Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Bus per App und ein Pendelbus Bahnhof – Rathaus?

In einigen deutschen Städten und Regionen kommen so genannte „On-Demand-Busverkehre“ (z. B. Duisburg und Krefeld) zum Einsatz. Fahrgäste können über eine Smartphone-App einen Kleinbus bestellen, der sie und weitere Fahrgäste zum gewünschten Zielort bringt. So kann man in Krefeld per App ein E-Fahrzeug rufen und bezahlt anschließend mit Kreditkarte. In Duisburg wird ein Kleinbus auf Abruf eingesetzt und ist eine Alternative zu den Linienbussen, die gerade in den Abendstunden oder auf bestimmten Routen nur spärlich besetzt sind.

In Remscheid gibt es seit 2004 das vom Land NRW geförderte Bürgerbusprojekt. Die Stadtwerke Remscheid hatten zuvor in einigen Randbezirken den Linienbusverkehr wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Ziel des Bürgerbus-Vereins ist es, gerade älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie unmotorisierten Menschen in den abgelegenen Außenbereichen die Möglichkeit zu eröffnen, mobiler zu werden. Auch in Wermelskirchen besteht ein Bürgerbusverein, der im öffentlichen Personennahverkehr eine feststehende Linie von der Innenstadt in einzelne Hofschaften betreibt.

„Eine zusätzliche Alternative zu den Bürgerbussen wäre der ‚Bus auf Bestellung, meint nun die Remscheider SPD. Denn: „Große Busse können Wohngebiete nicht bis in die letzte Straße erschließen. Gelenkbusse sind häufig fast leer, da die letzten Haltestellen – gemessen an den über 100 Plätzen im Bus – nur geringe Nachfrage haben.“ Daher würde ein Konzept, die Wohngebiete durch Kleinbusse zu erschließen, die ganz einfach per App gerufen werden, eine mögliche Alternative sein: „Sie kommen zum passenden Zeitpunkt zur nächsten Straßenecke. Die Kleinbusse fahren so, dass möglichst viele Fahrtwünsche gebündelt werden. Innerhalb des Stadtteils – oder vielleicht auch bis in den Nachbar-Stadtteil – und somit direkt zum Ziel. Bei der Diskussion über ein mögliches Konzept „Bus auf Bestellung“ sollte in Remscheid aber auch ein barrierefreies Angebot über eine telefonische Hotline bedacht werden, denn häufig haben ältere Nutzerinnen und Nutzer kein Smartphone oder kämen mit der Bedienung der App nicht zurecht.

Für die Sitzungen des Entwicklungs- und des Hauptausschusses hat die SPD die Verwaltung um Antwort auf folgende Fragen gebeten:

  • Wie bewertet die Verwaltung das Thema Bus auf Bestellung via Smartphone-App?
  • Welche Fördermittel des Landes werden Kommunen für die Umsetzung dieses Projekts durch das Land bereitgestellt und wie sind die Förderbedingungen?
  • Gibt es bereits erste Gespräche und Planungen mit den Stadtwerken, dass Fahrgäste individuell Busse bestellen?
  • Wäre eine Umsetzung des Konzepts in Remscheid auch mit einem Angebot einer Bestellung über eine telefonische Hotline denkbar?

In der Sitzung des Entwicklungsausschusses am vergangenen Donnerstag wurde das noch um die Frage nach einem Pendelbus zwischen Bahnhof und Rathaus ergänzt, der ohne festen Fahrplan fahren sollte.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Stefan Holzhauer am :

Erstens: Es gibt nicht nur Gelenkbusse. Man kann abends und am Wochenende auf wenig frequentierten Strecken auch einfach kleinere Busse einsetzen. Zweitens: Das Problem ist eher die völlig unattraktive Taktung des ÖPNV in Remscheid abends und am Wochenende. Die dürfte für mehr leere Busse sorgen als abgelegene Straßen; wenn man nicht selten eine Stunde in der Kälte herumstehen muss, bis der nächste Bus kommt, dürfte das die Akzeptanz nicht eben erhöhen, ebenso wenig den Willen, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen, wie es sinnvoll wäre. Den Bürger dazu zu bewegen auf den ÖPNV umzusteigen gibt es nicht umsonst. Das Geld, das sonst in die Unterstützung des Autoverkehrs fließt muss eben mindestens in Teilen in den ÖPNV umgeleitet werden. Denkbar wäre es sicher auch, Unternehmen stärker zur Finanzierung des ÖPNV heranzuziehen, die profitieren schließlich in erster Line davon, dass Arbeitnehmer zu ihrer Arbeitsstelle kommen. Wobei letzteres zugegebenermaßen eher ein Job für die Bundespolitik wäre. In letzter Zeit sehe ich bei Politikern immer mehr den Trend, statt Probleme zu lösen, einfach mal eine App herauszubringen. Das Problem ist dann zwar immer noch nicht gelöst, aber man kann medienwirksam zumindest behaupten, man hätte etwas getan.

Felix Staratschek am :

Die App ändert nichts an den hohen Fahrpreisen und daran, dass ein Großteil der Busfahrgäste das gar nicht nutzen kann. Ein Auto dass auf 100 km 10 Liter verbraucht, erzeugt variable Kosten von 15 Euro bei einem Spritpreis von 1,5 Euro. Dumm nur, dass sowohl sehr viele Autos weniger verbrauchen und der Sprit meist günstiger ist. In einem Auto mit diesem Verbrauch können bis zu 9 Leute mitfahren, auf Tagestickets maximal 5. Die Strecke Remscheid - Köln und zurück ist etwa 100 km lang und kostet zum VRS-Tarif, stand 1.1.19, für Hin- und Rückfahrt 16,4 Euro für eine Person. Ein Tagesticket für 5 Personen - die passen fastr in jedes Auto - kostet 27,10 Euro. Wenn man den ÖPNV besser auslasten will undf vor allem auch mehr Gelegenheitsfahrgäste haben will, muss man die Traife abschaffen und den ÖPNV voll aus Steuern und Abgaben bezahlen. Der Solidaritätszuschlag wäre das ideale Finanzierungsinstrument, der bringt 6 Mrd. Euro mehr ein, als Verkehrsbetriebe durch Fahrkarten verdienen. Aber auch bei den Fahrkarten wird vor allem der Schülerverkehr schon von Steuiergeldern bezahlt. Würde man das Geld weiter für den ÖPNV aufwenden wären weiterer Miliarden für Verbesserungen da. Hinzu kommen die Einsparungen bei Verkehrsbetrieben, keine Automaten, Kartendrucker, Tarifberatungen, Bürokratie, Fahrzeitverluste bei Bus und Straßenbahn sowei die Kosten der Schwarzfahrerverfolgung. Hinzu kämen die gesellschaftlichen Gewinne, dass alle am Lebern teilhaben können, dass es sich auch loihnt, kleinere Jobs anzunehmen, wenn die per ÖPNV erreichbar sind, dass die Innenstädte belebt werden, die Straßen entlastet werden, dass man besser erreichbar wird oder seltener als Privattaxi agieren muss, da andere die Fahrpreise sparen wollen. Hinzu kommt, dass E-Autos noch niedrigere Verbrauchskosten haben und der ÖPNV mit den heutigen Tarifen kollabieren wird. Da sollten die Verkehrsbetriebe naufhören, sich mit einer App zu veräppeln und von der Politik einen Rahmen fordern, der den Fahrpreisfreien ÖPNV möglich macht. So umgesetzt, wie hier geschrieben, würde davon keiner was im Portemonaie merken, außer dass die Ausgaben für Fahrkarten und Sprit und Parkgebühren entfallen, wen man den ÖPNV nutzt. Was die Kapaziotäten angeht, alle Standartbusse können duirch Bushänger tagsüber 50% mehr Fahrgäste befördern und die S 7 in Doppeltraktion fahren, ohne dass dafür mehr Personal oder Fahrten nötig wären. Aber auch für mehr Fahrten wären ja mehrere Milliarden da nach meinem Konzept.

Matthias Bioly am :

Die Achse Bahnhof-Markt-Ebertplatz-Alleecenter (Rathaus) wird nahezu von allen SR-Linien bedient...was soll also die Forderung nach einem zusätzlichen Pendelbus auf dieser Verbindung?

Harald Sylwester am :

We kommen eigentlich ältere Herrschaften zum Papenberger Friedhof, gab es da nicht auch mal eine Busverbindung? Hier "Fahrdienst zu den Friedhöfen ist nicht in Sicht - https://bit.ly/30JhKEJ " wurde gesagt, dass die Nachfrage damals nicht hoch genug war, na ja.....wer's glaubt. Ich glaube, dass es viele ältere Menschen gibt, die im inneren sehr traurig sind, da sie keine Möglichkeit zu finden, das Grab der Ahnen zu pflegen, oder gar zu besuchen. Schade, wie alles sich nicht zum positiven ändert. Es gibt heutzutage eben andere, wichtigere Dinge, um die sich gekümmert wird.

stefan holzhauer am :

Es heißt immer ein ticketloser ÖPNV sei nicht finanzierbar. Die Verkehrsbetriebe in Deutschland nehmen im Jahr ca. 13 Milliarden Euro mit Tickets ein (Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/oeffentlicher-nahverkehr-kostenlos-101.html). Geld auf das die Betreiber (Städte) angeblich nicht verzichten können. Durch den Solidaritätszuschlag (quasi eine zweckgerichtete Steuer, ein Sonderweg, weil Steuern eigentlich nicht zweckgerichtet eingesetzt werden dürfen) werden im Jahr laut Bund der Steuerzahler ca. 20 Milliarden Euro eingenommen. Je nachdem wen man fragt ist das auch mal mehr. Ich halte die Zahlen des BdS für seriös. Man könnte also einfach den Soli umwidmen, um den ticketlosen ÖPNV zu realisieren und sogar noch zusätzlich 7 Milliarden Euro für den Ausbau zu haben (was den charmanten Nebeneffekt hätte, dass Besserverdiener mehr bezahlen, während Geringverdiener entlastet werden). Damit fielen aber auch jede Menge Personalkosten für Manager bei Verkehrsverbünden, Kontrolleure, Fahrkartenautomaten, Tarifberater et al weg, die Kosten der Betreiber würden sich also zusätzlich auch noch deutlich verringern. Die Politik müsste das nur wollen. Ich würde das mit Kusshand zahlen.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!