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Geld reicht nur aus für die Sanierung der Fassade

Haus Cleff: Rückfall auf den harten Boden der Realität“, titelte der Waterbölles am 13. Juni. Im Kulturausschuss hatte sich herausgestellt, dass das vorhandene Geld für die Sanierung des in den Jahren 1778 und 1779 im Stil des bergischen Rokoko von den Gebrüdern Hilger erbauten Patrizierhauses „Haus Cleff“ bislang lediglich ausreicht, um die äußere Hülle des Hauses – bestehend aus vielen Holzbalken, diversen Holzarbeiten (an den Fenstern), Ziegeln und Schiefer – vom Mansardendach bis zum steinernen Sockel instand zu setzen. Mehr aber auch nicht.

Mit der äußere Restaurierung des Hauses wird jetzt begonnen. Ein Teil des Gebäudes ist bereits eingerüstet; die noch fehlenden Gerüste sollen in der kommenden Woche folgen. Ein  Bauzaun verhindert das Betreten der Baustelle durch Unbefugte. Mit Pressevertretern begaben sich der Düsseldorfer Architekt Bernhard Bramlage, anerkannter Fachmann für Denkmalsanierungen, und die städtische Architektin Anja Klein gestern auf das Gerüst, um sich die Die Ruine gegenüber von Haus Cleff. Dass die gelbe Ruine einem größeren Parkplatz im Wege ist, stört gewaltig. Foto: Lothar Kaiserverwitterten Holzteile der Fenster aus der Nähe anzusehen. Für die Sanierung des Denkmals stehen derzeit insgesamt 3.545.551 Euro  zur Verfügung:

  • Eingeplante Haushaltsmittel der Stadt Remscheid (Investitionsplan): 1.200.000 Euro
  • Wert der Instandhaltungsrückstellungen zum 31.12.2018: 1.715.551 Euro
  • Förderung aus dem Denkmalschutzsonderprogramm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages: 490.000 Euro
  • Fördergelder der Stiftung Deutsche Denkmalpflege: 120.000 Euro

Die Handwerkerarbeiten an der Fassade sollen in den nächsten Tagen ausgeschrieben werden; hier sind echte „Künstler“ gefragt. Spätestens in zwei Jahren will Architekt Bramlage das Haus von außen wiederhergestellt haben - – vom Dach, wo man beginnen will, bis zum Kellersockel, Parallel will sich die Stadt Remscheid um weitere Fördergelder bemühen, um den Innenausbau vorantreiben zu können. Hiermit bis Ende 2023 fertig zu sein, erscheint überaus ambitioniert und dürfte, wenn überhaupt, nur bei großzügigem Geldzufluss (auch mit Hilfe von Sponsoren?) und der baldigen Vorlage eines neuen Museumskonzeptes gelingen. Bleibt das erforderliche Geld aus, träfe der Satz von Volker Leitzbach, kulturpolitischer Sprecher der SPD, aus der Juni-Sitzung des Kulturausschusses zu: „Eine neue Fassade mit nichts dahinter!"

Bisher sind seit 2015 für vorbereitende Sanierungsuntersuchungen und Sicherungsmaßnahmen 383.505,07 Euro verausgabt worden. Auf Grundlage der aktuellen Kostenschätzung ergibt sich ein Gesamtaufwand in Höhe von 2.217.000 Euro (brutto) für die Sanierung der Gebäudehülle (erster Bauabschnitt). Auf dieser Grundlage wurde zwischenzeitlich ein Antrag auf Gewährung einer Landeszuwendung aus der Denkmalförderung gestellt, der folgende Maßnahmen umfasst:

  • statische Ertüchtigung der Außenwände und der flankierenden Bauteile innen
  • Austausch bzw. Ergänzung von nicht mehr tragfähigem Holzwerk und Fachwerkverbindungen, Ertüchtigung der Sparren und Pfetten der Dachkonstruktion;
  • Wiederherstellung der Auflager Decke / Außenwand;
  • Instandsetzung der Fassaden und der Dachhaut
  • Abbruch und Erneuerung der Schieferflächen unter Berücksichtigung des historischen Schieferbildes;
  • Abbruch und Erneuerung der Bedachungen und der alten Bleianschlüsse an den Übergängen zum Gesims, den
  • Restaurierung bzw. Rekonstruktion des Holzwerks Fassade
  • Restauratorische Bearbeitung der historischen Fensterelemente, Gesimse, Lisenen, Läden und Gauben;
  • Rekonstruktion von vier fehlenden Fensterelementen;
  • Anstrich des gesamten Holzwerks in den Außenwänden mittels Leinöl.

An dem gestrigen Ortstermin nahmen auch  Bezirksbürgermeister Otto Mähler, Karl Heinz Humpert, der Vorsitzende des Kulturausschusses, und natürlich auch Museumsleiter Dr. Andreas Walbrecht  teil.

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