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Gedämpfte Altweiber-Feier begann mit Schweigeminute

Es begann mit einer Schweigeminute.

Lag es an den schrecklichen Vorfällen in Hanau, von denen die elektronischen Medien am Morgen berichtet und die auch in Remscheid Entsetzen ausgelöst hatten? Oder war es die Angst vor einer Grippe-Infektion (oder gar dem Corona-Virus?), dass heute zur traditionellen Altweiberfeier weniger Karnevalistinnen und Karnevalisten in den kleinen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses kamen als in den Jahren zuvor?

Kaum waren um 11.13 Uhr mit zweiminütiger Verspätung auch die Abordnungen der Remscheider Karnevalsvereine in den Saal gezogen, griff Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weist die Nachricht von der rassistischen Terrortat in Hanau mit insgesamt elf Toten auf und bat um eine Schweigeminute. Bei der anschließenden Karnevalsfeier war die Stimmung trotz Stimmungsmusik der „Party-Colonias 2.0“ eher gedämpft. (Der OB kam übrigens als bretonischer Fischer verkleidet mit Baguette in den Saal; er war gerade von einem Familientreffen aus der Bretagne zurückgekehrt.)

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Kommentare

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Axel Behrend am :

Ich bin maßlos geschockt von dieser Bluttat. Nach dem Mord an Walter Lübcke, nach dem Attentat gegen die Synagoge in Halle, dem NSU Terror, Schüssen auf Einrichtungen von Muslimen und Aleviten, Der Blutspur von Rostock, Hünxe und Solingen muss endlich der Zeitpunkt gekommen sein, dass wir begreifen, der rechtsextreme Rassismus, der die Täter zu diesen Gewalttaten gegen die Menschen hingerissen hat, eine Gefahr für uns alle ist. Wir müssen begreifen, dass die AFD und solche rechtsextremen Kleingruppen wie Pro Remscheid, mit ihrem Nationalismus und Rassismus die Grundlage für solche extremistischen Täter liefert. Also endlich Null Toleranz gegen Nationalismus und Rassismus in Hanau, in Remscheid und Überall!

SPD Remscheid am :

Die Ereignisse von Hanau machen uns traurig, betroffen und zugleich auch wütend. Sie sind das vorerst letzte Kapitel einer langen Serie von rechtsextremistischen und rechtsterroristischen Attentaten in unserem Land. Einer Serie, die bis vor wenigen Jahren in unserem Land noch undenkbar erschien, die aber spätestens mit dem Enttarnen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds eine dunkle Seite in unserem Land offen hat zutage treten lassen. Der politische Diskurs in unserem Land, der seit den Gräueln der Naziherrschaft und seit dem Ende des 2. Weltkriegs von einem sehr breiten demokratischen wie friedfertigen Grundkonsens geprägt war, ist zunehmend bedroht. Er ist bedroht durch eine politische Bewegung, durch eine politische Partei, die leider immer mehr in Stadträten, Kreistagen und Landtagen, wie im Bundestag eine Rolle spielt, die sich anschickt, nicht nur den politischen Diskurs in unserem Land zu bestimmen, sondern auch in einzelnen Ländern die Rolle des Züngleins an der Waage in schäbigen politischen Machtspielen spielt. Wir, als Vertreter der Remscheider SPD, Vertreter einer Stadt, in der Menschen aus mehr als 120 Nationen friedlich zusammen und miteinander leben, können und wollen zu den schrecklichen Ereignissen von Hanau, wie auch in anderen Städten zuvor nicht schweigen und rufen alle unsere Nachbarn, Freunde, Bekannte dazu auf, der zunehmenden Verrohung der politischen Sitten, des politischen Diskurses im privaten wie im öffentlichen Bereich stärker und energischer entgegenzutreten. „Wir rufen dazu auf, den Menschen entgegenzutreten, die unsere Gesellschaft spalten! Wir müssen widersprechen, wenn Menschen in Schubladen gesteckt werden und wenn sie glauben, dass sie entscheiden könnten, wer zu uns gehört und wer nicht.“ Wir denken in diesen Stunden an die Opfer, deren Angehörige und Familien, wir trauern um sie und sind bei ihnen. Wir rufen alle demokratischen Kräfte in unserem Land dazu auf, sich jeder Form von Rechtsextremismus, sei es in Parlamenten, in Räten oder im öffentlichen Raum, sichtbar entgegenzustellen. (Christine Krupp, Vorsitzende der Remscheider SPD)

Sven Wolf (MdL, SPD) am :

Fassungslos machen die Ereignisse von Hanau. In Gedanken bin ich bei den Opfern und Angehörigen. Hass vergiftet unsere Gesellschaft. Dagegen müssen wir zusammenstehen und bereits bei dumpfen Parolen Gegenhalten. Es darf kein Schweigen mehr geben. Meine Sorge bleibt, dass rechte Gewalt die größte Gefahr für die Sicherheit in unserem Land ist. Nicht erst seit den Greultaten des NSU, dem Mord an Walter Lübcke und der Tat in Halle wissen wir, was rechte Terroristen alleine oder in einer Gruppe uns antun. Jetzt müssen wir die Konsequenzen daraus ziehen. Rechte Terrornetzwerke dürfen nicht unbeobachtet in unserer Gesellschaft wuchern.

Remscheid Tolerant am :

Der rechtsterroristische Anschlag in Hanau, bei dem zehn Menschen getötet wurden, löst neben Trauer und Verzweiflung auch Wut bei uns aus. Während nach dem Demokratiedesaster in Thüringen noch immer über die Zusammenarbeit mit linken Demokraten diskutiert wird, tötet ein, laut Polizeiangaben, offenbar militanter Rassist zehn Menschen. Zehn weitere Menschen, die dem rechten Terror in Deutschland zum Opfer gefallen sind. Ein bisher unauffälliger Täter, ein Incel, wird durch rechtspopulistische und rassistische Inhalte vergiftet und angestachelt. Die rechtsextremen Filterblasen in den sogenannten „Sozialen“ Medien tragen ihren gehörigen Anteil dazu bei: Fakenews werden gezielt gestreut, Fakten verschwiegen oder verfälscht, Widerredner ausgeschlossen und blockiert. Wer einen Keil in unsere bunte Gesellschaft treibt, darf sich nicht verwundert zeigen, wenn sich Hass und Gewalt dann ausbreiten. Über 120 Nationen bilden das Rückgrat und die Seele unserer Stadt. Lassen wir uns die Gemeinschaft und die Freiheit nicht durch Neofaschisten nehmen. Es ist Zeit, dass sich auch die bisher schweigende Masse laut und offen zur Demokratie bekennt und gegen Rechtsextremismus Flagge bekennt: Alle zusammen gegen den Faschismus. (Anne Marie Faßbender und Sascha von Gerishem)

Stadt Remscheid am :

Trauerbeflaggung anlässlich der terroristischen Gewalttat in Hanau. Aus Anlass der terroristischen Gewalttat am Mittwochabend in Hanau nimmt Remscheid von Freitag, 21. Februar, bis einschließlich Mittwoch, 26. Februar, Trauerbeflaggung am Rathaus Remscheid, am Lüttringhauser Rathaus und am Teo Otto Theater vor. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Bürgerschaft, Rat und Verwaltung drücken damit ihre Trauer und Anteilnahme am Schicksal der Opfer und ihrer Angehörigen aus und bekunden ihren nachdrücklichen Willen, für das friedliche Miteinander in unserem Land einzustehen.“ (Pressemitteilung)

Chronist am :

Zitat aus dem Kommentar von Rainald Becker gestern in den ARD-Tagesthemen: „Hanau zeigt, es gibt einen Zusammenhang zwischen den Brandstiftern der AfD und rechter Gewalt. (…) Faschisten und Rechtsextreme agieren täglich unter uns. (…) Das "Vogelschiss"-Zitat von Alexander Gauland, die Forderung einer "erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad" von Björn Höcke, das dumme Geschwätz von "Kopftuch-Mädchen" und "alimentierten Messermännern" - das und vieles mehr hat das Klima in diesem Land vergiftet und Rechtsradikale ermutigt. Dazu kommen ein FDP-Politiker, der sich von AfD-Parlamentariern wählen lässt, ein ehemaliger Verfassungsschutz-Präsident, der die Grenzen zum Rechtsextremismus immer häufiger überschreitet und eine WerteUnion, die die Nähe zur AfD nicht mehr leugnen kann. Wer das alles sieht und nichts tut, macht sich mitschuldig.“

Lothar Kaiser am :

Auf der Internetseite der CDU Remscheid finden sich zu der rassistischen Terrortat in Hanau zwei Zitate der beiden stellvertretenden Kreisvorsitzenden Alexa Bell und Mathias Heidtmann, allerdings ohne eine politische Bewertung. Alexa Bell: „„Ich bin schockiert und sprachlos über den schrecklichen Anschlag in Hanau, der vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat. Ich hoffe, dass alle Umstände und Hintergründe dieser abscheulichen Tat schnellstmöglich aufgeklärt werden.“ sagt die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Mathias Heidtmann: „Heute ist ein trauriger Tag für Deutschland. Meine und unsere Gedanken sind in diesem Moment bei den Familien und Angehörigen der Opfer. Es gilt nun, gemeinsam zusammenzurücken und ein Zeichen gegen Hass zu setzen.“ Da hat der Kommentar von Rainald Becker doch eine ganz andere Qualität, finde ich.

Wolfgang Zöller am :

Eine politische Bewertung findet sich auch auf den NachDenkSeiten. Der Journalist Tobias Riegel nimmt hier ausführlich Stellung: "Nach den furchtbaren Taten von Hanau müssen unsere Gedanken bei den Opfern und den Angehörigen sein. Gleichzeitig sollte aber einer Instrumentalisierung des Anschlags entgegengetreten werden. Diese Instrumentalisierung ist aktuell bei jenen zu beobachten, die als Verantwortliche einer unsozialen und staatsfeindlichen Kürzungspolitik auch ein Gutteil der Verantwortung für eine aufgewühlte und verunsicherte gesellschaftliche Stimmung tragen. Es ist auch und vor allem diese Stimmung der Vereinzelung und der Abstiegsängste, die Anschläge von Rechtsterroristen und Psychopathen begünstigen können. Die Hetze von AfD-Personal ist zu bekämpfen. Sie ist jedoch (noch) eher als Symptom denn als Ursache zu beschreiben." Der gesamte Artikel ist abzurufen unter: https://www.nachdenkseiten.de/?p=58712

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