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Es gibt viel zu tun – wenn's mit dem Geld stimmt

Verschiedene „Sofortmaßnahmen“ sollen die Trasse des Werkzeugs für Spaziergänger und Radfahrer attraktiver machen. Hierfür belaufen sich die Kosten auf ca. 74.000 €. Aber „Eine Gesamtfinanzierung aller Maßnahmen ist derzeit nicht gesichert. Die Darstellung der Finanzierung der Maßnahmen erfolgt in einem weiteren Schritt“, heißt es in der Mitteilung, die die Verwaltung vorgestern den Mitgliedern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid (BV) vorlegte, die im Neuen Lindenhof tagte. Es werde noch geprüft, ob die Mittel für „schöne Stadtteile“ aus dem Programm der BV herangezogen werden können. Die Optimierung des kombinierten Fuß-Radweges werde zu einer besseren Nutzung und Akzeptanz alternativer Fortbewegungsmittel beitragen und sei daher aus Klimaschutzgründen befürworten, ergänzte das Umweltamt die Vorlage, die Antwort auf eine Anfrage der SPD.

Die Trasse des Werkzeugs war als eine wichtige Ost-West-Verbindung für Fußgänger und Radfahrer im Zuge der Regionalen 2006 entstanden. Die Zweckbindungsfrist der erhaltenen Fördermittel läuft noch ca. zehn Jahre. Sämtliche Umplanungen und Änderungen bedürfen der Zustimmung des Fördergebers. Änderungen an der Trasse des Werkzeugs könnten deshalb unter Umständen das Urheberrecht tangieren. Bevor es zu Ausführungen kommt, bedarf es einer juristischen Prüfung. Das gilt insbesondere für die so genannten „Vulkane“ an der Trasse oberhalb der Alexanderstraße.  Für haben  sich für Radfahrer als Verkehrshindernis herausgestellt und mehrfach Stürze verursacht. De Verwaltung möchte sie deshalb gerne entfernen und die Fläche als Rad- / Gehweg wiederherstellen lassen. Veranschlagte Kosten: 40.000 Euro. Anstelle der Vulkane könnten Werkzeug-Symbole in den Asphalt eingeprägt werden, so  Christina Kutschaty, Leiterin des  Fachdienst Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung. Die vorhandenen Schablonen seien bereits an anderer Stelle der Werkzeugtrasse genutzt worden.

Die Reinigung der Trasse kostet die Stadt pro Jahr rund 41,000 Euro, ca. 30.000 € für die Grünpflege und ca. 11.000 € für die Reinigung. Eine Kleinkehrmaschine befährt die Trasse zweimal Monat. Die 16 Abfallbehälter werden einmal pro Woche geleert. Zweimal pro Jahr erfolgt zur Vermeidung von "Tunnelbildung" ein Rückschnitt der Pflanzen, die vom Trassenrand aus auf den Weg drängen (im Wesentlichen Brombeeren und Japanknöterich), ebenso oft wird das Bankett gemäht, viermal im Jahr die Freiflächen der Trasse. Hinzu kommen im Bedarfsfall Reparaturen Bänke und Papierkörbe. Für die Grün- und Gehölzbestände, insbesondere für den Baumbestand, bestehe Verkehrssicherungspflicht, betont die Verwaltung. Das verlange die Beseitigung abgestorbener, bruch- oder standsicherheitsgefährdeten Bäume. Interessant in diesem Zusammenhang die Information der Stadt, dass zur Regionale 2006 ein Pflegekonzept für die Werkzeugtrasse nicht gefördert und „mutmaßlich auch nicht erarbeitet“ worden sei. Die Pflege- und Unterhaltungsarbeiten finden sich alljährlich im Etat der Technischen Betriebe wieder: „Für die Unterhaltung der Bäume und der Grünflächen an der Werkzeugtrasse standen nach der Fertigstellung der Trasse keine weiteren zusätzlichen Mittel bereit. Dies erklärt die in den vergangenen Jahren aufgelaufenen Pflegerückstände (z.B. auch noch der heute fehlende Freischnitt der Aussichtspunkte)“, berichtete die Verwaltung in der BV-Sitzung.

Sofortmaßnahmen für den St. Nimmerleinstag?

Die Trasse des Werkzeugs war in diesem Jahr mehrfach Thema in der BV Alt-Remscheid und in Gesprächsrunden mit der Stadtspitze bzw.  mit Museumsleiter  Dr. Andreas Wallbrecht und Michael Schwertfeger, Vorsitzender des Förderkreises des Deutschen Werkzeugmuseums. Bezirksbürgermeister Otto Mähler erinnerte am Dienstag daran: „Wir waren auf einem guten Weg, Mittel aus der Heimatförderung in Anspruch zu nehmen um schnellstens Verbesserungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Hierzu hatte Dr. Wallbrecht Pläne erarbeitet, wie man auch durch Sponsoring der heimischen Industrie den Eingangsbereich zur Trasse / Hasten durch Werkzeuge gestalten könnte. Die Gelder aus der ‚Heimatförderung‘ sollten von Herrn Schwertfeger beantragt werden. Und?? Alles nichts, weshalb auch immer!!! vielleicht war dies nicht gewünscht?“

Fragen hatte Mähler auch zu den von der Verwaltung aufgezählten Sofortmaßnahmen: „Warum sind die Hastener Vereine nicht eingebunden Warum keine zeitlichen Angaben zu den einzelnen Maßnahmen? Ich fürchte, das wird alles bis zum St. Nimmerleinstag geschoben!“ (Christina Kutschaty: „Uns fehlt ein Objektplaner für den Radwegeausbau!“)

Für den 22.  Januar 2020, 16.30  – 17.30 Uhr, kündigte der Bezirksbürgermeister eine Bürgersprechstunde im Werkzeugmuseum an, um den Hastener Vereine, aber auch Bürger und Bürgerinnen Gelegenheit zu geben, Stellen der Trasse zu benennen, die verbessert werden müssten ( E-Mail otto.maehler@t-online.de">otto.maehler@t-online.de, Tel. RS 291800 bzw. 0160/96823113)

Zur den von Christina Kutschaty vorgestellten Sofortmaßnahmen gehören:

Die Instandsetzung von abgefahrenen Markierungen: Sechs Querungen sind zu erneuern; Zweitbedarf insgesamt ca. 48 Stunden, Kosten ca. 2.500 Euro. Allerdings könnten die als Markierung auf der Trasse an einigen Stellen vorhandenen Schriften (Hinweise) k nicht erneuert werden.

Installation einer Zaunanlage: Im Bereich des Spielplatzes an der Straße Bremen existiert eine 40 Meter lange Schutzplanke als Absturzsicherung für Fahrzeuge von der alten Ladestraße (der jetzigen Werkzeugtrasse) zur Straße Bremen. Das reiche jedoch für einen benutzungspflichtigen Rad- / Gehweg als Sicherung nicht aus. Fazit: „Vor der Schutzplanke muss ein 1,30 Meter hoher und 40 Meter langer Zaun errichtet werden. Die Kosten: ca. 4.500 Euro. Aus optischen Gründen soll der neue Zaun mit einer Rankpflanze bepflanzt werden.

Neues Fußgängersinnbild an der Schüttendelle: Die Verwaltung möchte dem Vorschlag folgen, an der Fußgängerampel Schüttendelle das vorhandene Sinnbild („Ampelmännchen“) durch ein Arntz-Piktogramm, besser passend zum Thema „Werkzeugtrasse“. Kosten: ca.2.500,- Euro. Das der vorhandenen ostdeutschen Ampelmännchen ließe sich an einer anderen Fußgänger-Ampel verwenden.  

Ersatz des reparaturbedürftigen Drain-Asphalts an der Stockder Straße: Die TBR schlagen die Entwässerung des Regenwassers über die Böschung vor. Kosten der Deckenerneuerung zwischen Stockder Straße und Taubenstraße: ca. 25.000 Euro.

Die Stadtplanerin nannte am Dienstag im Zusammenhang mit der Werkzeugtrasse diverse Planungsaufgaben auch verteilt auf verschiedene Streckenabschnitte:

Der Eingang zur Trasse auf Feld. Foto: Stadt Remscheid.Bereich Hasten:

  • Verbesserung der Eingangssituation gegenüber dem Richard-Lindenberg-Platz
  • Umnutzung / Inwertsetzung einer Handwerkerhalle (Hastener Str. Nr. 41a nahe des EDEKA-Parkplatzes
  • Kindgerechte Überplanung des Werkzeugspielplatzes
  • •lanung eines Gehweg / eines Rampe zur Bushaltestelle Stockder Untersuchung von Standorte für neue Solarleuchten
  • Prüfen.

Der Platz an der Fürberger Straße. Foto: Stadt Remscheid.Bereich Stockden:

  • Umgestaltung des Platzes (Aussicht) an der Fürberger Straße
  • Graffiti an erneuerter Betonwand ermöglichen

Bereich Kremenholl / Stachelhausen:

  • Umgestaltung des „Vulkan“-Platzes nach Klärung des Urheberrechts
  • Aufstellen von Bänken
  • Umgestaltung der Schmalkalder Straße (derzeit keine Spielstraße) im Rahmen der Realisierung des Berufskollegs
  • Standorte für Solarleuchten prüfen.

Die früheren Güterhallen in Schüttendelle. Foto: Stadt Remscheid.Bereich Vieringhausen

  • Ehemalige Schuppen und Waggons im Bereich Büchener Straße in
  • Wert setzen zwecks Gastronomie am Radweg
  • Umplanung des bisherigen, aber nicht mehr benötigten „grünen Klassenzimmer“ zu einem multifunktionalen Stadtraum
  • Standorte für Solarleuchten prüfen
  • Standorte für Solarleuchten prüfen.

 

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