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Stadt legt im Rathausfoyer Kondolenzbuch aus

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Aus Anlass der schrecklichen Ereignisse des gestrigen Abends in Halle (Saale) hat die Stadt Remscheid von heute Nachmittag bis einschließlich Freitag, 18. Oktober, im Foyer des Rathauses ein Kondolenzbuch ausgelegt. Remscheiderinnen und Remscheider sind herzlich dazu eingeladen, ihre Gedanken und Gefühle als Ausdruck der Anteilnahme und Solidarität niederzuschreiben und auf diese Weise der eigenen Trauer um das Geschehene Ausdruck zu verleihen. (Das Rathaus Remscheid ist montags bis freitags von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet.)

Der Eintrag der Stadt Remscheid in dem Kondolenzbuch, das später die Jüdische Kultusgemeinde in Wuppertal erhalten soll, hat folgenden Wortlaut:

„Wir sind fassungslos über das Geschehene.

Wir trauern um zwei Menschen, die Opfer eines Terroraktes wurden, weil sie sich dem Täter entgegenstellten. Wir sind in unseren Herzen bei ihren Angehörigen, die den Tod geliebter Menschen beklagen müssen. Sie sollen wissen, dass sie in diesen schweren Stunden nicht alleine sind.

Wir sind mit unseren Herzen bei den Gemeindegliedern der Jüdischen Kultusgemeinde in Halle an der Saale, die sich am jüdischen Versöhnungsfest Yom Kippur in ihrer Synagoge versammelten. Sie wurden während des Gottesdienstes Ziel eines Terroranschlages, dessen letztendliches Scheitern nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass dieser Angriff auf ein jüdisches Gotteshaus uns allen galt - unserer friedlichen, toleranten und solidarischen Gesellschaft genauso wie unserem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat.

Wir fühlen uns von Herzen verbunden mit den Gemeindegliedern unserer Bergischen Jüdischen Kultusgemeinde. Wir stehen an der Seite des in sieben Jahrzehnten nach der Shoa wieder erstandenen und erblühten jüdischen Lebens im Bergischen Land.

Wir müssen achtsam sein, wenn Zwietracht und Hass in unserem Land gestreut werden - erst in Gedanken, dann in Worten - und später in Taten. Wir müssen zusammenstehen, um unsere Gesellschaft und unseren Staat gegen diese Angriffe zu verteidigen. Wir müssen unsere Lebensweise in einem von Toleranz und Respekt gelebten Miteinander schützen, indem wir uns jenen entgegenstellen, die Zwietracht und Hass zwischen den Menschen in unserer Stadt und in unserem Land zu säen versuchen.

In unserem täglichen Handeln sind wir unserem ersten Verfassungsgebot verpflichtet: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar. ‘

Stadtdirektor Sven Wiertz und Bürgermeisterin Gabi Leitzbach haben sich heute gegen 16.30 Uhr als erste in das Gedenkbuch eintragen. Als Ausdruck der Anteilnahme und Solidarität hat Remscheid Trauerbeflaggung am Rathaus Remscheid, am Lüttringhauser Rathaus und am Teo Otto Theater vorgenommen.

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Kommentare

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Bergischen Wohlfahrtsverbände am :

Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle a.d. Saale bekundet die Bergische Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege ihrem Mitglied, dem Wohlfahrtsverband der jüdischen Kultusgemeinde, ihre Solidarität und verurteilt den Anschlag als Angriff auf die religiöse Freiheit als Grundprinzip der bundesdeutschen Verfassung. Sandra Engelberg, Vorstand des Caritasverbandes Remscheid und aktuelle Sprecherin der AGFW, erklärt: „Gemeinsam arbeiten wir an der sozialen Entwicklung unserer Städte und stehen dabei als sozial engagierte Menschen im Schulterschluss bei einander.“ Das Attentat in Halle erinnere daran, so die Bergische AGFW, dass einer interkulturellen und interreligiösen Bildung eine große Bedeutung zukommen. Engelberg: „Nur Bildung ist in der Lage, Vorurteile im Keim zu ersticken. (Prersseerklärung, gez. Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V., Susanne Bossy)

Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid am :

Am Jom Kippur Tag, dem höchsten jüdischen Feiertag, wird die Synagoge in Halle überfallen, Jüdinnen und Juden müssen sich verbarrikadieren und es sterben Menschen. Mir zieht es das Herz zusammen. Hört doch endlich auf Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus klein zu reden. Hört endlich auf von Einzeltätern zu reden. Da wird immer noch so getan als ob die AFD eine normale Partei sei. Da wird immer noch so getan als ob die „Pro- Bewegung“ und andere rechtsextreme Kleingruppen ein Häuflein von Narren seien. Nein, sie sind der politische Arm der Mörder und Gewalttäter, der Friedhofsschänder und Brandstifter. Sie verspritzen ihr verbales Gift auf Facebook, Twitter und in den Medien. Wenn nicht jetzt ein Ruck durch unsere Land geht, wann dann? Wenn nicht jetzt entschieden gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus vorgegangen wird, wann dann?

Eija Tirkkonen am :

Der folgende Beitrag spiegelt sehr gut die Lage in Deutschland wider. Die Zeit lohnt sich. https://www.zeit.de/2019/43/antisemitismus-juden-rechtsextremismus-halle-deutschland

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