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"Wir sind EMA' auf fünf Faltblättern informativ dargestellt

Die einen setzen auf emotionale Werbung, andere auf sachliche Information. Öffentlichkeitsarbeit im weitesten Sinn ist beides, und beides ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Die einen betreiben sie offensiv, die anderen eher zurückhaltend. Das gilt für die drei bergischen Großstädte (offensiv Wuppertal und Solingen, defensiv Remscheid). Das gilt in wachsendem Maße aber auch für unser Bildungssystem, speziell für die weiterführenden Schulen, die Gymnasien und Gesamtschulen. Früher wurden Grundschüler zumeist auf die Schule geschickt, von der die Eltern im Freundes- oder Bekanntenkreis Positives gehört oder an der sie vielleicht sogar selbst gute Erfahrungen gemacht hatten. Darauf will sich heutzutage kaum noch eine Schule verlassen, sondern macht lieber gleich Werbung, besser: Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache. Zum Beispiel das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium am Friedrich-Ebert-Platz. FünfFaltblätter hat die Schule bislang herausgegeben, mit denen sie sich und ihre Stärken präsentiert.

„Wir sind EMA“ sind die pädagogischen Angebote überschrieben, „getragen durch eine engagierte Schulgemeinschaft, machen sie die EMA zu einer besonderen Schule mitten in Remscheid und zu einem Ort, an dem individuelles Lernen und Leben von Gemeinschaft Hand in Hand gehen “ und wo „alle Kinder und Jugendliche gemäß ihrer Talente begleitet, gefördert und gefordert“ (Zitat) werden. Das ist für das Lehrerkollegium erfolgreiches Lernen. Und dafür seien eine gute Atmosphäre und eine funktionierende Gemeinschaft unerlässlich. Und dafür sind wiederum soziale Kompetenzen unerlässlich. Die gilt es zu schulen: „Während in der Klasse 5 zunächst die Stärkung der Klassengemeinschaft und Konfliktlösungsstrategien im Mittelpunkt stehen, geht es in den Folgejahren unter anderem um Fragen des Umgangs mit digitalen Medien, Möglichkeiten der Gewalt- und Suchtprävention u.v.m. Eine weitere Säule der Lernzeit ist die individuelle Förderung - sowohl für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf in den Kernfächern als auch für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen.“

Die EMA war nach eigenen Angaben „vor vielen Jahren eine der ersten Schulen, die in allen Klassenräumen mit interaktiven Smartboards ausgestattet war. Im vergangenen Jahr kamen ein Selbstlernzentrum und mehrere Tablet-Klassensätze, die in jedem Fachunterricht eingesetzt werden können. Zur Vermittlung von Medienkompetenz gehöre auch die Schulung im Umgang mit digitalen Medien bei gleichzeitiger kritischer Auseinandersetzung mit Inhalten und Formen digitalen Konsums, heißt es in dem Flyer weiter.

Kinder der Klassen 5 und 6 haben Bereits seit mehr als zwanzig Jahren die Möglichkeit, Musikunterricht auf Streichinstrumenten zu erhalten (alternativ zum „normalen" Musikunterricht). Dabei unterrichtet eine Musiklehrerin der EMA gemeinsam mit einer Instrumentalpädagogin der Musik- und Kunstschule Remscheid im Team. Die Instrumente werden vom Förderverein der Schule gestellt. Nach dem Motto „spielend Musik lernen" im Rahmen des „normalen" zweistündigen Musikunterrichts pro Woche Instrumentalunterricht auf einem selbst ausgewählten Streichinstrument (Geige, Bratsche, Cello oder Kontrabass). Ihre Musiklehrer sind Jennifer Nipshagen (Instrumentalpädagogin der MKS) und Barbara Jansen. Sie unterrichten im Team. Die Kinder müssen keine musikalischen Vorerfahrungen (z.B. Notenkenntnis, Beherrschung eines Instrumentes etc.) mitbringen und sollten Anfänger auf dem zu lernenden Instrument sein. Erwartet wird jedoch die verbindliche Teilnahme an dieser Gruppe für zwei Jahre. In dieser Zeit können die Schüler/innen ihr Instrumente mit nach Hause nehmen. Für den Unterricht und die Miete der Instrumente zahlen sie ca. 28 Euro pro Monat.

Zum Üben zu Hause muss nicht mehr Zeit aufgewendet werden als für andere Hausaufgaben. In der Regel fällt es den Schülerinnen und Schülern bei diesem Unterrichtsmodell leicht, „am Ball zu bleiben", weil sich alle Streicher-Kinder den gleichen Herausforde­rungen stellen und sich gegenseitig motivieren. Die Kinder erfahren zudem, dass Musikmachen eine be­sondere Art des Kommunizierens ist. So wirkt sich diese Unterrichtsform sehr positiv auf das soziale Miteinander innerhalb der Klasse aus. Die Kinder lernen, aufeinander zu hören, und sie erkennen schnell, warum es sich lohnt, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Im Mittelpunkt der musikalischen Förderung stehen die Freude am Musikmachen, das Musikerlebnis in der Gemeinschaft und die Stärkung des Selbstwertgefühls. Die Schülerinnen und Schüler werden von den im Streicher-Unterricht erworbenen Kompetenzen im täglichen Unterricht- auch in anderen Fächern - profitieren. Das Konzentrationsvermögen wird verstärkt gefördert, außerdem wird die Feinmotorik geschult und somit die eigene Körperwahrnehmung verbessert. Durch die Auftritte in der Öffentlichkeit erfahren die Schülerinnen und Schüler eine Würdigung ihres eigenen musikalischen Tuns.

Auch sportliche Talente finden an der EMA umfangreiche Angebote. Im Rahmen von Sport-Modulen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 ihre motorischen Grundfertigkeiten schulen und zudem zahlreiche Sportarten kennenlernen und ausprobieren. Ein bis zwei Stunden zusätzlichen Sport am Nachmittag wird angeboten. So können die Schüler/innen beispielsweise Rudern, Kanu, Tennis, Golf oder Flagfootball testen. Außerschulische Lernorte und die Teilnahme an externen Sportveranstaltungen ergänzen das breite Sportangebot. Wer privat Leistungssport betreibt, kann beim Stundenplan mit Rücksicht auf Trainingszeiten (bspw. beim Schwimmfrühtraining) und Wettkampfterminen rechnen.

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 steht ein Differenzierungskurs an, um die sportlichen Fähigkeiten zu vertiefen. In der Oberstufe können die Schüler/innen dann einen Sportleistungskurs wählen. Ob Röntgenlauf oder 24-Stunden-Lauf, Stadt-, Bezirks- oder Landesmeisterschaften, Einbindung des Freizeitsports oder Unterstützung des Leistungssports – das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ist immer sportlich unterwegs. Zitat aus dem Flyer „Wir sind sportlich“: „Wir folgen dem Grundsatz, talentierten Sportlerinnen und Sportlern optimale Rahmenbedingungen zu bieten und Stundenpläne, Klassenarbeiten und weitere schulorganisatorische Angelegenheiten in Einklang mit dem Leistungssport zu bringen. Die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie unsere Lehrkräfte arbeiten stets gemeinsam daran, dass Leistungssport und schulische Leistungen Hand in Hand gehen.“

Für Kinder mit breit gefächerten Interessen, die Freude an entdeckendem Lernen haben, sei die „ProM-Klasse“ die richtige Wahl, so die EMA. In dieser Profil-Klasse werden im Fachunterricht Formen des selbstbestimmten Lernens und Freiarbeit besonders breit eingesetzt. Darüber hinaus steht dieser Klasse eine Stunde pro Woche für fächerübergreifende Projektarbeit zur Verfügung. Für Kinder, die in den Remscheider Montessori-Grundschulen Erfahrungen mit dieser Arbeitsweise sammeln konnten, dürfte dieses Angebot von besonderem Interesse sein. Die Montessori-Pädagogik basiert auf den Ideen der italienischen Reformpädagogin Maria Montessori (1870 -1952). Sie schreibt der Individualität des Kindes als „reichem Wesen" mit bemerkenswerten Fähigkeiten und Potenzialen eine hohe Bedeutung zu und geht davon aus, dass sich jedes Kind aus sich heraus entwickelt. Aus diesem Grund fordert Montessori, dass das Kind auch Hauptakteur seiner Lern- und Gestaltungsprozesse sein soll und es seinem eigenen Lernbedürfnis folgen darf. Pädagogen sollen dem Kind helfen, sich zu entwickeln und zu entfalten, indem sie ihm Raum für freie Entscheidungen geben und helfen, selbstständig zu denken und zu handeln. Der Imperativ - „Hilf mir, es selbst zu tun!"- formuliert den Grundsatz der Montessori-Pädagogik. Für dieses selbsttätige und entdeckende Lernen stellen die Lehrkräfte in einer „vorbereiteten Umgebung" die notwendigen Materialien bereit.

Kinder mit sprachlichen Begabungen finden ihre Heimat in den Klassen des bilingualen Zweigs, in dem – nach entsprechender Vorbereitung durch zusätzlichen Englischunterricht in den Klassen 5 und 6 – die Fächer Erdkunde (ab Klasse 7) und Geschichte (ab Klasse 8-) bilingual auf Deutsch und Englisch unterrichtet werden. Das ist neu im Angebotskatalog der EMA. Der Geschichts- und der Erdkunde-Unterricht werden überwiegend in Englisch erteilt. Allerdings kann es Unterrichtsphasen geben, die den Einsatz deutschsprachiger Unterrichtsmaterialien und auch Deutsch als Unterrichtssprache verlangen. So werden wichtige Begrifflichkeiten auch im Deutschen gesichert und, wenn es sich didaktisch anbietet, miteinander kontrastiert. In Geschichte wird z.B. der nationalsozialistische Begriff „Reichskristallnacht" dem englischen Terminus „Night of Broken Glass" gegenübergestellt und dadurch als Euphemismus der Nationalsozialisten entlarvt.

Englisch ist das Medium des Unterrichts, jedoch nicht primärer Lerngegenstand. Das fremdsprachliche Lernen erweitert über das Sachfach hinaus auch die sprachlichen Kompetenzen. Es soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, fachliche Sachverhalte in Lebensbereichen wie Wirtschaft, Kultur und Politik zu verstehen, zu verarbeiten und darzustellen. Das bereitet sie verstärkt auf das spätere Berufs- und Studienleben in einer sprachlich und kulturell vielfältigen Welt vor, in der flüssige Englischkenntnisse selbstverständlich sind. Entscheidend für die Leistungsbewertung ist die fachliche Leistung, nicht die fremdsprachliche.

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