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Die Zahl der Organspenden muss steigen

Pressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt

Heute stimmt der Deutsche Bundestag über die beiden Gesetzentwürfe zur Organspende namentlich ab. Es geht vor allem darum, die Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen. Denn in Deutschland ist die Zahl von Menschen, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind, gleichbleibend hoch. Leider verzeichnen wir aber trotzdem eine zu geringe Bereitschaft zur Organspende. Zwei Gesetzentwürfe stehen zur Abstimmung. Ich stimme für die doppelte Widerspruchslösung. Bei diesem die Menschen bewegenden Thema müssen Lösungsvorschläge gut begründet und abgewogen werden. Die beiden Gesetzentwürfe sind fraktionsübergreifend:

Eine Gruppe von Abgeordneten aus Union, SPD, FDP, Linken und Grünen vertritt die Auffassung, dass einer Organspende ausdrücklich zugestimmt werden sollte. Bürgerinnen und Bürger sollen hier regelmäßig befragt werden, etwa bei der Beantragung oder Abholung neuer Ausweispapiere. Eine andere Gruppe rund um Gesundheitsminister Jens Spahn und den stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Karl Lauterbach wirbt für die Lösung, dass einer Organspende im Vorfeld ausdrücklich widersprochen werden muss. Ich persönlich unterstütze diesen Vorschlag der Widerspruchslösung.

Der Nutzen für kranke Menschen ist enorm. Der Aufwand, widersprechen zu müssen, ist im Vergleich hierzu gering und moralisch zumutbar für diejenigen, die eine Organspende nicht möchten. Hingegen wäre eine regelmäßige Abfrage nach Spendenbereitschaft, wie sie der andere fraktionsübergreifende Antrag vorsieht, eine erhebliche Belastung für diejenigen, die sich mit solchen Fragen gar nicht befassen möchten, was auch ihr Recht ist. Auch das veranlasst mich, der Widerspruchslösung zuzustimmen. Organspende bleibt in jedem Fall freiwillig.

Ich persönlich respektiere die Auffassung vieler Menschen, über den Tod hinaus über ihren Leichnam verfügen zu wollen. Ich bin aber der Auffassung, dass weder mein lebender noch mein toter Körper im materiellen Sinne mir gehört und ich deshalb auch nicht darüber verfügen kann. Es wäre aus meiner Sicht verantwortungslos, die Entnahme von Organen nach dem Tod zu verweigern, wenn dadurch Leid gelindert und Leben gerettet werden kann. Ich hoffe, dass allein durch die öffentliche Diskussion viele Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass die Bereitschaft zur Organspende wichtig ist und Leben rettet.

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Kommentare

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Fabian Knott am :

Zur heutigen Abstimmung im Deutschen Bundestag über die beiden Gesetzentwürfe zur Organspende erklärt der Kreisvorsitzende der Jungen Union Remscheid, Fabian Knott: „Die zurückliegende Debatte hat dieses wichtige Thema und die Frage, wie wir es schaffen, dass es mehr Organspenden in Deutschland gibt, in den Mittelpunkt gestellt. Es war eine intensive und respektvolle Debatte. Dafür sind wir als Junge Union Remscheid sehr dankbar. In Deutschland warten viele tausende Menschen auf ein passendes Spenderorgan, jedoch gab es 2019 nur 2995 gespendete Organe von 932 Spendern. Ich hätte mir gewünscht, dass sich der Deutsche Bundestag mehrheitlich für die sogenannte Doppelte Widerspruchslösung ausspricht. Dies ist auch Beschlusslage der Jungen Union Deutschland, die ich auf dem Deutschlandtag 2018 in Kiel unterstützt habe. Dennoch führt die heute beschlossene Zustimmungslösung zu mehr Aufklärung und dazu, dass jeder Einzelne sich regelmäßig mit seiner persönlichen Haltung zur Organspende beschäftigen muss. Und das ist ein wichtiges Signal! Dennoch bleibt die Debatte über die Organspende weiterhin wichtig!“

Richard Wagner am :

Gut das die Herren Spahn, Hardt, Lauterbach und Co. die heutige Abstimmung ziemlich eindeutig verloren haben. Es wäre das Einfallstor zum Prinzip "Schweigen gilt als Zustimmung" geworden. Zitat: "Ich bin aber der Auffassung, dass weder mein lebender noch mein toter Körper im materiellen Sinne mir gehört und ich deshalb auch nicht darüber verfügen kann." Hat der Herr MdB das wirklich so geschrieben? Kurze Frage: Wenn nicht mir, wem dann?

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