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Akteure (1) im Gesamtkonzept Kulturelle Bildung

„Um ein nachhaltig wirkendes Konzept Kultureller Bildung entwickeln zu können, ist es unerlässlich, die Gegebenheiten unserer Stadt im kulturellen Bereich möglichst genau zu erfassen. Die Basis des Konzepts stellt eine umfassende Bestandsaufnahme dar, in der Orte, Institutionen, Akteurinnen und Akteure, Initiativen und Formate kultureller Bildung abgebildet werden. Auch beispielhafte Kooperationen und Netzwerke finden ihren Platz darin. Den Beteiligten der Steuergruppe "Kulturelle Bildung in Remscheid" aus den Fachbereichen Kultur, Schule, Jugendhilfe, Weiterbildung und Integration ist bewusst, dass die gewählten Kategorien eine Leitlinie darstellen und die Übergänge zwischen den Bereichen fließend sein können. Die Bestandsaufnahme wird perspektivisch weiter wachsen und sich verändern. (...)

Programme, Projekte, Initiativen und Vereine
im kommunalen Gesamtkonzept Kulturelle Bildung

Programm - KulturScouts: Dieses gemeinsame Programm der sechs Kreise und kreisfreien Städte in der Region bringt Kinder und Jugendliche an Orte, wo sie mit Kunst und Kultur in Berührung kommen. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I verlegen zweimal im Jahr das Klassenzimmer an einen Kulturort der Region.
25 solcher Orte bieten ein vielfältiges Programm, das auch an lehrplanrelevante Themen anknüpft. Ziel ist es, das Interesse an Kultur zu wecken bzw. die Scheu zu nehmen, den Horizont zu erweitern und grundlegende Kompetenzen zu erwerben. Das KulturScouts-Prinzip: Jede teilnehmende Schule (angesprochen vom Kulturmanagement der Stadt) kürt eine Lerngruppe zur KulturScouts-Klasse. Diese nimmt einmal pro Halbjahr ein Angebot aus dem Programm wahr. Die Teilnahme ist für die Schulen kostenlos (die Finanzierung trägt das Land NRW) und auch der Transport zum Kulturort wird übernommen. Nach dem Besuch berichten die Scouts von ihren Erlebnissen.
Zusätzlich gibt es Gelegenheiten, das Programm aktiv mitzugestalten. Im Rahmen eines jährlichen Forums der KulturScouts Bergisches Land sind die Schülerinnen und Schüler gefragt: Gemeinsam mit ihren Lehrkräften erhalten sie die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu reflektieren und Tipps für zukünftige Besuche zu entwickeln. Das Projekt startete im Schuljahr 2015/16 mit zwölf teilnehmenden Schulen der Region, 2017/18 waren es schon 30. Die Erweiterung auf 50 wird angestrebt.

Programm - Kulturrucksack: Im Jahr 2013 hat Remscheid erstmalig am Kulturrucksack teilgenommen. Ziel des landesweiten Programms ist es, Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und vierzehn vielfältige kostengünstige bis kostenlose kulturelle Angebote zu machen.
In Remscheid wird das Programm unter der Leitung der Musik- und Kunstschule – jedes Jahr unter einem anderen Motto – durchgeführt. So entstand in 2018 zum Thema „Zukunft“ im Medienbereich der „Welle gGmbH“ ein „Museum der Zukunft“. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen erarbeiteten unter medienpädagogischer Anleitung einige Exponate über Geschichte, Werkzeuge, Kunst und berühmte Persönlichkeiten. Dabei stammten die Ausstellungsstücke nicht aus der Vergangenheit, sondern aus der Zukunft und animierten die Teilnehmenden zu einem gesellschaftskritischen, manchmal utopischen aber auch mutigen und hoffnungsvollen Blick in die Zukunft. Weitere Angebote mit lokalen Akteuren – sowohl mit freien Künstlern als auch mit soziokulturellen Zentren – ermöglichten den Teilnehmenden einen spartenvielfältigen und barrierefreien Zugang zu kultureller und künstlerischer Bildung.

Programm - Kultur und Schule: Die Stadt Remscheid beteiligt sich auch an unterschiedlichen Programmen des Landes NRW, wie z.B. dem Landesprogramm Kultur und Schule. Seit dem Schuljahr 2006/07 finden regelmäßig mehrere Projekte an der Schnittstelle zwischen Schule und Kultureller Bildung statt. Die Projekte sind ein wichtiger Bestandteil zur Öffnung von Schule und ergänzen das schulische Lernen durch komplementäre und kontrastierende Elemente. Verwaltet und begleitet durch den Fachdienst Schule und Bildung konnten seit Bestehen des Programms über 100 Projekte in allen Schulformen und -stufen durchgeführt werden. Durch eine breite Auswahl an künstlerischen Sparten gelingt es seitdem, die Erfahrungswelt der Kinder und Jugendlichen zu erweitern und ihnen einen praktischen Zugang zu Kultureller Bildung zu ermöglichen.

Projekt – Die FerienKiste – Kinderstadt in Remscheid: Die Kinderstadt Remscheid ist ein pädagogisches Großspiel-Angebot, das sich jährlich in den Sommerferien für 200 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren mit und ohne Behinderung, mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte öffnet. Angeboten werden Aktionen im Bereich der sozialen, kulturellen und politischen Bildung in der Form, dass die Kinder in einer Schule ihre eigene Stadt betreiben, Berufe ausüben, politische Gremien bilden, Handel treiben und natürlich kulturell tätig sind. Sie drehen Filme, gestalten eine Zeitung, machen Musik, bezahlt wird in einer eigenen Währung. Unterstützt und inspiriert werden die Kinder von Fachleuten verschiedenster Bereiche.

Projekt - Interkulturelle Lesereise: Kooperationspartner dieses Projekts sind der Förderverein für Interkulturelle Erziehung, das Kommunale Integrationszentrum, die Deutsch-Indische Gesellschaft, „Die Lütteraten“, die Caritas, die Akademie der Kulturellen Bildung, der Jugendhilfe-Trägerverein „Die Schlawiner“ und das Katholische Bildungswerk. Hierbei werden nicht nur Lesungen mit interkulturellen Autor*innen angeboten, sondern zweimal im Jahr auch eine literarische Schreibwerkstatt, an der weiterführende Schulen teilnehmen können. Dabei geht es um die Förderung der Schreibfähigkeit, ebenso um die Steigerung der Motivation, sich trotz nicht perfekter Deutschkenntnisse der Herausforderung literarischen Schreibens zu stellen und um die Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Sponsoren ermöglichen die Durchführung der Schreibwerkstatt.

Projekt – Mitmach-Circus Jonny Casselly: Jedes Jahr in den Herbstferien gastiert der Kinder-Mitmach-Circus in Remscheid. 300 Kinder von sieben bis zwölf mit und ohne Behinderung studieren fünf Tage lang unter der professionellen Anleitung echter Zirkusartisten ein Programm ein, bestehend aus Jonglage, Seiltanz, Clownerie, Akrobatik etc., welches sie am sechsten Tag in einer großen Vorstellung präsentieren. Veranstalter ist die Stadt Remscheid in Kooperation mit dem Familiencircus Casselly, unterstützt von zahlreichen lokalen Initiativen, Vereinen und Firmen.

Projekt – RS united: Das RS-united-Festival veranstalten die Träger der Arbeitsgemeinschaft „Offene Kinder-und Jugendarbeit“ (AGOT e.V.) jedes Jahr im Rahmen des Remscheider Sommers. Die Festivalbesucher erwartet dann im Remscheider Stadtpark von 16 bis 22 Uhr ein breit gefächertes Bühnen- und Mitmachprogramm von und mit Jugendlichen für Jugendliche. Dies bedeutet, dass in alle Planungsphasen Besucher der Jugendeinrichtungen eingebunden werden, ebenso beteiligt sich der Jugendrat als fester Partner der AGOT e.V. an Planung und Durchführung. Als Schwerpunkt kann die Absage an Gewalt, Rassismus, Extremismus und Intoleranz benannt werden.

Projekt – Schulkinowochen NRW: Remscheider Schulen und das Cinestar-Kino nehmen an den Schulkinowochen teil. Dieses vom Ministerium für Schule und Bildung NRW sowie dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe initiierte Projekt bietet in 100 Kinos in NRW verschiedene Filmangebote mit der Möglichkeit zur persönlichen Begegnung mit Filmschaffenden, inklusiven Filmprojekten und einem Filmkritik-Wettbewerb.

Projekt – Vaillant-Nacht der Kultur und Kirchen: Vielfältig und kreativ präsentiert sich Remscheid traditionell in der Nacht vor dem Röntgen-Lauf. Gesponsert vom Traditionsunternehmen Vaillant zeigen mehr als 100 Kulturschaffende an 80 teils ungewöhnlichen Orten ihr Können in Bereichen der bildenden und darstellenden Kunst. Die Stadtwerke Remscheid und benachbarte Verkehrsbetriebe ermöglichen das Erreichen aller Programm-Orte in dieser Nacht kostenfrei.

Initiative – Grenzenlos kulturbewandert: Hinter dieser Initiative des Kommunalen Integrationszentrums, des Kommunalen Bildungszentrums, des Regionalen Bildungsbüros und der Kulturförderung der Stadt Remscheid verbirgt sich ein interkulturelles Netzwerk zur Förderung kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund. Diese zahlenmäßig große Gruppe Remscheider Bürger*innen ist im öffentlichen kulturellen Leben unterrepräsentiert. Um mögliche Ursachen dieses Missverhältnisses zu ergründen, wurden unter anderem Migrantenselbstorganisationen und –kulturvereine hinzugezogen. Diese kamen gemeinsam mit Vertreter*innen von Kultureinrichtungen zu dem Ergebnis, dass ein besseres gegenseitiges Verstehen von Bürger*innen mit und ohne Migrationshintergrund zu fruchtbarerer Zusammenarbeit mit bestehenden Kultureinrichtungen führen wird. Bei regelmäßigen Treffen der daraus entstandenen Gruppe werden regionale Kulturorte besucht und Kontakte mit städtischen Verantwortlichen zum Zwecke der Bildung einer Infrastruktur für die Umsetzung kulturübergreifender Kooperationen geknüpft.

Initiative – Knastkultur: In der JVA Lüttringhausen ist das Landesprojekt Knastkultur fester Bestandteil des Alltags der Gefangenen. Für sie gibt es Veranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen, aber sie können auch selbst als Musiker, Literaten und Schauspieler tätig werden. So wird ein besonderer Beitrag zur Resozialisierung geleistet.

Verein – Echt Kremig e.V.: Die Gründungsmitglieder dieses Vereins wandelten ein leerstehendes Ladenlokal im Stadtteil Kremenholl 2002 in eine Kinder- und Jugendwerkstatt um. Seitdem werden dort Angebote in den Bereichen Malen, Zeichnen, Werken, Tonarbeiten, Holzbearbeitung etc. gemacht, außerdem Spielangebote und der Kremenholler Adventskalender. Beim "Kremenholler Adventskalender“ gehen keine Türchen aus Papier auf, sondern gleich eine ganze Tür – die der Kinder- und Jugendwerkstatt „Echt Kremig“. In der Adventszeit werden dort täglich (außer Samstag und Sonntag) Jungen und Mädchen erwartet, die an dem vielseitigen Vorweihnachtsprogramm des Vereins teilnehmen (z.B. Weihnachplätzchen backen, Adventsgestecke basteln).

Verein – Die Lütteraten e.V.: Der Verein des Remscheider Stadtbezirks Lüttringhausen unterstützt unter anderem ehrenamtlich die Arbeit der Stadtteilbibliothek, unternimmt Vorlese- und Spiel-aktionen für Grundschulkinder, bietet Buchpatenschaften an, Ferienprogramme und vieles mehr. So leisten die Mitglieder unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung.

Verein – IG Hasenberg e.V.: Der Bürgerverein hat eine Stadtteil-Initiative gestartet, die unter anderem kulturelle Angebote macht, wie Konzerte und eine Fotowerkstatt, in der kompetente Bewohner*innen ihr Wissen an Interessierte weitergeben.

Vereine – Migrantenorganisationen: Aktuell gibt es etwa 36 Migrantenorganisationen aus den unterschiedlichsten Nationen in Remscheid. Einige der Organisationen führen kulturelle Veranstaltungen durch, z.B. Lesungen, Gospelchorkonzerte, Folkloretanz. Zu den besonders aktiven Vereinen gehören die Eritrean Community in Remscheid e.V., Human-Sufi culture and arts, Baha’i-Gemeinde Remscheid, Os Campinos de Remscheid e.V. oder die Frauengruppe EL ELE.

(Ausschnitte aus dem 30 Seiten umfassenden „Kommunale Gesamtkonzept Kulturelle Bildung“, das die Verwaltung dem Kulturausschuss zu seiner Sitzung am 29. Oktober vorgelegt hat.)

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