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Viel Platz für Unternehmen im neuen Gewerbepark

Auf dem Keiper-Gelände an der Büchelstraße tut sich was: Wo von den 1920er Jahren bis 2017 Auto-Zulieferteile produziert wurden, ist ein Gewerbepark geplant, der sich zu einem attraktiven Standort für Produktion, Forschung, Dienstleistung, Kleingewerbe und Lagerkapazitäten entwickeln soll. Dafür bieten sich auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Grundstück drei Bürogebäuden, einer Bürovilla mit großem Garten (geeignet für Events, Ausstellungen oder als kreativer Standort für ein Start-up-Unternehmen), drei Produktions- und Lagerhallen sowie mehrere Nebengebäuden (Kesselhaus, IT-Bau, etc.) aus unterschiedlichen Baujahren (1920 bis 1965) mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 11.000 Quadratmetern an, verteilt auf 3.306 Quadratmeter Bürofläche,  6.640 Quadratmeter Hallenfläche (mit Kränen und z.T. mit Schwerlastböden für Maschinenanlagen) und 811 Quadratmeter Mischfläche (Büro/Werkstatt/Archiv). Die eingeschossigen Hallen sind großzügig dimensioniert und bieten Kleingewerbe wie Handwerksbetrieben, Werkstätten, Transport und Logistik ausreichend Platz sich zu entfalten (ab 200 Quadratmeter Mietfläche). Die Gestaltung von Einzel-, Kombi- und Großraumbüros ist möglich. Umlaufende Fensterreihen und Dachlichtkuppeln sorgen für lichtdurchflutete Innenräume.

„Wir haben Platz für Ihre Ideen“, betonten gestern betonten gestern auf einer Pressekonferenz vor Ort Tobias Eisenreich, Nobert Mang und Massimo Salmeri von der Putsch Immobilien GmbH. „Die Mietflächen können flexibel den Bedürfnissen des Nutzers angepasst und kurzfristig zur Verfügung gestellt werden!“ Für den größten Teil der Büroflächen fand sich bereits ein Mieter: Die Remscheider Vaillant Group. Der Heiz- und Klimatechnikspezialist begann bereits Ende 2018 sukzessive, Büroflächen anzumieten. In dem Großraumbüro, in dem gestern die Pressekonferenz stattfand, standen die PC-Bildschirme bereits auf den Tischen; es fehlten nur noch die Bürostühle.  In wenigen Tagen soll es losgehen. Ein rund 200-köpfiges interdisziplinäres Projektteam von Vaillant soll künftig vom Hasten aus die IT-Infrastruktur des Unternehmens ausbauen.

„Mit anderen Firmen sind wir in Gesprächen“, so Geschäftsführer Eisenreich. „Da sind wir sehr zuversichtlich!“ Schreinerei-Betriebe, Installateure, Fahrradwerkstätten, Seniorenhilfe, Paketversand, Mobilfunkladen, Ateliers – die Liste an Ideen, die sich im neuen Keiper-Gewerbepark verwirklichen lassen, lasse sich beliebig verlängern. Möglich wäre sogar die Ansiedlung eines industriellen Fertigungsbetriebes, wie der Technische Beigeordnete Peter Heinze bestätigte, der zusammen mit dem städtischen Wirtschaftsförderer Thomas Hildebrand-Effelberg an der Pressekonferenz teilnahm. Beide freuen sich über die Neubelebung des Areals. Denn freie Industrie- und Gewerbeflächen sind bekanntlich in Remscheid seit Jahren Mangelware.

An der Büchelstraße schaffte Firmengründer Fritz Keiper 1937 mit seinem „Patent-Keiper-Schlafsitzbeschlag" den Durchbruch: Dank der Nachrüst-Lösung ließ sich erstmals die Lehne eines Fahrzeugsitzes individuell einstellen. Mit dieser Erfindung wurde „Keiper“ der Inbegriff für standardisierte Sitzlehnen-Einstellung in Fahrzeugen. Die Keiper GmbH & Co. KG beschäftigte 2008 weltweit rund 6.150 Mitarbeiter an 19 Standorten in Nord- und Südamerika, Europa und Asien (auf Hasten bis zu 600). 2010 wurde Keiper dann eine Tochterfirma von Johnson Controls. Und 2015 folgte der nächste Besitzerwechsel, die Adient Metal Forming Technologies GmbH aus Solingen übernahm das Gelände auf Hasten, blieb dort aber nur bis 2017.

„Der historische Gründungscharakter der Firma Keiper bleibt ... erhalten, wird mit modernen Elementen ergänzt und durch zielgerichtete Umbaumaßnahmen zu einem zeitgemäßen und nutzerfreundlichen Gewerbepark entwickelt“, bewirbt die Putsch Immobilien GmbH aus Stuttgart ihr neues Projekt, für das es inzwischen auch eine eigene Internetseite gibt: https://www.keiper-gewerbepark.de/. Tobias Eisenreich: „Wir stehen bereit, in den Standort, in die Ideen und die Menschen, die dahinterstehen, zu investieren. Wir freuen uns auf alteingesessene ebenso wie auf neue Unternehmer/innen und Unternehmen, mit denen wir gemeinsam etwas aufbauen und erreichen können."

Befestigte Parkplätze hat der neue Gewerbepark übrigens ausreichender Anzahl zu bieten - ganz im Gegensatz zur Büchelstraße mit ihren zahlreichen Parkverbotszonen. Es gibt einen Außenparkplatz  mit 110 und ein Parkdeck  mit 60 Stellplätzen.

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Lothar Kaiser am :

Auch ein „Keiper-Urgestein“ nahm an der gestrigen Pressekonferenz teil: Hans-Jürgen Honecker. Er kam 1954 als 14-jähriger Lehrling zu Keiper. Und er verließ das Unternehmen 51 Jahre später als Betriebsleiter. Eine Lehrstelle zu bekommen sei damals nicht leicht gewesen, erzählte er den Journalisten. Denn 1954 seien auf einen Schlag zwei Jahrgänge ins Berufsleben entlassen wurden, weil man die neunte Klasse aufgegeben habe. Doch er habe Glück gehabt und sei einer der vier Schüler (von 72) gewesen, die bei Keiper eine Lehrstelle bekommen habe. Und das, obwohl er damals bei einer Länge von 1,64 Metern gerader mal 78 Pfund (!) gewogen habe. Drei Jahre später habe er dann 72 Kilogramm auf die Waage gebracht - „dank der guten Werksküche!“ In der Spitze habe Keiper in Deutschland, Ungarn, Brasilien, Mexiko und Polen rund 8000 Mitarbeiter gehabt, berichtete Hans-Jürgen Honecker weiter.

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