Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Knapp zwei Drittel der Dächer sind zu begrünen

Nach dem Brand Gemeinschaftsgrundschule Eisernstein im August 2012 fasste der Rat der Stadt den Beschluss, die Gemeinschaftsgrundschule und den dazugehörigen offenen Ganztagsbetrieb zusammen mit dem Leibnitz-Gymnasium im Schulzentrum Klausen  zusammenzuzufassen. Und am 13. Dezember 2016 folgte im Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 668 für das Gebiet „Am Schützenplatz“, da der alte Schulstandort nicht mehr benötigt werde. Dabei handelt es sich zum größten Teil um städtische Fläche, die sich als Allgemeines Wohngebiet eignen. Eine entsprechende Planung wird, auch in Fortführung des bestehenden Wohngebietes „An der Windmühle“, als städtebaulich sinnvoll und wünschenswert angesehen. So auch gestern in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr.

Zulässig sind in dem Neubaugebiet Wohngebäude, der Versorgung des Gebietes dienenden Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende Handwerksbetriebe sowie Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, ferner in Ausnahmefällen Betriebe des Beherbergungsgewerbes. Nicht zulässig sind Gartenbaubetriebe und Tankstellen.

Die Allgemeine Wohnbaufläche, die nicht mit Gebäuden, Stellplätzen, Terrassen, Zufahrten, Zuwegungen und den sonstigen zulässigen Nebenanlagen bebaut ist, ist zu begrünen, nicht zu versiegeln und muss gärtnerisch gestaltet werden. Die Anlage bzw. die Gestaltung dieser Flächen mit mineralischem Schüttgut jeglicher Art, bei der eine spärliche bis gar keine Bepflanzung vorgenommen wird, ist ausgeschlossen. Schotterschüttungen bei denen Steine insbesondere Schottersteine unterschiedlicher Größe und jegliches andere mineralische Schüttgut einen wesentlichen Anteil der Bodendeckung ausmachen und die Bepflanzung spärlich bis gar nicht vorhanden ist, gelten nicht als gärtnerische Gestaltung und werden im Bebauungsplan ausgeschlossen, ebenso solche aus Holz-, Rinden- und Kunststoffprodukten sowie Kunstrasen.

Pro angefangene 400 qm Grundstücksfläche ist jeweils ein Hochstamm (Baum) von mindestens 16 – 18 cm Stammumfang, gemessen in einem Meter Höhe, zu pflanzen und dauerhaft zu pflegen. Die Dachflächen der Hauptbaukörper, Garage, Carports und der Gemeinschaftsgaragen sind als extensive Gründächer auszubilden. Sie sind mindestens mit einem Anteil von 60 Prozent der Dachflächen - ausgenommen Flächen für technische Dachaufbauten - bei einer Substratschicht von mindestens acht Zentimetern mit Gräsern, bodendeckenden Gehölzen und Wildkräutern und Stauden zu bepflanzen und dauerhaft zu erhalten und fachgerecht zu pflegen. Ausnahmen für Anlagen zur Gewinnung von Solarenergie sind zulässig.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Lothar Kaiser am :

„Die Politiker sollten mehr für den Standort (Remscheid) trommeln, um Investoren für Neubauten und Instandsetzungen zu gewinnen“, heißt es heute im RGA-Kommentar von Axel Richter. Stattdessen unternähmen die Politiker in Lüttringhausen „ gerade das genaue Gegenteil. Junge Menschen, die die Stadt so dringend braucht, werden nach Strich und Faden gegängelt.“ Wie das? Weil der Das Neubaugebiet Eisernstein Öko-Wohngebiet werden solle. Samt vorgeschriebener Begrünung der Dächer und des Verbots von Schottergärten. Da fragt sich der Kommentator: „Welche Entwicklung nimmt eine Stadt, die ihren Einwohnern auf der einen Seite weniger Service zu bieten hat, ihnen auf der anderen Seite aber das Leben schwer macht?“ Und hat auch prompt die Antwort parat: „ Sie verliert ihre Bürger und damit ihre Zukunft.“ Na ja, man kann das auch ein wenig gelassener sehen, oder?

Peter Maar am :

Ich empfehle Herrn Richter die Lektüre der umfangreichen Stellungnahme des Bundesamtes für Naturschutz vom September diesen Jahres mit dem Titel "Dach- und Fassadenbegrünung - neue Lebensbereiche für Siedlungsbereiche" (nachzulesen im Internet). In dem Vorwort dieser Stellungnahme stellt die Präsidentin des Bundesamt u.a. fest: "Ein Weg, um die notwendige Anpassung der Stadtstrukturen an die Folgen des Klimawandels zu erreichen, ist die Anlage neuer, künstlicher Grünflächen auf den Dächern und die Begrünung von Fassaden. Viele Kommunen greifen diese seit vielen Jahren etablierte Möglichkeit auf und entwickeln Gründachstrategien, mit denen sie politische Rahmenbedingungen bzw. Voraussetzungen für eine bessere Grünausstattung schaffen. Die Städte erkennen die Vorteile von Gebäudebegrünung, wie z.B. zur positiven Beeinflussung des Lokalklimas oder zum Regenwasserrückhalt." In dem 2017 erschienen Weißbuch der Bundesregierung "Grün in der Stadt - für eine lebenswerte Zukunft" heißt es u.a.:" Bauwerke stellen ein erhebliches Potential für die Vernetzung urbanen Grüns dar. Der Bund setzt sich dafür ein, dass Bauwerke, u.a. Dachflächen, in den Städten und Gemeinden stärker begrünt werden". Ich begrüße es deshalb, dass die Stadt Remscheid nunmehr erstmals mit dem Bebauungsplan "Am Schützenplatz" in Lüttringhausen einen an den Belangen des Klima- und Umweltschutzes konsequent orientierten Weg im Rahmen der Bauleitplanung einschlägt. Ich bin überzeugt davon, dass die Stadt bei der Vermarktung der Baugrundstücke mit einer großen Nachfrage rechnen kann, gerade auch von jungen Familien, zumal ökologisch ausgerichtetes Bauen auch gefördert wird. Von einer "Gängelung junger Menschen", wie Herr Richter meint, kann folglich keine Rede sein. Mit ihrem Vorgehen verliert die Stadt auch keine Bürger und erst recht nicht die Zukunft. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Peter Maar (Mitglied im Naturschutzbeirat der Stadt Remscheid)

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!