Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Ehrenbürgerschaft für Beate Wilding und Fred Schulz

Im nichtöffentlichen Teil der gestrigen Ratssitzung hat der Rat der Stadt nach Informationen des Waterbölles mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen, der früheren Oberbürgermeisterin Beate Wilding (SPD) und ihrem Vorgänger Fred Schulz (CDU) in Würdigung ihrer besonderen Verdienste um das Wohl der Stadt Remscheid das Ehrenbürgerrecht das Ehrenbürgerrecht der Stadt Remscheid zu verleihen. Beide wurden noch am Abend von dem Beschluss in Kenntnis gesetzt und sollen sich überrascht und gerührt gezeigt haben. „Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft findet in einem Festakt statt, zu dem nach Terminfestsetzung eingeladen wird“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Remscheid.

Angesichts der Tatsache, dass der frühere Oberbürgermeister Reinhard Ulbrich (SPD) sich aus der (sport-)politischen Arbeit noch nicht zurückgezogen hat und  als Vorsitzender des Sportbundes Remscheid und in der von ihm gegründeten „Denkerschmette“ weiterhin rührig ist, war seine Ehrenbürgerschaft gestern (noch) kein Thema.

Nach 1946 hat der Rat der Stadt Remscheid bisher vier Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen. Es handelt sich hier um die Wiederverleihung des Ehrenbürgerrechts an Oberbürgermeister a. D. Dr. Walther Hartmann (1873-1964) im Jahre 1953. Am 16. Dezember 1995 wurde Alt-Oberbürgermeister Willi Hartkopf (1920-2004) das Ehrenbürgerrecht verliehen. Am 19. Juni 2000 beschloss der Rat der Stadt Remscheid die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Alt-Oberbürgermeister Peter Wolf (1923-2000). Zuletzt wurde das Ehrenbürgerrecht Staatsminister a. D. Gerd Ludwig Karl Ernst Lemmer aufgrund des Beschlusses des Rates der Stadt Remscheid vom 13. Dezember 2007 verliehen.

Zum Beschluss des Rates den beiden ehemaligen Oberbürgermeistern Fred Schulz und Beate Wilding die Ehrenbürgerrechte zu verleihen erklärt, Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD: „„Es erfüllt meine Fraktion und mich mit Stolz, dass unsere ehemalige Oberbürgermeisterin Beate Wilding diese Würdigung zu Teil wird. Ihr Einsatz für unsere Stadt, das Gespür für die Menschen hat ihr stets viele Sympathien entgegengebracht. Beate sprach mit den Menschen auf Augenhöhe und hatte stets ein offenes Ohr. Bei zahlreichen Gesprächen und Begegnungen durfte ich Beate erleben und begleiten. Hier habe ich selber nicht nur unglaublich viel gelernt, sondern auch direkt erlebt, wie sie auf unterschiedlichste Menschen zuging. Sie sprach die Menschen direkt an und überwand so manche Hürde. Nachdem sie erste Oberbürgermeisterin unserer Stadt war, wird sie nun auch erste Ehrenbürgerin in der Geschichte Remscheids. Das ist eine wunderbare Anerkennung für die vielen starken, und engagierten Frauen, die sich in unserer Stadt einbringen, Gewerkschaften vorstehen, Unternehmen lenken oder Behörden leiten.
Zugleich gratulieren wir Herrn Fred Schulz ganz herzlich zu dieser besonderen Würdigung. Meine Fraktion und ich schätzten die gute Zusammenarbeit während seiner Amtszeit. Für mich selbst war er der erste Oberbürgermeister, dem ich in meiner ersten Wahlperiode im Rat begegnen durfte, der mir daher natürlich in ganz besonderer Erinnerung ist.“

Oberbürgermeister a. D. Fred Schulz, geboren am 28. September 1956, wurde bei der erstmaligen direkten Wahl des Hauptverwaltungsbeamten der Stadt Remscheid am 12. September mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang zum Oberbürgermeister gewählt. In diesem Amt war er zugleich Mitglied diverser Aufsichtsgremien städtischer Gesellschaften und Beteiligungen. Während seiner Amtszeit legte er die Grundlagen für die Regionale 2006 im Bergischen Städtedreieck. Als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft entwickelt er mehrere Initiativen, um zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen und Schulabgänger in Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln. Diese Maßnahmen belegen zugleich das Bestreben nach einer engen Vernetzung zwischen Handwerk und Stadtgesellschaft.

Oberbürgermeisterin a. D. Beate Wilding wurde am 16. August 1956 geboren. Bei der Kommunalwahl 2004 wurde sie als erste Frau zur Oberbürgermeisterin gewählt. Dieses Amt übte sie vom 11. Oktober 2004 bis zum 22. Juni 2014 aus. Sie gründete den Förderverein Möhrchen e. V., um die Verpflegung von Remscheider Schülerinnen und Schülern mit einem Mittagessen sicherzustellen. Während ihrer Amtszeit wurde die Regionale 2006 mit den Projekten „Brückenpark Müngsten“ und „Hauptbahnhof Remscheid“ verwirklicht. Sie übernahm 2005 die Schirmherrschaft über die Aktion „Stolpersteine gegen das Vergessen“ und ermöglichte die Verlegung der Stolpersteine im Remscheider Stadtgebiet. Vor ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin war sie mit verschiedenen Funktionen innerhalb der Gewerkschaften hbv und ver.di sowie innerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes betraut.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Norbert Landen am :

Ihre Amtszeiten waren bestimmt nicht die besten für die Remscheider Bürger. Und dies alles wurde mal wieder hinter verschlossenen Türen abgehandelt. Das nenn ich wahre Demokratie auf Remscheider Art.

Klaus Mathies am :

Es ist schon erstaunlich, mit welcher – wie ich meine Dreistigkeit –der Paragraf 34 Abs. 1 der Gemeindeordnung von der Politik missbraucht beziehungsweise in Anspruch genommen wurde. Persönlich schätze ich sowohl Frau Wilding als auch Herrn Schulz. Sie haben die Verwaltung gut geführt und sozusagen ihren bezahlten Job erfüllt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Für was erhalten die Beiden nun die Ehrenbürgerschaft? Das erschließt sich mir nicht. Da stehe ich sicherlich nicht allein. Und an dieser Stelle muss dann auch gefragt werden, warum man Reinhard Ulbrich nicht berücksichtigt hat, der ebenfalls OB war und nach seiner Amtszeit noch sehr aktiv ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätig ist. Ein entsprechender Antrag lag nach meiner Information vor. Das, was jetzt im Rat beschlossen wurde, hat mehr als einen bitteren Beigeschmack. Hier scheinen Parteiinteressen im Vordergrund gestanden zu haben. Das schadet den Geehrten mehr, als es ihnen nützt.

Klaus R. Schmidt am :

Nein, Herr Mathies, Sie stehen mit Ihrer Meinung nicht allein. Im Gegenteil. Die gewählten Mitglieder unseres Stadtparlaments müssten seit der Bekanntgabe der Zweidrittelmehrheit dieses unsäglichen Beschlusses das ungläubige Staunen der Bürgerschaft sehr wohl inzwischen mitbekommen haben. Wenn jemand die Ehrenbürgerschaft der Stadt Remscheid verdient hat, dann ist es vorrangig Alt-OB Reinhard Ulbrich. Mich würde in diesem Zusammenhang einmal interessieren, von wem der Beschlußvorschlag überhaupt eingebracht wurde.

Gühne, Wieland am :

Die Parteispitzen handeln im sogenannten Ältestenrat in nichtöffentlicher Sitzung die vom Rat zu wählenden Kandidaten aus. Die Verwaltung erstellt die entsprechende Beschlussvorlage. Ich glaube nicht, dass in den letzten Jahren sich etwas an dem Ablauf zur Festlegung welche Person die Ehrenbürgerschaft der Stadt Remscheid "verdient" geändert hat. So war es während meiner politisch aktiven Zeit.

Harald Maier am :

Als aufmerksamer Leser muss man hier zu der Erkenntnis kommen, das die ehrenamtliche Tätigkeit von Ex OB Reinhard Ulbrich ein letztlich entscheidender Mangel war, der dazu geführt hat, Ihm die Ehrenbürgerschaft nicht zuzuerkennen. Anders kann ich die getroffene Entscheidung der Verwaltungsspitze nicht verstehen.

Chronist am :

Der Festakt zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Oberbürgermeister a. D. Fred Schulz und Oberbürgermeisterin a. D. Beate Wilding wird am Samstag, 14. März, um 11 Uhr im Teo Otto Theater stattfinden.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!