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Ökologische Waldumbaumaßnahmen sind anerkannt

Nicht erst seit gestern ist es um den deutschen Wald infolge des Klimawandels schlecht bestellt. Auch um den in Remscheid. Im Juli sprach Markus Wolff, Leiter des Geschäftsbereichs Grünflächen, Friedhöfe und Forstwirtschaft bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR), von notwendigen Ad-hoc-Maßnahmen. Das griff die Fraktion der Linken Anfang September auf: „Wie soll dem Klimawandel konkret begegnet werden?“ Die Linken zitierten damals Forstamtsleiter Markus Wolff aus der Presse mit den Worten: „Wir haben keine Zeit mehr. Wir dürfen nicht morgen oder übermorgen handeln – es muss ad hoc etwas passieren.“

Die Antwort der Verwaltung liegt nun zur Sitzung des Entwicklungsausschusses am 7. November vor. Demnach sind „alle Stadtbäume mehr oder weniger vom Klimawandel betroffen und leiden“. Dafür seien konkret Stürme, Dürre und Borkenkäfer verantwortlich. „Die Auswirkungen sind  z.T. drastisch bis hin zum Absterben der Bäume. 2018 wurden incl. der Waldbäume des betreuten Forstverbandes sowie des TBR-Stadtwaldes ca. 5.500 Waldbäume (ausschließlich Nadelholz) ... eingeschlagen.  Beträgt diese Zahl bis zum Stichtag 31. August bereits ca. 7.800 Bäume (Nadelholz) mit stark zunehmender Tendenz.“ Zum Vergleich wird auf die vom TBR-Betriebsausschuss 2015 beschlossene Forstinventur verwiesen, wonach im Forstverbands- und TBR-Stadtwald jährlich ca. 19.600 Festmeter (weit mehr als 20.000 Bäume) gefällt werden können. Die Verwaltung habe zwischenzeitlich ein umfangreiches Maßnahmenpaket vorgeschlagen, das mit der beabsichtigten Verabschiedung einer städtischen Nachhaltigkeitsstrategie, weiter konkretisiert werden solle. Darin enthalten sind u.a.

  • Standortoptimierungen durch Wurzelinjektionen und Düngung,
  • die Vergrößerung und Entsiegelung von Baumscheiben,
  • Baumbewässerung bereits vorzeitig bei der Stadtplanung berücksichtigen und Bewässerungstechnik und -maßnahmen beschaffen bzw. vorbereiten
  • Keine Pflanzungen auf absehbar problematischen Standorten
  • Neujustierung der Baumschutzsatzung vor dem Hintergrund einer möglichen Verschärfung der Sanktionen bei illegalen Baumpflegemaßnahmen bzw. Entfernungen sowie
  • eine Optimierung und Beschleunigung des Verfahrens bei Ersatzbaumpflanzungen.

Positiv wirke sich jetzt aus, dass in Remscheid „bereits vor mehr als zehn Jahren im Rahmen der beschlossenen ‚naturgemäßen Waldbewirtschaftung' mit ökologischen Waldumbaumaßnahmen hin zu mehr Mischung der Baumarten und vielfältiger Waldstrukturen begonnenen wurde. Diese gelte „anerkanntermaßen als  d i e  erfolgversprechende Waldstabilisierungsmaßnahme. Dafür sei die Stadt Remscheid im März im NRW-Landtag mit der Auszeichnung für vorbildliche Waldbewirtschaftung gewürdigt worden.

Weil Rehwild die ökologischen Umbaumaßnahmen gefährde, müssten die Schalenwildbestände reduziert werden, heißt es in der Verwaltungsvorlage weiter: „Es gilt der Grundsatz ‚Wald vor Wild‘, aktuell gefordert von den Naturschutzverbänden NABU und BUND sowie vom Gemeindewaldbesitzerverband NRW“.

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