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Sanierung des Ehrenhains zum Jubiläum 2025?

„Verfügt die Stadt Remscheid über eine Auflistung aller sich in kommunaler Verantwortung befindlicher Denkmäler, insbesondere der Standdenkmäler im Stadtgebiet von Remscheid? Ansonsten bitten wir um eine entsprechende Auflistung“, schrieb die CDU-Fraktion im Dezember an die Verwaltung. Das  war zwar sprachlich etwas irritierend („Ansonsten“?), aber die Verwaltung hat gleichwohl geliefert. In der Kulturausschusssitzung am Mittwoch verwies sie auf das Denkmalschutzgesetz NRW,  in dem der Begriff des Denkmals definiert ist. Demnach handelt es sich dabei nicht nur um „Kunstwerke von hohem Rang und überregionaler Bedeutung“, die als Denkmäler zu schützen und zu pflegen seien, sondern auch um Objekte von regionaler oder lokaler Bedeutung. Zitat: „Es muss dabei ein ‚öffentliches Interesse‘ an der Erhaltung und Nutzung bestehen. Laut Gesetz besteht dieses öffentliche Interesse, ‚wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen.‘“

Ein Denkmal müsse daher weder sonderlich alt, noch „schön“ sein. Es komme vielmehr auf seine Geschichte und ihre Bedeutung für die Menschen an. Dabei könne ein Denkmal sowohl „besonders“ als auch „typisch“ sein. Im nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetz sei zudem ausdrücklich vorgesehen, dass auch „Garten-, Friedhofs- und Parkanlagen sowie andere von Menschen gestaltete Landschaftsteile“ unter Denkmalschutz gestellt werden könnten. Die Denkmalliste, in der Bau- und Bodendenkmäler erfasst werden, führe im Rathaus die Untere Denkmalbehörde. Zu den in städtischem Eigentum befindlichen Baudenkmäler siehe Anlage 1, zu den Bodendenkmälern siehe Anlage 2. Gutachten zur Instandsetzung liegen für folgenden Denkmälern vor: Ehrenhain Reinshagen, Denkmal für die Opfer des Kapp-Putsches (Stadtpark), Denkmal für die Gefallenen der sog. Einigungskriege (Stadtpark) und das Löwendenkmal auf dem Theodor-Heuss-Platz. „Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel ist die sukzessive Sanierung der Denkmäler geplant“, so die Verwaltung.

Das Denkmal für die Opfer des Kapp-Putsches von 1920 konnte mit geringem Aufwand bereits im vergangenen Jahr gereinigt werden. Für die Sanierung des in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Denkmals für die Gefallenen der sog. Einigungskriege wird der Sanierungsaufwand auf knapp 27.000 Euro beziffert für einen Graffitischutz des Steins und einen Zaun, ähnlich dem um das Adolf-Clarenbach-Denkmal in Lüttringhausen. Das Geld soll für 2021 eingeplant werden. Für die Sanierung des Löwendenkmals (ca. 90.000 Euro) werde kurzfristig angestrebt, so die Verwaltung.

Der Ehrenhain Reinshagen habe den höchste Sanierungsaufwand. Er beläuft sich derzeit auf knapp 1,1 Millionen Euro. Aber: „Im städtischen Haushalt stehen hierfür bisher weder Investitionsmittel noch Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung zur Verfügung. Die Stadt Remscheid bemüht sich um eine Förderung aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt. In Gesprächen mit der Bezirksregierung Düsseldorf wurde zugleich erörtert, ob die ggf. erforderlichen Eigenmittel in die künftige Investitionsplanung aufgenommen werden können. Im Zuge der Sanierung ist angedacht, den Zugang in den Mauer-Rundling nur tagsüber zuzulassen und hierfür – in Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde – schmiedeeiserne Tore einzusetzen. Damit soll ein unbefugtes Betreten der Anlage in der Dämmerung und während der Nacht unterbunden werden. Die Anlage wurde 1925 errichtet. Die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten – mitsamt historischer Einordnung – könnte demnach für das 100. Bestehen angestrebt werden. Die Untere Denkmalbehörde informiert über Fördermöglichkeiten für Denkmäler – auch in privatem Eigentum – unter https://remscheid.de/leben/bauen/denkmalschutz/146380100000079126.php.

Darüber hinaus gibt es Gedenktafeln, Grabanlagen und Kunstwerke, die nicht in der Denkmalschutzliste erfasst sind und dennoch dem kulturellen und historischen Gedächtnis der Stadtgesellschaft zuzurechnen sind. Hiervon befinden sich nach Mitteilung der Verwaltung folgende in städtischem Besitz:

  • Gedenkstätte für die Gründer des Stadtparks Remscheid Johann Peter Arns, Karl Hessenbruch und Julius Koch(Stadtpark, Julius-Koch-Weg)
  • Hasenclever Gedenkstein (Reinshagen, unterhalb Ehrenhain)
  • Gedenkstein den Mitstiftern des Bismarckparks(Reinshagen, unterhalb des Wallburghanges im Felsdurchbruch)
  • Gedenkstein an Walter Dannenberg(Lennep, Diepmannsbachtal)
  • Richard-Lindenberg-Platz(Hasten, Richard-Lindenberg-Platz)
  • Intze-Gedenktafel(Südbezirk, Intzeplatz)
  • Gedenkort „Steinernes Kreuz“(Südbezirk, Eschbachtalsperre)
  • Plastik „Die Schreitende“(Hasten, Historisches Zentrum, Park)
  • Plastik „Partnerschaftssäule Remscheid-Quimper“(Innenstadt, Quimperplatz)
  • Plastik „Der Lesende“ von Ernst Barlach(Innenstadt, Zentralbibliothek, Foyer)
  • Kupferrohrplastik vor dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (Innenstadt, Elberfelder Straße / Alte Rathausstraße)
  • Plastik „Jupiter“ (Lennep, Schul- und Sportzentrum Hackenberg)
  • Plastik „Mutter und Kind“ von Gustav Kramer(Hasten, Gesundheitshaus, Hastener Straße)
  • Gedenkplatte für die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 8. Dezember 1988(Reinshagen, Ehrenhain)
  • Gedenktafel im Treppenaufgang des Remscheider Rathauses(Innenstadt, Rathaus, Treppenhaus zw. EG und 1. OG)
  • Gedenktafel für die jüdischen Opfer der NS-Gewaltherrschaft (Innenstadt, Rathaus, Foyer)
  • Plastik „Rhythmische Raumgestaltung mit plastischen Körpern“ von Heinrich Neumann(Hasten, Schule Höterfeld)
  • Plastik „Organisch – Anorganisches“ von Gustav Kramer(Südbezirk, Schule Bökerhöhe).

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Kommentare

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Ute Pohlhaus am :

Wie immer wird auf Fördermittel gehofft, was ja bedingt in Ordnung ist. Vielleicht sollte man die Gedenktafeln aber auch in den Stadtpark umsiedeln und ins Konzept des Stadtpark und Stadtteich einfliessen lassen.

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