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4. Waldspaziergang der SPD war nicht der letzte

Pressemitteilung des SPD Ortsvereins Remscheid-Lennep

Gut besucht war bei anfangs „durchwachsenem Wetter“ der 4. Waldspaziergang des SPD-Ortsvereins Lennep. Ziel war Alt-Hackenberg, das nord-östliche Waldgebiet in Lennep. Zum Treffpunkt an der Hilda-Heinemann-Schule waren auch diesmal wieder mehr als 20 interessierte Bürger*innen gekommen, nicht nur Parteimitglieder. Alle Altersstrukturen waren vertreten, vom Schüler über Studenten bis zu den Senioren, so Jürgen Kucharczyk, Vorsitzender des Ortsvereins. Markus Wolff, Vorsitzender der Waldgenossenschaft, Forstverbandsleiter und Forstamtsleiter in Remscheid (TBR), erklärte den Teilnehmern an verschiedenen Stationen die Auswirkungen der jüngsten Herbststürme – und die auf den Baumbestand. Schwerpunktthema war der Sommer 2018 mit der in Remscheid seit 120 Jahren trockensten und längsten Hitzeperiode sowie der trockene Sommer dieses Jahres.

Viele Fragen wurden auf dem Weg durch den Wald gestellt: So fragte eine interessierte Teilnehmerin nach den Baumanpflanzungen der Zukunft. Ein Schüler wollte wissen, wie weit die Trockenheit im Boden vorangeschritten ist. Wolff: In den vergangenen Wochen regnete es viel; das reicht aber bei weitem nicht aus, um den gesunkenen Grundwasserspiegel zu kompensieren. Bis zu 1,80 Meter tief ist der Boden noch trocken, die Feuchtigkeit wurde bisher nur von der Oberfläche, dem Moos, den abgefallenen Blättern und Tannennadeln aufgesaugt. Damit wir die Feuchtigkeit (Wassergehalt) vom Frühjahr 2018 wieder im Boden erreichen, muss es ununterbrochen bis Februar 2020 regnen.

Brauchen wir in Remscheid Mammutbäume für die Zukunft? Markus Wolff: Welche Baumarten eine gute Lebenschancen bei veränderten klimatischen Bedingungen haben, kann heute noch nicht gesagt werden. Der Borkenkäfer entwickelt sein gesamtes Schädigungsmaß über ca. sieben Jahre. Nehmen wir das letzte Jahr als Grundlage für den Expansionsstart der Borkenkäfer in unseren Wäldern, dann werden wir erst im Jahr 2021 bis 2023 den Scheitelpunkt und das Gesamtausmaß des Befalls in unseren Wäldern erreicht haben.

Ein anderer Teilnehmer wollte wissen, warum wir nicht die stillgelegten Ackerflächen für sofortige Baumanpflanzungen nutzen. Wolff: Hier kann insbesondere der Mischwald greifen. Der Anbau von Monokulturen wie Mais möge für die Tierfuttergewinnung wichtig sein, der Anbau sei jedoch schädlich für die Bodenkultur, laugt die Böden aus. Das Allerwichtigste sind alte Wälder mit unterschiedlichen Baumbeständen, so ein Fazit der Exkursion. Neu aufzuforsten ist zwar auch wichtig. Aber bis ein junger Wald einen vergleichbaren Klimabeitrag leisten kann, vergehen 30 bis 50 Jahre. Am besten ist es, wenn der Mensch den Wald einfach in Ruhe lässt, damit der sich regenerieren kann. Aus Wald-Plantagen müssen wieder Wälder werden, betonte Markus Wolff.

„Wir werden die Erkenntnisse der letzten Waldspaziergänge in die Kommunalpolitik einfließen lassen und gemeinsam mit der Verwaltung versuchen, eine „Strategie Wald“ für Remscheid zu entwickeln“, so die stellv. Vorsitzende Sabine Krause-Janotta. In dem SPD-Ortsverein stehen auch die Wasserversorgung, der Zustand unserer Talsperren für Trinkwasser und der Hochwasserschutz seit Jahren auf der Agenda. Der Erhalt der Lenneper Panzersperre habe sich bei der aktuellen Wetterentwicklung gelohnt und sei ein wichtiger Teil der künftigen Talsperrenlandschaft in Remscheid, betonte Jürgen Kucharczyk. „Alle Beteiligten waren sich einig, dass weitere Exkursionen in den Lenneper Wald folgen werden!“

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Kommentare

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Markus Wolff am :

"Am besten ist es, wenn der Mensch den Wald einfach in Ruhe lässt, damit der sich regenerieren kann". Das ist sicher kein von mir so geäußertes Statement, weder bei zitierten SPD-Waldspaziergang, noch sonst wann. Vielleicht hat der Berichterstatter damit eher an einen bekannten Eifel-Förster, Bestseller-Autor und selbsternannten Baumversteher gedacht. Schade, ich dachte meine Botschaften wären den Teilnehmern anhand der unterschiedlichen Waldbilder und auch im Rahmen der gemeinsamen Abschlussdiskussion schlüssig und nachvollziehbar gewesen. Markus Wolff

Norbert Landen am :

Liebe Lenneper SPD, lasst den Wald einmal in Ruhe. Kümmern Sie sich bitte um die Probleme der Lenneper Bürger, da gibt es viel zu tun.

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