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Erklärung der Stadt von 2017 zur Desinfektion bleibt gültig

Bisherige Berichte
im Waterbölles

Corona-Virus: Erste Untersuchung in Remscheid (1. März 2020)

Unterstützung der IHK beim Umgang mit Corona-Virus (29. Februar)

In den Schulen fehlt Seife zum Händewaschen (28. Februar)

Corona-Virus: Was Arbeitnehmer wissen müssen (28. Februar 2020)

Zum Umgang mit dem Corona-Virus in Remscheid (26. Februar 2020)

In den Schulen fehlt Seife zum Händewaschen!“, zitierte der Waterbölles am 28. Februar Markus Kötter und Alexander Schmidt von der CDU aus der Ratssitzung vom vergangenen Donnerstag. Und es gebe auch keine Möglichkeit, sich die Hände anschließend abzutrocknen. Eine Kritik an der Stadt Remscheid als Hausherr, für die sich Fabian Knott, Kreisvorsitzende der Jungen Union Remscheid, gestern in einem Kommentar im Waterbölles dankbar zeigte. Zitat: „Als JU haben wir dieses Thema bereits vor fast drei Jahren angesprochen. In den Schulen werden die Fußböden zwar regelmäßig gereinigt, doch Tische oder Türklinken werden nicht oder nur sehr selten gereinigt. Schülerinnen und Schüler haben uns bereits vor Jahren insbesondere auch von verschmutzen Informatikräumen berichtet, in denen es ihnen unangenehm sei, die Tastaturen und Mäuse zu benutzen, da diese nie gereinigt und desinfiziert würden. (…-) Uns ist bewusst, dass die Verbesserung von Sauberkeit und Hygiene an den Schulen mit Kosten verbunden sind, doch die Gesundheit der Schüler- und Lehrerschaft sollte uns dies wert sein!“

Darauf hat die Stadt heute mit einer Pressemitteilung reagiert. Sie verweist darin auf die Mitteilungsvorlage 15/4112 „Sauberkeit und Hygiene an Schulen“ vom 24. Oktober 2017, und gibt die Aussage des städtischen Sozial_ und Schuldezernenten Thomas Neuhaus von gestern wieder, zugleich Leiter des „Krisenstabes Corona-Virus“, wonach „die Inhalte der Vorlage auch in der aktuellen Situation Gültigkeit besitzen“. Grund genug also, aus der Vorlage von Oktober 2017 zu zitieren, die sich auch im Archiv der CDU-Fraktion befinden müsste:

Schild aus dem Tagungsbereich in der Hauptstelle der Stadtsparkasse Remscheid. Foto: Lothar Kaiser„Alle städtischen Kindertageseinrichtungen verfügen je nach Größe der Einrichtung über mindestens einen festinstallierten, wandhängenden Handdesinfektionsmittelspender (HDM-Spender). (…) Da die medizinische Sinnhaftigkeit bei einem grundsätzlichen, flächendeckenden Einsatz von HDM-Spender fraglich ist, wurde bislang auf den Einsatz in Schulen verzichtet. (…) Zahlreiche Untersuchungen haben bestätigt, dass gründliches und korrektes Händewaschen allein mit Seife, warmem Wasser und Abtrocknen mit Einmalhandtüchern die Übertragung von Krankheitserregern bereits hochsignifikant reduziert und für den Alltag völlig ausreichend ist. Zur Hygieneprävention gehören aber noch weitergehende Verhaltensregeln betreffend Husten, Niesen, Naseputzen etc., so dass am ehesten eine Unterweisung der Schulkinder zum hygienischen Verhalten erfolgen sollte. Dieses kann z.B. durch das Austeilen geeigneter Broschüren vorgenommen werden.“ (…)

Bei falscher Anwendung von Händedesinfektionsmitteln überwiege der Schaden den Nutzen, teilte die Verwaltung 2017 mit. Diese könnten bei einer regelmäßigen Anwendung ohne begleitende Hautschutzmaßnahmen und Unterweisung der Nutzer zu schweren Hautschäden oder Augenschäden führen und die Brandgefahr in den Gebäuden erhöhen (insbesondere bei Manipulation der Geräte). (Darauf hatte am Donnerstag noch einmal Björn Gottschalk, SPD, hingewiesen.) Fazit der drei Jahre alten Mitteilungsvorlage: „Zusammenfassend kann man sagen, dass aus fachlicher Sicht für eine flächendeckende und grundsätzliche Anbringung von Desinfektionsmittelspendern keine Evidenz vorhanden ist.“
Zur gestrigen Pressemitteilung der Stadt gehört auch der Satz: „Das Gebäudemanagement der Stadtverwaltung stellt die Verfügbarkeit von Hygieneartikeln (Seife und Handtücher) sicher, und die Schulen werden entsprechend beliefert; ebenfalls sind entsprechende Nachschub-Lieferungen bereits geordert.“

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Dass es nicht auf den „gefühlten“ Schutz vor Corona-Viren durch Desinfektionsmittel ankomme, sondern auf den tatsächlichen durch häufiges Händewaschen, betonte Schuldezernent Thomas Neuhaus in der heutigen Sitzung des Schulausschusses gegenüber nachfragenden Schulleitern und vor allem Alexander Schmidt (CDU), der offenbar geglaubt hatte, mit diesem Thema bei seinen Berufskollegen Punkt machen zu können. Da blieb Neuhaus noch ruhig, aber bestimmt. Hellhörig wurde er erst, als von der Schule Wilhelmstraße über eine defekte Wasserleitung auf der Mädchentoilette berichtet wurde. Als Wasserersatz hätten sich Mädchen aus einer Flasche auf dem Waschbecken bedient, das eine Putzfrau dort vergessen hätte. Darin habe sich ein flüssiges Reinigungsmittel für die Toilette befunden. Neuhaus: „Wenn etwas derartig schlief läuft, bitte unbedingt das Gebäudemanagement verständigen. Und mit der Reinigungsfirma werden wir ein deutliches Wort sprechen müssen!“ Zur Corona-Prophylaxe an den Remscheider Schulen sagte Neuhaus, in dieser Woche würden an die Schulen 2.000 Plakate und Aufkleber mit Informationen und Hinweisen verteilt. Die nächste Jahreslieferung an Seife für die Schulen sei eingetroffen. Aber vielleicht könne man in den Schulen auch einmal darauf hinweisen, dass Seifenspender nicht von den Wänden getreten und Seife nicht geklaut werden sollten. Hinweisen, die Zeitvorgaben an die Reinigungsfirmen für die Toilettenreinigung seien in Zeiten wie diesen mit Viren-Tröpfchen-Infektion seien zu kurz, will der Dezernent nachgehen. Ein weiterer Hinweis aus der Lehrerschaft betraf die „wenig hygienischen“ PC-Tastaturen, die das Reinigungspersonal nicht antasten dürfe. Die reinste Bakterienkultur!?

Stadt Remscheid am :

Was sind die wichtigsten Hygienetipps, um einer Virus-Infektion vorzubeugen? Wie geht richtiges Händewaschen? Mit einer breit angelegten Aufklärungsaktion informiert die Stadt Remscheid ab morgen mehrsprachig und mit Piktogrammen in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kitas, Sportstätten und Flüchtlingseinrichtungen über einfache Hygienemaßnahmen, die vor ansteckenden Infektionskrankheiten wie einer Corona-Vireninfektion schützen. Für die Informationskampagne wurden insgesamt 2.000 Plakate in DIN A0 geordert – darunter 500 Stück in Englisch, Türkisch, Französisch und Arabisch. Außerdem wurden 2.500 Aufkleber in DIN A 3 bestellt, mit denen die Sanitärbereiche von Schulen, Kitas, Sportstätten und anderen öffentlich zugänglichen Gebäuden und Institutionen ab morgen bestückt werden. Wer die Informationskampagne unterstützen möchte und hierfür Plakate – beispielsweise für den eigenen Betrieb – benötigt, wendet sich gerne an die E-Mail-Adresse Oberbuergermeister@remscheid.de.

Lothar Kaiser am :

Bericht heute ergänzt um ein neues Schild aus dem Tagungsbereich in der Hauptstelle der Stadtsparkasse Remscheid: Auf Händeschütteln bitte verzichten!

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