Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

2020 kann es im Bürger-Service wieder eng werden

„Unvorhergesehene Ereignisse sind auch bei einer ausgereiften Organisationsstruktur und einem optimierten Personaleinsatz nicht auszuschließen, wobei im Bedarfsfall durch organisatorische Maßnahmen nachgesteuert werden soll.“ So endet eine ausführliche Stellungnahme der Verwaltung zu einer Anfrage der CDU bezüglich des Bürger-Service im Ämterhaus, die gestern auf der Tagesordnung der Ratssitzung stand. „Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist weiterhin erforderlich. Die ständige Prozessoptimierung ist auch im Rahmen der Digitalisierung ein wesentliches Handlungsinstrument.“ Allerdings räumte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ein, dass die angestrebte Digitalisierung von Arbeitsprozessen zunächst auch eine zusätzliche Belastung für die Mitarbeiter/innen des Bürgerservice sein könnte. Da müsse dann gegebenenfalls „personell nachgesteuert werden!“

Leider war der freiwilligen Mitarbeiter- Pool, den die Verwaltung im März 2018 intern beworben hatte mit den Angebot, so Überstunden machen zu können, nicht zustande gekommen, „weil das Interesse innerhalb der Verwaltung sehr gering war und die wenigen Interessenten das Anforderungsprofil für die Wahrnehmung der Aufgaben nicht erfüllten“. Allerdings fanden sich drei Mitarbeiterinnen des Bürger-Service, die während ihrer gegenwärtigen Elternzeit im Bedarfsfall  bis zum 30. November 2020 stundenweise einspringen werden. Gedacht ist ferner an den Einsatz von Auszubildenden im Bürger-Service gegen Ende ihrer Lehrzeit,

In Spitzenzeiten wird der „Personalpuffer“ jedoch  nicht ausreichen. Die Verwaltung weiß, dass „insbesondere in den Jahren 2020 und 2021 mit erhöhten Fallzahlen bezüglich der Beantragung von Ausweisdokumenten zu rechnen ist“. Zum einen, weil im Jahr 2010 ein neuer Personalausweis eingeführt wurde und kurz zuvor besonders viele kostengünstigere „alte Ausweise“ mit einer Gültigkeitsdauer von zehn Jahren ausgestellt worden waren. Und zum anderen weil die Kinderreisepässe künftig nur noch eine Gültigkeit von einem Jahr erhalten sollen, anstelle der bisherigen sechs Jahre, wie Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke erläuterte. Erschwerend kommt hin, dass Im September 2020 Kommunalwahl ist. Das werde „temporär erhebliche Personalkapazitäten im gesamten Fachdienst 3.32“ binden. Und zum 1. November 2020 kommt „eID-Karte“, die eine sichere Identifizierung im Internet ermöglichen soll. Ein Controlling soll im neuen Jahr dafür sorgen, dass „der intern definierte Qualitätsstandard für zumutbare Wartezeiten von zwei Wochen bei Melde- und Passangelegenheiten und drei Tagen bei Kfz-Zulassungen“ eingehalten wird.

Wer jetzt einen neuen Personalausweis benötige, könne ihn erst in 26 Tagen beantragen, hatte Mathias Heidtmann (CDFU) zu gestrigen Ratssitzung aktuell recherchiert. Und der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven war für den Fall eines verloren gegangenen Führerscheins gar auf eine Frist von 27 Tagen gekommen.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Stefan Holzhauer am :

Wenn eine Pleitestadt, um Kosten zu sparen, am unteren Ende der Personalleiter Personal wegrationalisiert, statt dort anzusetzen, wo man wirklich Geld sparen würde (in den oberen Besoldungsklassen oder bei reinen Prestigeprojekten), passiert so etwas. Es ist eine Frechheit gegenüber dem Bürger, der das alles über Steuern und Abgaben finanziert und damit meiner Ansicht nach auch ein Recht auf zügige Bearbeitung hat. Wenn das Personal in dieser Form nicht reicht, dann muss eben rechtzeitig neues eingestellt werden, das sollte trotz angeblichem Fachkräftemangel durchaus möglich sein. In anderen Städten werden zudem beispielsweise Pensionäre nochmal eingesetzt. Mit ein wenig Willen sollten Lösungen auch in Remscheid möglich sein. Aber es geht ja nur um die Bürger, die werden das schon schlucken ...

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!