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Arbeitsleistung muss auch bei Telearbeit stimmen

Auf der Basis einer  am 1. Oktober 2016 bekanntgemachten Dienstvereinbarung mit dem Personalrat bietet die Stadt Remscheid ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch „Alternierende Telearbeit“ an,  den „tageweisen Wechsel zur Erbringung der Arbeitsleitung am Arbeitsplatz bzw. von zu Hause“, so die Verwaltung jetzt in ihrer Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion ("Heimarbeit: Wie kann die Stadt Remscheid für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch attraktiver werden?"). Die Antwort steht auf der Tagesordnung der Sozialausschusssitzung  am 27. Februar. Seit Inkrafttreten der Dienstvereinbarung zum 1. Dezember 2014 nehmen mittlerweile 91 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit der alternierenden Telearbeit in Anspruch. Die Entwicklung der bewilligten Anträge für die Jahre 2015 bis 2019: 5 in 2015 (gleich 0,24 Prozent der Gesamtbelegschaft), 12 in 2016 (=0,57 Prozent), 34 in 2017 (=1,61 Prozent), 55 in 2018 (=2,54 Prozent) und 91 in 2019 (=4,1 Prozent).“

Alternierende Telearbeit ist in fast allen Bereichen und Hierarchieebenen der Stadtverwaltung umsetzbar. Besonders geeignet sind hierbei natürlich stark digital geprägte Arbeitsplätze ohne umfassenden direkten Kundenkontakt.  Grenzen gibt es daher lediglich in extrem publikumsintensiven Bereichen (z.B. Bürgerservice) oder durch strenge datenschutzrechtliche Vorgaben bei der Verarbeitung besonders schützenswerter und sensibler Daten (z.B. Sozialdaten gemäß § 67 SGB X, Rasse und ethnische Herkunft, Religion, politische Meinung, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheitsdaten)“, teilt die Verwaltung mit. Bei der alternierenden Telearbeit soll grundsätzlich nicht mehr als die Hälfte der individuellen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit an der häuslichen Betriebsstätte gearbeitet werden. Bei einer Verteilung der Wochenarbeitszeit auf fünf Arbeitstage soll grundsätzlich nicht mehr als an drei Tagen zu Hause gearbeitet werden. Den Fachdiensten wird angeraten, diese Regelungen flexibel im Sinne der Ziele der Dienstvereinbarung (Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Arbeitnehmerbindung, Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit etc.) zu handhaben. Die Möglichkeit der alternierenden Telearbeit haben sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte.

Die Verwaltung bezeichnet ihre Erfahrungen mit Dienstvereinbarung als „durchweg positiv“. Das Angebot von Telearbeiterhöhe die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erleichtere die Personalgewinnung („Personalrecruiting“). „Insbesondere in stark technisch geprägten Arbeitsbereichen … werden bei einem Angebot der Telearbeit von potenziellen Bewerbern oftmals auch größere Entfernungen zwischen Wohn- und Arbeitsort in Kauf genommen.“ Effekte in puncto Umweltschutz und Mobilität wurden nicht explizit untersucht; es liegt jedoch nahe, dass hier positive Effekte mit der Wahrnehmung der alternierenden Telearbeit einhergehen. Z.B. entfällt der Weg zum Arbeitsplatz an den Tagen, an denen die Arbeitsleistung von zu Hause erbracht wird.

Stichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“: „In Einzelfällen ist es dem Arbeitgeber/Dienstherr in Person der leitenden Sicherheitsfachkraft vorbehalten, stichprobenartig und nach vorheriger Terminvereinbarung die Einhaltung der Vorschriften des Arbeits- und Gesundheitsschutzes vor Ort zu überprüfen. Die jeweiligen Fachvorgesetzten sind verpflichtet, die im Rahmen der alternierenden Telearbeit erbrachte Arbeitsleistung (ebenso wie die Arbeitsleistung am Arbeitsplatz in der Dienststelle) hinsichtlich Menge und Güte zu überprüfen und … ein angemessenes Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung sicherzustellen“, so die Verwaltung.

Reine Telearbeitsplätze werden von der Stadt Remscheid bisher nicht angeboten. Denn: „Neben einer gewissen dienstlichen Präsenz am Arbeitsplatz ist auch der Aspekt des sozialen Miteinanders und der Möglichkeit eines kollegialen Austauschs zu berücksichtigen (soziale Einbindung, Identifikation mit dem Unternehmen). Verschiedene wissenschaftliche Studien bestätigen, dass persönliche Gespräche und Kontakte durch eine rein telematische Kommunikation nicht ersetzbar sind.“

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