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Tagesbetreuung „Dröppelminna“ hat Testphase bestanden

Janina Liedtke (links) und Margarethe Szyszka sorgen im Sana-Klinikum Remscheid für die Tagesbetreuung „Dröppelminna“. (Stefan Mülders | Sana-Klinikum Remscheid):Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Malen, Singen und Spielen gehört nicht nur in den Berufsalltag von Erziehern. Auch am Sana-Klinikum Remscheid können seit Dezember vergangenen Jahres Patienten von derartigen Beschäftigungsmöglichkeiten profitieren. Da begann die Pilotphase für die „Dröppelminna“, die Tagesbetreuung für Patienten mit kognitiven Einschränkungen, also mit Gedächtnisproblemen und Orientierungsschwierigkeiten. Margarethe Szyszka sorgt aktuell für das täglich vierstündige Angebot für stationäre Patienten des Klinikums. Die Pflegefachkraft und zertifizierte Therapeutin (motorisch-alltagspraktisch-kognitiv-sozial) – MAKS ist  eine spezielle Qualifikation für den Umgang mit demenziell erkrankten Menschen –, widmet sich liebevoll ihrer Aufgabe und den Patienten.

„Menschen mit kognitiven Einschränkungen können je nach Fortschritt ihrer Erkrankung vor allem über den emotionalen Zugang erreicht werden“, erklärt Szyszka. „Das funktioniert sehr gut über Maßnahmen, die auf Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugend zurückgreifen, zum Beispiel Musik. Aber auch über das Malen können diese Werte angeregt werden und dabei entstehen richtig schöne Kunstwerke.“ Auch mit Gesellschaftsspielen oder gemeinschaftlichen Aktivitäten können die Patienten begeistert werden. Für die Tagesbetreuung wurde ein Zimmer umgestaltet und unter anderem mit an die Vergangenheit erinnernde Möbel ausgestattet, die eigens dafür an das Klinikum und damit an das Projekt gespendet wurden. Für die tägliche Arbeit stehen spezielle Spiele zur Verfügung, die in ihrer Machart den Einschränkungen der Patienten gerecht werden. Seit kurzem kommt einmal wöchentlich auch Therapiehund „Mikk“ vorbei, der bei den Patienten für große Freude sorgt.

Unterstützt wird Margarethe Szyszka von Janina Liedtke, Pflegefachkraft, Praxisanleiterin und zertifizierte Demenzlotsin. „Ich habe mich schon sehr früh in meiner Berufslaufbahn für das Thema Demenz interessiert und vor einigen Jahren zusammen mit einer Kollegin die Fortbildung in Berlin gemacht“, erzählt sie. „Wir konnten dann auch erste Maßnahmen für die betroffenen Patienten hier im Haus umsetzen. Wichtig ist im Umgang mit Menschen mit Demenz, Verständnis für ihr Verhalten zu zeigen und wo immer möglich stärker auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen.“

Genau das ist mit der neuen Tagesbetreuung „Dröppelminna“ nun noch besser möglich. „Die Patienten verlassen für kurze Zeit den Stationsalltag, bekommen etwas Anderes zu sehen als ihr Bett und ihr Krankenzimmer“, sagt Pflegedirektorin Jasmin Shmalia, die das Projekt mit viel „Herzblut“ initiiert und realisiert hat. „Der Begriff Dröppelminna wurde durch die Arbeitsgruppe Demenz und die ehrenamtlich mit betreuenden Grünen Damen als Symbol für die Tagesbetreuung gewählt, weil sie eine Art Wahrzeichen der Bergischen Region ist und den älteren Patienten damit auch ein Heimatgefühl und schöne Erinnerungen verbinden.“ Mit diesem Gefühl und der Gemeinsamkeit – auch bei der Einnahme von Mahlzeiten – kann der Heilungsprozess allgemein gefördert und damit verkürzt werden. In Zukunft sollen die Öffnungszeiten noch weiter ausgedehnt werden.

„Die Anzahl älterer Menschen, die bei uns behandelt werden, nimmt seit Jahren stetig zu“, erklärt Geschäftsführerin Svenja Ehlers. „Dementsprechend steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Stationsalltag betreuen müssen. Es ist ein hervorragendes Projekt und das Engagement der Mitarbeiter ist vorbildlich. Wir freuen uns, dass wir im Sana-Klinikum Remscheid ein solches ergänzende Angebot für die stationären Patienten anbieten können.“

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