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Naturschützer wollen ihr Vorgehen koordinieren

Zwischen Eichholz und der Straße Buchholzen in Bergisch Born sollen Gewerbe- und Industriebetriebe angesiedelt werden. Bei einem Spaziergang haben die Remscheider Naturschutzverbände am Freitag rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger, darunter Mark vom Hofe, Vorsitzender des Rheinisch-Bergischen Naturschutzvereins, über die Planungen für ein neues interkommunales Gewerbegebiet im so genannten Gleisdreieck im Grenzbereich der Regierungsbezirke Remscheid/Rheinisch-Bergischer Kreis/Oberbergischer Kreis informiert – angrenzend an das auf Remscheider Stadtgebiet bestehende Gewerbegebiet.

Die Umweltverbände und -vereine sehen diese Planung kritisch. Die Naturschützer messen dem Vorhaben große ökologische Auswirkungen zu, wie Gabriele Lipka (Naturschutzbeirat Remscheid) und Moritz Schulze (Naturschutzbund Deutschland) schon in ihrer Einladung betont hatten: „In den vergangenen 25 Jahren wurde der Bereich vielfältig beobachtet, und die Ergebnisse wurden dokumentiert. Wie auch die im Regionalplan aufgeführten Gewerbeflächen Blume und Erdbeerfelder liegt dieser Bereich in einem Quellgebiet (Eifgen), an einer Wasserscheide und wirkt als Pufferzone zum angrenzenden Naturschutzgebiet, ist wertvolles Ackerland und Biotopvernetzungsgebiet. Alle Bereiche sind aus naturschutzfachlicher Sicht nicht ausgleichbar.“ Auf den Äckern, aus denen Gewerbegebiet werden sollen, seien Kiebitze, Regenpfeifer, Feldlerchen und Feldsperlinge beobachtet worden, berichtete am Freitag Hubert Benzheim vom Bund für Umwelt und Naturschutz.

Remscheid mangelt es an unbebauten Gewerbeflächen, die Stadt befindet sich im „Flächennotstand“. Es gibt also gute Gründe, der Industrie Raum zu geben. Aber die Naturschützer sorgen sich um den Gewässerschutz. Denn das Quellgebiet des Bergisch Borner Bachs gehört zum Wassereinzugsgebiet des Eifgenbaches. In vier Wochen ist ein weiteres Treffen angesagt, um eine die Natur schützende Vorgehensweise zu vereinbaren.

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Kommentare

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Richard Kranz am :

Nein, es sollen KEINE Industrie- und Gewerbebetriebe im "Gleisdreieck" angesiedelt werden! Schon der "Opener" dieses Beitrages gibt nur die Absicht einiger weniger "Stadtentwickler" wieder, keine Mehrheitsmeinung und schon gar keinen Beschluß, ist also sachlich falsch ! Es wurde lediglich das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes an diesem Ort eingeleitet, ERGEBNISOFFEN ! Die Wortwahl "Gewerbegebiet" ist kein Präjudiz! Tatsächlich sollen Gewerbebetriebe ruiniert werden, oder sind landwirtschaftliche Betriebe keine Gewerbebetriebe? Diesen "Bauern" sollen Betriebsflächen weggenommen werden, an dieser Stelle zugespitzt : "Lebensmittelproduzenten werden nicht benötigt." Nein, es gibt keinen "Regierungsbezirk Remscheid usw."; es handelt sich um die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf, eine planungsrechtlich spannende Gemengelage. Es fehlt der Hinweis auf die DREI benachbarten Naturschutzgebiete, nämlich außer NSG "Eifgenquellen" die NSG "Dörpebach" und "Töckelhauser Bach", und auf den für diese NSG bedeutsamen Biotopverbund, der durch die weitere Zersiedelung an diesem Ort zerstört würde. Und NEIN, Remscheid hat keinen "Flächennotstand" ! Remscheid hat zu viele Bodenspekulanten und viel zu viele Pkw-Abstellflächen. Man muß sich nur einmal anschauen, wie das Verhältnis zwischen den eigentlichen Produktionsstätten und den zuzuordnenden Pkw-Abstellflächen aussieht, und sich dann die Frage stellen, was man denn will : ECHTE Produktionsbetriebe oder bloß unproduktive Parkplätze ?

Gabriele Lipka am :

Im Namen der Remscheider Naturschutzverbände lade ich herzlich zum monatlichen Spaziergang ein für Sonntag, 13. September, 11 Uhr. Treffpunkt ist wieder der Parkplatz an den Tennishallen in Bergisch Born, Bornbacher Straße. Der Straßenverkehr im Bereich Bergisch Born wird schon jetzt für die Bürger als sehr belastend beklagt. Die Planung der B51n ist in höhere Priorität gelangt. Ein möglicher Verlauf soll aber noch neu geplant werden. Aus den Reihen der Spaziergänger kam der dringende Wunsch , dieses Thema näher zu beleuchten. Stephan Jasper wird Ansätze eines möglichen Mobilitätskonzeptes vorstellen. Der Spaziergang soll diesmal, geführt von Hubert Benzheim, in Bereiche der möglichen B51n führen. Seit dem 23.7.2020 besteht die Volksinitiative Artenvielfalt NRW. Am Treffpunkt werden Unterschriftslisten ausliegen, es werden 66.000 Unterschriften benötigt, damit der Landtag sich mit dem Anliege beschäftigt. Informieren Sie sich und geben Sie Ihre Unterschrift. Natur- und Lebensraum darf nicht weiter versiegelt werden. Zeigen Sie durch Ihre Teilnahme, dass auch Sie ein Umdenken wünschen!

Gabriele Lipka, RBN; Moritz Schulze, NABU; Hubert Benzheim, BUND am :

Wie geplant sollen die Spaziergänge jeden 2.Sonntag im Monat fortgeführt werden. Auch die in Remscheid leider hohen Infektionszahlen der Corona Pandemie gestatten die Spaziergänge. Bitte halten Sie sich an die bekannten Auflagen (Abstandhalten von 1 1/2m oder Maskenpflicht). Bleiben Sie zu Hause wenn Sie Erkältungssymptome haben. Im Namen der Remscheider Naturschutzverbände laden wir herzlich zum monatlichen Spaziergang ein für Sonntag, 11. Oktober, um 11.00 Uhr. Treffpunkt: Der Parkplatz an den Tennishallen in Bergisch Born, Bornbacher Straße. Den Spaziergang führt Hubert Benzheim. Die Verwaltung hat versichert, keine weiteren Gutachten in Auftrag zu geben, bis das Artenschutzgutachten (wahrscheinlich Mitte Oktober) vorliegt. Die bisherigen Erkenntnisse (z.B. Rotmilan-Nester), werden sicher schon jetzt in die sicher schon laufenden Ankaufsverhandlungen berücksichtigt.

Gabriele Lipka am :

Liebe naturverbundene Mitmenschen, der Spaziergang am 8. November im Planungsgebiet des Interkommunalen Planungsgebietes Bergisch Born iast abgesagt. Wir wollen die bekannten Auflagen, die der Gesetzgeber vorschreibt, um die Corona-Pandemie einzudämmen, einhalten. Wir wollen auf keinen Fall mit den Spaziergängen der Touristen in der Remscheider Innenstadt letzten Monat verwechselt werden. Die Akteure der Remscheider Naturschutzverbände laden Menschen aus Remscheid, dem Rheinisch Bergischen Kreis, dem Oberbergischen Kreis zu diesen Spaziergänden ein: Die Bodenversiegelung muss gestoppt werden. Die Ackerhochfäche dient dem Erhalt des Trinkwassers durch die bergischen Gesteinsschichten. Die Flächen werden gebraucht, um die familiäre bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten. Die Artenvielfalt muss erhalten und entwickelt werden. Das Artenschutzgutachten wurde bislang nicht freigegeben vorliegt. Planungsichernde Ankaufsverhandlungen sind offenbar noch nicht zum Abschluss gekommen. Die Verkehrsplanung muss zukunftsweisend neu entwickelt werden sowie weitere elf Gutachten in Auftrag gegeben werden. Wir werden klären unter welchen Bedingungen der Spaziergang am 13. Dezember stattfinden kann. Dank an die 20 - 40 Bürger, die an den Sonntagen dabei gewesen sind und weiterführende Informationen und gute Gespräche am Rande geführt haben. Bleiben Sie gesund!

Lothar Kaiser am :

Eigentlich hätte das neue Artenschutzgutachtens für ein interkommunales Gewerbegebiet Gleisdreieck Bergisch Born gestern Abend von der Verwaltung und dem Gutachter in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep mündlich erläutert werden sollen, doch daraus wurde nichts (Erkrankung). Aber vielleicht hat die Stadt das Gutachten ja schon auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Der Waterbölles hat nachgefragt. An anderer Stelle wurde der BV Lennep gestern zum Gutachten schriftlich mitgeteilt: "Die Umsetzung des Gewerbegebiets ist aus Sicht des Artenschutzes weiterhin möglich. Die notwendigen vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen zur Vermeidung und Minderung der Gefährdung von betroffenen Arten werden ebenso wie die kompensatorischen Maßnahmen im Gutachten dargestellt."

Gabriele Lipka, Moritz Schulze, Hubert Benzheim am :

Liebe naturverbundene Mitmenschen, der für Sonntag, 13. Dezember, geplante Spaziergang wird hiermit abgesagt, um unseren Betrag zu leisten , die Pandemie einzudämmen. Im neuen Jahr sollen die Treffen jeden 2. Sonntag im Monat fortgeführt werden. Das Artenschutzgutachten ist abgeschlossen. Der Gutachter sieht keine Hinderungsgründe für die Entwicklung eines Gewerbegebietes in diesem Bereich. Die Verwaltung wird erst weitere Schritte einleiten, wenn die Ankaufsgespräche der notwendigen Flächen erfolgreich waren. Das Gutachten ist auf der Homepage der Stadt als PDF-Datei verfügbar. Der Gutachter wird sein Produkt digital am 16. Dezember in der BV Lennep und wahrscheinlich im Januar oder Februar im Naturschutzbeirat vorstellen. Natur- und Lebensraum darf nicht weiter versiegelt werden. Machen Sie deutlich, dass auch Sie ein Umdenken wünschen! Gabriele Lipka, RBN - Moritz Schulze, NABU - Hubert Benzheim, BUND

Gabriele Lipka, Moritz Schulze, Hubert Benzheim am :

Das Artenschutzgutachten wurde in der Bezirksvertretung Lennep heftig kritisiert. Es weist aus Sicht des Naturschutzes erhebliche Mängel auf. Die Bauverwaltung der Stadt wurde schon darüber informiert. Am 18. Januar wird das Gutachten dem Naturschutzbeirat vorgestellt werden. Eine ganzheitliche Betrachtung der Auswirkungen des Planungsbereichs fehlt bislang. Das ordentliche Verfahren ist bislang noch nicht eröffnet worden. Angeregt wurde die Gründung oder der Anschluss an eine bestehende Genossenschaft, ähnlich der Remscheider Waldgenossenschaft und einer Bio-Bodengenossenschaft in Ostdeutschland. Der Grundstücksankauf zum Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft vor Ort würde den Bereich langfristig sichern. Natur- und Lebensraum darf nicht weiter versiegelt werden. Machen Sie den Ortspolitikern deutlich, dass auch Sie ein Umdenken wünschen! Der für heute geplante Spaziergang im Gleisdreieck musste aufgrund der Corona-Auflagen abgesagt werden. Gabriele Lipka, RBN - Moritz Schulze, NABU - Hubert Benzheim, BUND

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