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Nettekoven: Mannschaftssport bleibt auf der Strecke

von Dr. Bernd Kuznik

„Kommerz olé! – Ehrenamt in der Krise?“ , Talkrunde des Kulturkreises Lüttringhausen gestern Abend im Lüttringhauser Rathaus.  Bei der Ankunft waren einige Besucher überrascht, dass das RS1-TV mit großer Mannschaft (drei Kameras) die Diskussion dokumentierte. Das Gespräch vor ca. 20 Gästen kam nach der Begrüßung durch Thorsten Greuling schnell in Gang, wobei das Ehrenamt in allen Sportarten im Fokus stand, nicht nur im Fußball: Denn die Sportvereine im Allgemeinen leiden unter einem Mangel an ehrenamtlichen Freiwilligen. Es geht dabei nicht direkt um  spezielles Trainerwissen, sondern um die Beaufsichtigung von Kinder- und Jugendgruppen.

Da ließ die Frage nach monetären Anreizen nicht lange auf sich warten. In den meisten Fällen ist das aber nicht das Problem. Die mangelhaften und über Jahre vernachlässigten Sportstätten seien das eigentliche Problem, hieß es. Wer spielt schon gerne auf einem Aschenplatz, wenn es woanders wesentlich bessere Trainingsbedingungen gibt? Die Ausstattung des Platzes, der Sportanlage und die hygienischen Bedingungen von Duschen und Toiletten sind heutzutage entscheidend. Fußballstadien und andere Sporteinrichtungen waren früher zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen. Die Vernachlässigung mancher Sportstätten führt dazu, dass wesentlich weitere Wege (zu anderen Trainingsstätten) gefahren werden müssen.

Peter Frymuth (DFB) machte den Vorschlag, alle Ehrenamtler im Sport sollten doch mal für vier Wochen die Arbeit einstellen. Vielleicht wache die Politik dann auf und realisiere, wie wichtig Sport für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sei. Gäbe es keine Sportvereine, müsse die Kinder- und Jugendarbeit wesentlich intensiviert werden, um eine sinnvolle Tagesgestaltung anbieten zu können. Die Kosten für die Unterstützung von Sportvereinen, Sportanlagen und Ehrenamtlern sei demgegenüber mit Sicherheit wesentlich geringer. Der MdL und Präsident des Ringerverbandes Nordrhein-Westfalen e.V., der Remscheider CDU-Fraktions- und Kreisvorsitzende Jens Peter Nettekoven brachte auch die wachsende Zahl von Fitness Anlagen („rund um die Uhr“) ins Gespräch. Mannschaftssport bleibe dabei auf der Strecke; jeder trainierte für sich.

Ein Zuhörer regte an, die Top-Fußballvereine an den Kosten der kleinen Vereine zu beteiligen. Frymuth wandte ein, dass von den großen Vereinen bereits Gelder zu den kleinen Vereinen flössen, auch für die Nachwuchsförderung. Von Gerd Kirchhoff (1. FC Klausen) kam der Hinweis, eine ehrenamtliche Tätigkeit sei für einen Selbständigen gleichbedeutend mit „Einkommensverlust aus Idealismus“. Wenn zum Beispiel ein Gespräch mit der Verwaltung für 14 Uhr angesetzt werde, könne ein Selbständiger mindestens drei Stunden Arbeitszeit „abschreiben“.

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