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Fahrdienst zu den Friedhöfen ist nicht in Sicht

Die Fragen der SPD-Fraktion in der Sitzung des Seniorenbeirats vom 21. November – . Kann ein Fahrdienst für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen zu den Friedhöfen im Stadtgebiet eingerichtet bzw. angeboten werden? Ist ein Friedhofsmobil in Remscheid umsetzbar? – hat die Verwaltung jetzt zur Beiratssitzung am 23. Januar beantwortet, nachdem die Stadtwerke dazu Stellung genommen hatte.  Demnach ist es „aus Gründen der baulichen Gegebenheiten nicht möglich, die Friedhöfe im Stadtgebiet mit Bussen im Rahmen des ÖPNV anzudienen. Die Straßen, die dann zu befahren wären, sind nach aktuellem Stand nicht für den Busverkehr ausgelegt. Teils liegt es an dem Straßenquerschnitt in Verbindung mit der jeweiligen Verkehrssituation vor Ort oder fehlenden Wendeschleifen, teils an dem Ober- bzw. Unterbau der Straßen.“

Anfrufsammeltaxi- oder Taxibusverkehren seien für den Friedhof Papenberg schon einmal angeboten worden, so die Stadtwerke weiter. Aber: „Die Nachfrage tendierte ...damals gegen Null. Um für dieses Thema ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln, halten wir es für sinnvoll, diese Belange bei der anstehenden Fortschreibung des Nahverkehrsplans entsprechend zu berücksichtigen.“

Was den Betrieb eines Friedhofsmobils nach dem Beispiel von in Düsseldorf, das innerhalb einesFriedhofs Besucher zu den Gräbern und wieder zurück befördert, sehen sich die Stadtwerke Rem scheid „als Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs nicht in der Verantwortung“.

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Zu den weiteren, im Dezember von der SPD-Fraktion gestellten Fragen hat die Verwaltung inzwischen von den Verkehrsbetrieben der Stadtwerke Remscheid GmbH eine ausführliche Stellungnahme erhalten. Sie liegt dem Sozialausschuss sowie den beiden Beiräten (Senioren / Behinderte) vor. Zitat: „Die Remscheider Friedhöfe sind in einer fußläufiger Entfernung zwischen 250 Metern und 700 Metern mit dem ÖPNV erreichbar. Eine darüber hinausgehende gezielte Ausrichtung des Linienverkehrs auf die Belange von Friedhofsbesuchern würde in nahezu allen Fällen zu entsprechenden Ausweitungen der Linienwege und hiermit verbunden zu Fahrzeitverlängerungen führen, wovon wiederum alle Fahrgäste betroffen wären. Würden hierfür nur einzelne Fahrten ausgewählt, hätte dies jedoch nachteilige Auswirkungen auf den durchgehenden Takt der jeweiligen Linie. Dort, wo eine Linie in der Nähe eines der Remscheider Friedhöfe endet wie beispielsweise in Bliedinghausen, werden aktuell bereits Planungen angestellt, einzelne Fahrten dieser Linie bis zum Friedhof zu verlängern. Der Friedhof Papenberg ist aufgrund der örtlichen Straßenverhältnisse jedoch nicht mit Bussen anzufahren. Die Friedhöfe Reinshagen liegen im Bedienungsgebiet der Linie 654. Diese Linie wird mit Gelenkbussen bedient, welche aufgrund der Fahrgeometrie leider nicht bis zu den Friedhöfen geführt werden können. Der evangelische und der katholische Friedhof in Lüttringhausen werden mit einer Haltestelle in unmittelbarer Nähe durch den Bürgerbus montags bis freitags sechs- und an Samstagen fünfmal bedient. Darüber hinaus besteht seit 10. Oktober 2021 mit den neu eingerichteten Haltestellen Friedhofstraße und Ludwig-Steil-Platz auch eine ganztägig kontinuierliche Anbindung an das reguläre Linienbusnetz in einer Entfernung von etwa 250 bis 300 Metern. Kann zusätzlich zum Bürgerbus-Fahrplan von den Alten- und Seniorenheimen ein regelmäßiger monatlicher „Beförderungsdienst auf Anfrage" eingerichtet werden? Antwort: Grundsätzlich spricht nichts dagegen, für bestimmte Personenkreise und Fahrtzwecke einen "Beförderungsdienst auf Anfrage" einzurichten, wie es ihn ja prinzipiell bereits in Form von Behindertenfahrdiensten gibt. Ein derartiger Service steht zunächst jedoch in keinerlei Zusammenhang mit dem bestehenden Fahrplanangebot des Bürgerbus-Vereins. Das Angebot des Bürgerbusses ist eine Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs und richtet sich nicht an einzelne Personengruppen. Wer unter welchen Voraussetzungen und auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine solche Dienstleistung erbringen könnte, wäre sinnvollerweise nach Erarbeitung eines zumindest groben Konzepts zu klären. Die Stadtwerke Remscheid bieten gern an, hierzu ihre Fachkompetenz einzubringen.

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