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Zum Schuljahr 2022/23 soll das neue Berufskolleg fertig sein

Der Bau des neuen Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung an der Schmalkalder Straße (Spielstraße) am Remscheider Hauptbahnhof kann beginnen. In Anwesenheit zahlreicher Vertretern der Verwaltung - darunter Arndt Liesenfeld (Fachdienst Schule und Bildung) sowie Elke Ittig, Dirk Deutemann und Thomas Judt vom städtischen Gebäudemanagement -, drei Kommunalpolitikern (Brigitte Neff-Wetzel ,Wolf Lüttinger und Florian Böker), Lehrer/innen und Schüler/innen unterzeichneten den 46-seitigen Vertrag gestern um 13 Uhr Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Bert Sluyter, Geschäftsführer der Imetaal Industriebau GmbH & Co. KG, einer der 100-prozentigendeutschen Tochtergesellschaft der niederländischen Ten Brinke Group mit über 1.000 Mitarbeitern, die in Lennep seit der Übernahme der einstigen Hertie-/Karstadt-Filiale als Investor bekannt ist. Sieben Unternehmen hatten sich an der europaweiten Ausschreibung des 30 Millionen Euro „schweren“ Bauprojektes beteiligt. Mit Imetaal, so die Stadt Remscheid schon am vergangenen Donnerstag in der Ratssitzung, habe die Stadt „einen geeigneten und leistungsstarke Totalunternehmer gewonnen“. Und der will das Projekt nun zügig angehen. Schon in wenigen Tagen wird Bert Sluyter erstmals Gast der städtischen Bauaktenkonferenz sein. „Ende Juni, Anfang Juli wollen wir der Baubehörde den fertigen Bauantrag vorlegen!“ Geht alles glatt, sollen die Bauarbeiten im Januar 2021 beginnen, die ersten Erdarbeiten vielleicht schon im November, Dezember. Fertig werden soll der Neubau bis April 2022. Dann soll mit der Inneneinrichtung begonnen werden, um der Stadt die neue Schule im Mai oder Juni komplett fertig übergeben zu können. Der Schulbetrieb könnte dann ohne Zweitdruck nach den Sommerferien starten.

Beteiligt an dem Ausschreibungsverfahren war auch die Beratungsgesellschaft für Behörden mbh (VBD) in Köln, gestern vertreten durch Gebietsleiter Thomas Mandt. Er bestätigte die Aussage von Bert Sluyter, dass das 10.681 Quadratmeter große Baugrundstück („Baufeld 6“) entlang der Bahngleise „so seine Besonderheiten“ habe (auch schon mal ein „schmales Handtuch“ genannt). Das habe bei der Erörterung von Bedürfnissen und Bedarf Abstrich am Raumprogramm zur Folge gehabt „wie beim Häuten einer Zwiebel“. Unterm Strich seien die wesentlichen Wünsche der Schule aber allesamt in Erfüllung gegangen, lobte nach der Vertragsunterzeichnung auf einer Pressekonferenz Schulleiterin Cornelia Berghaus-Biermann in Anwesenheit ihres Vorgängers Gerhard Leicht. „Aber wir haben uns ja auch keine Träume erfüllt, sondern das, was unsere Schülerinnen und Schüler brauchen!“

Burkhard Mast-Weisz und Bert Sluyter bedi der Vertragsuntzerzeichnung. Über die beiden  Füllfederhalter freute sixch anschließend die Schulleiterin. Der OB bekam von Bert Sluyter für demnächst anstehende Besichtigungen der Baustelle am Bahnhof einen weißen "Ten Brinke"-Bauhelm und ein Zentimetermaß. Foto: Lothar Kaiser„Ein Tag zum Feiern“, befand Schuldezernent Thomas Neuhaus. Der Neubau werde Lehrern und Schülern bessere Lehr- und Lernmöglichkeiten bieten. Überhaupt sollten die besten Gebäude in einer Stadt die Schulen sein. Insbesondere lobte Neuhaus die „wertvolle und fruchtbare Zusammenarbeit aller Beteiligten“ an diesem Schulbauprojekt, dem ersten in Remscheid seit 25 Jahren, so Stadtdirektor Sven Wiertz.

Die dreigeschossige Berufsschule werde hohe energische Standards erfüllen (z. B. Geothermie), sagte Projektleiter Guido Handschmann von der SSP AG in Bochum, von der das Entwurfskonzept der neuen Berufsschule stammt. Diese wird aus drei zu einander versetzten Baukörpern mit einer Nutzfläche von 7.746 Quadratmetern bestehen und in fünf Lehrbereichen Platz für insgesamt 1.400 Schülerinnen und Schüler und 70 Lehrerinnen und Lehrer bieten. Zum Außenbereich gehören 70 Parkplätze und ebenso viele Fahrradständer. Wobei Schülervertreter gestern die Vermutung äußerten, dass viele Schüler/innen auf ihrem Schulweg künftig die S-Bahn nutzen werden und nicht (mehr) den eigenen Wagen.

Zur Architektur: Das Dach der neuen Schule soll teilweise begrünt werden. Auch die Option für eine Photovoltaikanlage ist vorgesehen. Der zentrale, überdachte Haupteingang mündet ins Foyer mit seinen großen Fensterflächen. Daneben wird sich die Cafeteria befinden mit barrierefreiem Zugang zum Aufzug und zum Schulhof. Bei der Planung wurden folgende Aspekte besonders berücksichtigt:

• wirtschaftliche und flächeneffiziente Grundrissgestaltung

• Schaffung von Räumen, die im Sinne des pädagogischen Konzeptes unterschiedliche Funktionen erfüllen

• optimale Nutzbarkeit und Belüftung der Räum

• Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

• Umsetzung der Anforderungen an die Raumakustik

• ein modernes, attraktives äußeres Erscheinungsbild.

Um einen Schulneubau hatten sich Schülerschaft und Lehrerkollegium schon seit 21008 bemüht. Schulleiterin Cornelia Berghaus-Biermann attestierte der Stadt gestern “eine super Unterstützung“, und Oberbürgermeister Mast-Weisz gab das Lob an Schulverwaltung und Gebäudemanagement weiter, die das Projekt gut vorbereitet hätten. „Einer weiteren Planung und Nachnutzung der Fläche in der Stuttgarter Straße steht nun nichts mehr im Wege“, meldete sich der Pressemitteilung die SPD-Ratsfraktion zu Wort. York Edelhoff, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD und Sprecher im Stadtentwicklungsausschuss : „Möglich sind verschiedene Nutzungsvarianten. Unser Ziel sollte eine durchmischte Bebauung mit verschiedenen Nutzungsvarianten sein. Wir brauchen in den kommenden Jahren zeitgemäße, moderne und barrierefreie Wohnungen. Auch Grünflächen‘ für gute Aufenthaltsmöglichkeiten dürfen nicht fehlen. Die Fläche mitten im Herzen Remscheids wäre ein Sahnestück für modernes, innenstadtnahes und nachhaltiges Wohnen.“

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