Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Mehr "Respekt"-Schilder an öffentlichen Gebäuden

Nach Auffassung die beiden Vertreter von „Pro Remscheid“ im Rat der Stadt verstößt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit den „Respekt“-Schildern am Rathaus gegen das Neutralitätsgebot. Über einen Rechtsanwalt hätten sie ihn vor einigen Tagen aufgefordert, die Schilder zu entfernen, berichtete der OB am 23. Februar bei der Mahnwache vor dem Rathaus, dem Gedenken an die Opfer der rassistischen Terrortat in Hanau. Da stand er nur wenige Schritte neben einem solchen Schild am Mikrophon und betonte: „Natürlich bleiben die Schilder hängen. Natürlich werde ich in diesem Haus weiterhin Respekt einfordern, natürlich werde ich mich weiterhin gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus einsetzen. Diese Stadt ist und bleibt bunt, vielfältig, friedlich und stolz auf das gute Miteinander. Dafür werde ich, dafür werden wir auch weiterhin einstehen!“

Um dies zu unterstreichen, stand am Donnerstag auf einem Tisch gleich hinter der Eingangstür zum Großen Sitzungssaal ein „Respekt“-Schild, weit größer als alle anderen und unübersehbar. Und es blieb nicht allein  bei dieser optischen Demonstration: Unter dem Tagesordnungspunkt 8  („Anträge von Ratsmitgliedern, Gruppen und Fraktionen) beantraagte Lothar Krebs (SPD), die Schilder „an allen städtischen Gebäuden mit Publikumsverkehr“ anzubringen. – Aber dann ohne den linksextremistischen Absender www.respekt.tv , war prompt die Forderung der beiden Vertreter von „Pro Remscheid“.

Linksextremistisch? Es ist mittlerweile fast sechs Jahre her (18. Juni 2014), da schrieb der Waterbölles: „Alle Generationen des Remscheider Jugendrates - mittlerweile sind es schon sechs - haben sich auf die Fahne geschrieben, sich gegen Rassismus und Intoleranz einzusetzen. Der 6. Jugendrat der Stadt Remscheid hat nun zu der Initiative „Respekt – Kein Platz für Rassismus“ und darüber auch zu einem der großen Unterstützer, der IG Metall, Kontakt aufgenommen. Der Gründer der Initiative, Lothar Rudolf aus Frankfurt/M., reiste eigens zu einem Treffen des Jugendrates an, um dem Jugendrat seine Initiative vorzustellen. Auslöser für die Gründung der Initiative waren rassistische Auswüchse auf deutschen Fußballplätzen. Gemeinsam mit den Machern eines Frankfurter Fußball-Magazins entwickelte die Initiative das Konzept einer zunächst regional angelegten Schilderaktion. Fußballvereine wurden eingeladen, sich zum Einsatz gegen Rassismus zu bekennen und auf ihren Spielplätzen das Schild "Kein Platz für Rassismus" anzubringen. Das hängt inzwischen an mehr als 200 Stadien und Fußballplätzen bundesweit.

“Übrigens: Das Schild, das der Jugendrat damals von der IG Metall Remscheid gesponsert bekam, brachte er am städtischen Verwaltungsgebäude Haddenbacher Str. 38-42 an (Foto oben), in der sich auch die Geschäftsstelle des Jugendrates befindet sowie Teile des Fachdienstes Jugend, Soziales und Wohnen. Der Vermieter des Hauses, der Industriehof Lüttringhausen, fand die Aktion unterstützenswert.

Gestern habe ich mir die Internetseite www.respekt.tv noch einmal angesehen – und konnte darauf nichts Linksextremistisches erkennen. Da müssen die Kritiker schon konkreter werden – wenn sie das denn schaffen sollten –, um eine textliche Änderung der Schilder zu erreichen. Die Zeit dafür haben sie. Denn der Rat der Stadt hat den Antrag von Lothar Krebs vertagt, um den Mitgliedern des Jugendrates Gelegenheit zu geben, dazu und zu dem Vorwurf der beiden „Pro“-Ratsmitglieder ihre Meinung zu sagen. Ich vermute mal: Sie wird klar und unmissverständlich ausfallen!

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!