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Doppelt so viele Stromer binnen eines Jahres

Workshop zur E-Mobilität gestern in der Hauptverwaltung der Stadtwerke Remscheid. Foto: Lothar Kaiser

Ladesäulen für E-Autos nach neuem Konzept“, titelte der Waterbölles am Dienstag, 3. Dezember 2019. Dafür hat die Stadt auf der Grundlage der „Förderrichtlinie Elektromobilität“ im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 80.000 Euro eingeworben. Die notwendigen Eigenanteil in Höhe von max. 20.000 Euro übernimmt die EWR GmbH. Ziel des neuen Lade-Infrastrukturkonzepts für Elektrofahrzeuge und Pedelecs für das Stadtgebiet Remscheid ist die Senkung des CO2-Ausstoßes sowie der NOX- und Feinstaubemissionen im Straßenverkehr. Beraten lassen sich Stadt und EWR bei dem Konzept von dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen und Brasse Consulting. Zur Beteiligungsphase des Projektes gehörte gestern ein Workshop in der Verwaltung der Stadtwerke Remscheid. Dazu hatten die Stadt und die EWR als Projektpartner Mandatsträger, Vertreter von Unternehmen und Institutionen sowie Vertreter von Marketingräten/Interessensgemeinschaften eingeladen. Von Dr. Claudia Brasse („energieschub“) ließen  sich diese über den aktuellen Verfahrensstand und die Trends der Elektromobilität informieren. Dabei war auch ihre „Schwarmintelligenz“ ( so Monikas Meves vom Fachdienst Umwelt der Stadt) gefordert, bezogen auf geeignete Standorte für Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und Pedelecs vor Ort. Denn es hat sich gezeigt, dass viele E-Autos von den Besitzern nicht nur nachts in der eigenen Garage aufgeladen werden, sondern, sofern möglich, auch auf dem Parkplatz ihres Arbeitgebers oder dem eines Discounters.   Mike Giera,  EWR-Leiter des Geschäftsbereichs Netze: „In  steigendem Maße werden Unternehmen Ladesäulen auf betriebseigenen Grundstücken vorhalten müssen, um Dienstfahrzeuge elektrisch betreiben zu können und auch Mitarbeitenden das Aufladen Privatwagens zu ermöglichen!“  Gira  ist sich sicher: „An der E-Mobilität geht kein Weg vorbei; das ist ein unstrittiges Faktum!“ Und darauf werde sich die EWR als Netzbetreiber und Stromanbieter einstellen müssen. Es gebe bereits erste Nachfragen von Supermärkten und Unternehmen nach Ladestationen. „Wir brauchen Standorte, die mit unserem Stromnetz kompatibel sind!“ Deshalb werden nach dem Workshop die vorgeschlagenen Standorte auf ihre Netzverträglichkeit geprüft werden müssen, bevor über die Reihenfolge entschieden wird, in der neue Ladesäulen installiert werden.“

Stadt und EWR möchten eine klimafreundliche Mobilitätswende erreichen, wie Mike Gira betonte. Ihm kommt es auf einen „möglichst geschmeidigen Einstieg in die E-Mobilität“ ein. Und da bot der gestrige Workshop eine gute Gelegenheit, um unter den anwesenden Meinungsbildnern Begeisterung für die „Kulturrevolution im Straßenverkehr“  zu wecken. Die habe in den vergangenen zwei Jahren Fahrt aufgenommen, betonte die städtische Umweltdezernentin Barbara Reul-Nocke. Am 31. Dezember 2017 seien von den 60.429 in Remscheid angemeldeten Fahrzeugen 71 Plug-In-Wagen gewesen und 38 E-Autos, am 31. Dezember 2018 von 61.345 Fahrzeugen 77 Plug-in- und 61 E-Autos. Reul-Nocke: „Eine Auswertung ergab 226 zugelassene Fahrzeuge für 2019 mit einem E-Kennzeichen, Stromer. Ein E-Kennzeichen kann freiwillig vom Halter für sein Elektro- bzw. Plug-In-Fahrzeug genutzt werden; daher kann die Gesamtzahl dieser Fahrzeuggruppe höher sein.“

Derzeit machen Elektrofahrzeuge gerade mal 0,2 Prozent des Gesamtfahrzeugbestandes aus. Doch die Statistik zeigt: E-Autos sind auf der Überholspur. De EWR will das berücksichtigen und legt bei der Planung neuer Ladestation einen Verhältnis von zehn E-Autos auf eine Ladestation mit zwei Anschlüssen (Ladepunkten) zugrunde. Bei 1.000 „Stromern“ in Remscheid im Jahre 2022, so die Erwartung von Mike Gira, würde das 100 Ladepunkte bzw. 50 Ladesäulen bedeuten, verteilt auf 25 Standorte im Stadtgebiet.

Da gäbe es also noch viel zu planen und zu installieren. Denn öffentliche (z. T. noch kostenlose und zumeist wenig ausgelastete) Ladesäulen gibt es in Remscheid derzeit erst an folgenden Stellen: Friedrich-Ebert-Platz, Theodor-Heuss-Platz, Neuenkamper Straße 81-87, Neuenkamper Straße 71, (Möbel Knappstein, Autobahn-Tankstellen Remscheid-West und -Ost, Hasenberger Weg 67 (GEWAG), Borner Straße 35 (Autohaus Kaltenbach) und Olper Höhe 4 (Bornewasser e. K.). Drei weitere Ladesäulen sind in Vorbereitung: am H2O Sauna- und Badeparadies, am Thüringsberg Nähe Röntgen-Museum und an der Gertenbachstraße in Lüttringhausen. Für Pedelecs gibt es öffentlich zugängliche Ladesäulen am H2O Sauna- und Badeparadies und am Alter Markt in Lennep. Dr. Claudia Brasse: „Im Sinne einer klimafreundlichen Mobilität ist es auch wichtig, die anderen Fortbewegungsmittel wie Zu-Fuß-gehen, Fahrrad, Bus und Bahn nicht aus den Augen zu verlieren!“

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Die Wahl der Standorte für Ladesäulen ist in einigen Nachbarstädten irgendwie besser gelöst worden. So gibt es es in Hückeswagen und Radevormwald an den Rathäusern Ladesäulen, weiterhin im Stadtzentrum jeweils zwei öffentlich zugängliche und in Radevormwald hängt sogar eine eigene Ladebox für einen Elektro-Dienst-Pkw am Rathaus. Leider weist auf diese Ladesäulen kein Schild direkt hin.

Hans Werner Degiorgio am :

Bald haben wir ja alle Pkw in Deutschland auf Elektro umgestellt. Hat den schon jemand ausgerechnet wie viel Kraftwerkskapäzität zur Verfügung stehen muß um 1 Million Autos ab 17 Uhr aufzuladen, weil diese noch Abends wegfahren wollen?

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