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Probephase für Jobcenter-Postfach endet im März

„Erhalten Kundinnen und Kunden im Jobcenter, in der Arbeitsagentur und an Stellen der städtischen Verwaltung eine Empfangsbestätigung, wenn sie die geforderten Dokumente einreichen und dort einbehalten werden?“, wollte die SPD-Fraktion von der Verwaltung wissen. Die Antworten liegen nun dem Sozialausschuss zur Sitzung am 7. Januar vor. Das Gros der Kundenkontakte findet demnach im Jobcenter und im Fachdienst Soziales und Wohnen statt.

Im Fachdienst Soziales und Wohnen ist eine Eingangsbestätigung  grundsätzlich nicht vorgesehen. Sofern in besonders gelagerten Fällen bei persönlicher Vorsprache Unterlagen eingereicht werden und der Kunde / die Kundin darauf besteht, eine Empfangsbestätigung zu erhalten, wird im Einzelfall eine Eingangsbestätigung ausgestellt. Aufgrund der Vielzahl der eingereichten Unterlagen und dem damit verbundenen Aufwand kommt aber eine generelle Eingangsbestätigung nicht in Betracht.

Im Jobcenter Remscheid erhielten Kundinnen und Kunden bis zur Jahresmitte 2018  in der Eingangszone grundsätzliche Eingangsstempel auf Kopien eingereichter Unterlagen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Ausstellung einer Eingangsbestätigung existiert nicht. „Da in der Eingangszone des Jobcenters jährlich über 50.000 Vorsprachen zu verzeichnen sind summierte sich der Zeitaufwand für das Stempeln der Unterlagen ganz erheblich. Das Abstempeln führte zu langen Wartezeiten für alle Kundinnen und Kunden. Deshalb erhalten Kundinnen und Kunden im Jobcenter Remscheid seit Sommer 2018 keine Bestätigung über eingereichte Unterlagen“, teilte die Verwaltung mit. „Insbesondere, wenn es in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit Nachweisen gab, stellt die zuständige Teamleitung dann den Nachweis ausnahmsweise aus.“

Seit der Einführung des Online-Angebots „Jobcenter digital“ könne der Zugang digital übersandter Unterlagen standardmäßig nachgewiesen werden. Mit dem neuen Verfahren habe die Kundenzufriedenheit eher zugenommen, und die Wartezeit habe sich deutlich reduziert, was zu einer entspannten Atmosphäre im Haus geführt habe.

„Durch die Einführung der elektronischen Akte haben sich die Postwege innerhalb des Hauses drastisch verkürzt. Es gibt grundsätzlich keine Papierakten mehr. (Fast) alle Poststücke, seien es in der Eingangszone abgegebene oder per Post zugesandte, verbleiben im Erdgeschoss, werden dort gesammelt, täglich in versiegelten Behältern an einen Scandienstleister übermittelt und stehen dann digital zur Verfügung. Das Suchen von Poststücken oder Akten gehört damit der Vergangenheit an“, teilt die Verwaltung weiter mit.

Zusätzlich hat das Jobcenter Remscheid im Sommer dieses Jahres die technischen oder organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Unterlagen auch digital vor Ort eingereicht werden können. Das geschah mit der Einführung von „jobcenter.digital“. Alle Kundinnen und Kunden erhalten in der Eingangszone auf Wunsch den Zugang zu diesem System. Über den gültigen und verifizierten Account können Weiterbewilligungsanträge und Veränderungsmitteilungen online eingereicht und Unterlagen hochgeladen werden. Seit November 2019 wird ein Postfachservice in Modell-Jobcentern erprobt. Diese Probephase soll Ende März 2020 abgeschlossen werden. Von den Ergebnissen wird abhängen, ob dieser Service auch im Jobcenter Remscheid angeboten werden kann.

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Chronist am :

Sozialdezernent Thomas Neuhaus sah gestern im Sozialausschuss keinen Grund zur Besorgnis: „Ein Problem mit dem Eingangsstempel im Remscheider Jobcenter ist mir nicht bekannt!“

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