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Fernsicht-Aufschlag für die Penthouse-Wohnungen

Auf dem Bauschild der Wuppertaler „Pro Objekt Bauträger Verwaltungs GmbH“ werden die drei mehrgeschossigen Rohbauten unterhalb des Remscheider Stadtparks mit „an der ‚Kö‘“ beschrieben. Das soll an die bekannte Königsallee in Düsseldorf denken lassen. Und tat es wohl auch bei den meisten Teilnehmern des gestrigen Richtfest – Handwerker, Architekten, Vertreter der Stadtparkasse und die ersten Käufer von Eigentumswohnungen. Denen war es schwer gefallen, an der Königstraße, unterhalb  des ca. 8500 Quadratmeter großen Grundstücks mit den Hausnummern 78 und 80, einen Parkplatz zu finden. Wenigstens das haben die Kö in Düsseldorf und die „Kö“ in Remscheid gemeinsam.

Vor drei Jahren hatte „Pro Objekt“, vertreten durch Wolf und Stefanie Neudahm (Vater und Tochter), das Gelände erworben, auf dem damals noch die leerstehenden Fabrikhallen einer ehemaligen Metallsägen- und Präzisionswerkzeugfabrik standen. Um dort drei neue Mehrfamilienhäuser errichten zu können, bedurfte es eines Bebauungsplans. Auf Kosten des Bauträgers. Wolf Neudahm gestern im Rückblick: „Die Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung und der Verwaltung war sehr gut, für eine Verwaltung sogar außergewöhnlich gut!“ Den Investoren kam das städtische „Handlungsprogramm Wohnen“ zugute, das der Rat der Stadt am 28. Juni 2012 mit Handlungsempfehlungen für den Remscheider Wohnungsmarkt für die nächsten zehn bis 15 Jahre beschlossen hatte. Zitat: „Mehr Innenentwicklung als Bauen auf der grünen Wiese. Remscheid wird die Entwicklung von Wohnbauflächen mit sehr guten Lagequalitäten und einer sehr guten Infrastrukturversorgung vorantreiben.“ Das Grundstück am Rande des Stadtparks mit weitem Blick aus den oberen Etagen der drei wuchtigen Häuser bis an den Rhein ist zweifelsfrei eine solche „gute Lage“.

Wolf Neudahms Dank galt gestern auch der Stadtsparkasse Remscheid, die den Vertrieb der  Vertrieb der 27 attraktiven Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Eigentumswohnungen, und den 21 Handwerksbetrieben, die an dem Neubauprojekt beteiligt sind. Für dessen Planung zeichnen die Wuppertaler Architekten Axel Blumberg du Martin Schürg verantwortlich zeichnen, gestern ebenfalls mit Lob bedacht.

Kein Richtfest ohne Richtspruch der Handwerker. Nach alter Tradition hätte es eigentlich ein Zimmermann sein müssen. Doch die neuen Häuser bekommen Flach- und keine Giebeldächer. Also sprang Maurerpolier Lutz Neumann (im Bild unten links)ein und sagte den Richtspruch auf, bevor er, wie es sich gehört, ein Schnapsglas austrank und dieses auf dem nackten Beton der Terrasse zerschmetterte. Es sei für manche Architekten schwierig geworden, gute Handwerker zu finden, erzählte Wolf Neudahm am Rande. „Wir haben zum Glück einen festen Stamm von Handwerksbetrieben, mit denen wir schon lange gut zusammenarbeiten!“

Die 27 Eigentumswohnungen mit Terrassen bzw. Balkonen haben Wohnflächen zwischen 75 und 150 Quadratmetern. PKW-Abstellmöglichkeiten gibt es in Form von Garagen, Tiefgaragen oder Außenstellplätzen. Das ermöglicht künftig also bequemes Parken vor Ort. Zur gehobenen Ausstattung der Häuser  gehören Personenaufzügen vom Keller bis zur Wohnebene, elektrische Rollläden, Fußbodenheizung und bodengleiche Duschen. Weiterhin sind Wasch- und Fahrradkeller vorgesehen. Und effizientes Heizen mit Luftwärme und Gas-Brennwert-Technik und dreifach verglaste Fenster mit automatischer Belüftung soll dem ökologischen Gedanken Rechnung tragen. Und was wird eine neue Eigentumswohnung an der Remscheider „Kö“ kosten? Der Quadratmeterpreis liegt zwischen 3.200 und 3.500 Euro – mit Fernsicht-Aufschlag für die großen Penthouse-Wohnungen.

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Kommentare

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Peter Strasmann am :

Es ist schon interessant, wenn man die Kommentare liest, weshalb angeblich Menschen für Ihre Arbeit aus- bzw. einpendeln. Vielleicht sollte man auch mal Aus- und Einpendler nach ihren Gründen befragen. Ich selber bin ein paar Jahre zur Arbeit nach Solingen gependelt. Der Grund war ganz einfach: zu dem Zeitpunkt wo ich einen neuen Job suchte, wurde der für mich interessante Job gerade halt in Solingen angeboten. Das war der einzige Grund und sicherlich keine Entscheidung gegen Remscheid oder für Solingen. Ob ich nun 8 km nach Solingen fahre oder einen Job habe der in Remscheid die gleiche oder größere Entfernung hat, wo ist da das Problem? Das ist dann auch der Grund, weshalb man nicht mal eben sein gewohntes Umfeld mit Freunden und Familie verlässt und halt pendelt.

Eija Tirkkonen am :

Es gibt eine kommunale Aufgabe, die Stadt bezüglich der Attraktivität konkurrenzfähig mit anderen Städten zu gestalten.Eine Stadt gerät schnell in eine Abwärtsspirale, wenn durch Schrumpfung die Steuereinnahmen einbrechen. Aus der Sicht eines Einzelnen ist die Entscheidung für oder gegen einen Umzug verständlich, aber die Stadtplanung sollte das Ziel nicht aus den Augen verlieren, mehr neue Einwohner und Firmen für die Stadt zu gewinnen. Dass dies so dürftig gelingt, behaupte ich, hat sehr wohl damit zu tun, dass der komplette beamtete Verwaltungsvorstand trotz oft jahrzente langer Tätigkeit in dieser Stadt, sich nicht für Remscheid als Wohnort entschieden hat. (Eine Ausnahme: Herr Neuhaus.) Wenn Sie, Herr Strasmann, nun in Solingen Ihre Arbeitsstelle gefunden haben, interessieren Sie sich eher für das Wohlergehen der Stadt Solingen oder doch für Ihre Heimatstadt Remscheid? Die Antwort liegt auf der Hand.

Lothar Kaiser am :

Frau Tirkkonen, der komplette beamtete Verwaltungsvorstand der Stadt habe sich nicht für Remscheid als Wohnort entschieden, meinen Sie (Ausnahme Thomas Neuhaus)?? Ich war mir bisher sicher, Stadtdirektor Sven Wiertz sei auch Remscheider Bürger! Stimmt das nicht?

Eija Tirkkonen am :

Wie konnte ich bloß Herrn Wiertz übersehen!

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