutzes vorbildlich. Über rechtsverbindliche Festsetzungen im Bebauungsplan wird die Anlage von Schotterflächen auf den Grundstücken untersagt, die Dächer sollen begrünt werden und mindestens ein Baum in mittlerer Größe ist zu pflanzen. Da die Stadt die Grundstücke in eigener Regie verkaufen wird, sollen entsprechende Auflagen zusätzlich in den Kaufverträgen festgeschrieben werden. Die Bezirksvertretung Lüttringhausen stimmte in ihrer Sitzung am 9.10.2019 diesen Festsetzungen mit knapper Mehrheit zu. Diesem Beispiel sollte die Stadtsparkasse als Investor der neuen Kindertagesstätte folgen und neben der Rendite auch dem Klimaschutz Rechnung tragen.

Jürgen Koball am :

Da frage ich mich nur, wo der Klimaschutz bleibt wenn nach der evtl. Fertigstellung des DOC Millionen von Autos jährlich durch Remscheid rollen.

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