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Planung beginnt 2020, aber auch als Kreisverkehr?

Sarah van Zütphen. Fotzo: Lothar Kaiser Auch der seit Jahren anstehende, aber immer wieder verschobene Ausbau der Kreuzung Eisernstein in Lüttringhausen war Thema beim traditionellen Kottenbutteressen des Heimatbundes Lüttringhausen am Samstag. Sarah van Zütphen (Foto) erinnerte die Gäste, darunter auch Baudezernent Peter Heinze, an die lange bzw. langwierige Geschichte des Projekts:

„1999 war ich ein Jahr alt. Die Kreuzung Eisernstein kannte ich noch nicht. Das änderte sich, langsam, aber sicher. Im RGA vom 8.1.20 wurde unser Bezirksbürgermeister auf die Themen angesprochen, die Lüttringhausen im Jahre 2020 bewegen. Er kam gleich auf den Kreisverkehr Eisernstein zu sprechen, und wenn er sagte, der müsse endlich umgesetzt werden, so findet er wohl nicht nur meine Zustimmung.

Schon 2002 hatte die Technische Hochschule Aachen auf Anfrage der BV Lüttringhausen nach einer Anregung des Heimatbundes den Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr befürwortet. Die BV Lüttringhausen hatte diesen Plänen dann einstimmig zugestimmt, und auch der städtische Fachbereich für Straßen favorisierte diese Lösung, da die Finanzierung ohne Belastung des städtischen Haushaltes gesichert war. Aber Remscheid wäre wohl nicht Remscheid, wenn es nicht diese innerstädtischen Rivalitäten gäbe. Und so flossen die bewilligten Gelder nach einem Beschluss des Bauausschusses nicht nach Lüttringhausen, sondern in die Finanzierung des Umbaus des Lenneper Bahnhofsvorplatzes. In den Folgejahren wurden durch den Heimatbund und die BV Lüttringhausen immer wieder neue Anläufe zur Realisierung des Projektes unternommen, doch es war vergeblich, und in der Finanzplanung der Stadt tauchte die Kreuzung Eisernstein immer unter der Rubrik ‚Spätere Jahre‘ auf.

Das ist jetzt viele Jahre her. Doch diese Vorgehensweise findet ihre Fortsetzung, denn in der Zwischenzeit sind und werden in Lennep für die Neugestaltung des Verkehrsknotens Trecknase und der Kreuzung Ring-/Rader Straße über zehn Millionen Euro ausgegeben.

Doch es gibt, so scheint es, Anlass zur Hoffnung. In der aktuellen Finanzplanung der Stadt Remscheid werden über das Investitionsprogramm aktuell für den Umbau der Kreuzung Eisernstein Mittel in einer Gesamthöhe von 1.625.700 Euro ausgewiesen. Darin enthalten ist eine Zuwendung des Landes in Höhe VON 850.000 EURO. Im Jahre 2019 standen bereits für erste Planungen 50.000 Euro zur Verfügung, und für dieses Jahr sieht die Investitionsplanung Aufwendungen in Höhe von 1.602.700 Euro für den Umbau vor. Auf Nachfrage des Heimatbundes teilte Baudezernent Heinze in der Oktober-Sitzung 2019 der Bezirksvertretung mit, dass auf Grund nicht ausreichender personeller Kapazitäten im Baudezernat keine Aussagen dazu gemacht werden könnten, wann mit dem Umbau begonnen werden könne. Andere Projekte seien vorrangig. Welche könnten das wohl sein?

Diese Feststellungen trafen auf den erheblichen Protest der Bezirksvertretung, und auch der Heimatbund hat hierfür keinerlei Verständnis. Über Jahre hinweg wurde die Nichtfinanzierbarkeit des Umbaus durch die Stadt als Begründung angeführt und jetzt, wo die Mittel im Haushaltsplan veranschlagt sind, müssen nicht ausreichende Personalkapazitäten für ein weiteres Hinausschieben herhalten. Allerdings war vor einigen Tagen zu erfahren, dass nunmehr ein externes Planungsbüro erste Planungsarbeiten durchführen soll. Hat das vielleicht damit zu tun, dass den Entscheidungsträgern im Rathaus bewusst geworden ist, dass in diesem Jahr die Kommunalwahlen anstehen?

Es wäre schön, wenn in diesem Zusammenhang die folgenden Fragen beantwortet werden könnten.

  • Wie sind die detailliert ausgearbeiteten Pläne von damals heute zu beurteilen?
  • Ist die im Investitionsprogramm der aktuellen Finanzplanung der Stadt Remscheid enthaltene Zuwendung des Landes in Höhe von 850000 Euro bereits beantragt? Falls nicht, warum nicht?
  • Können Sie gegebenenfalls nachvollziehen, dass der Eindruck entstehen kann, dass sich hinter dem Vorgehen der Stadt eine Taktik des Hinhaltens verbirgt?“

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Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Baudezernent Peter Heinze versicherten, dass in diesem Jahr mit der Planung des neuen Verkehrsknotenpunktes begonnen werde. Allerdings müssen die alten Planungen, so Heinze, vollständig neu bewertet werden. Denn die Standards, zum Beispiel die Lärm-Werke im Straßenverkehr, hätten sich verändert. Auch der Förderantrag müsse neu gestellt und bewilligt werden.
Dass statt einer Straßenkreuzung ein Kreisverkehr realisiert werde, wollte Heinze allerdings noch nicht fest zusagen. In den zurückliegenden Jahren habe sich womöglich auch etwas an den Eigentumsverhältnissen rund um die Kreuzung verändert...

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Peter Maar am :

Das städtebauliche Umfeld der Kreuzung Eisernstein, geprägt von Abstellplätzen für Gebrauchtwagenhändler und verwahlosten Grundstücken einschließlich ortsbildprägender Plakatwände, bietet insgesamt ein Bild der Trostlosigkeit. Mit einer Umgestaltung dieses Verkehrsknotens in einen ansprechenden Kreisverkehrsplatz alleine ist es damit nicht getan. Vielmehr ist die Stadt aufgerufen, an die Grundstückseigentümer heranzutreten mit dem Ziel, für dieses "Eingangstor" in den historischen Ortskern von Lüttringhausen eine städtebaulich ansprechende Bebauung zu planen.

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