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Ohne Renovierung sind manche Wohnungen nicht vermietbar

In der Nachfolge von Hans-Jürgen Behrendt ist Oliver Gabrian seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres alleiniger Vorstand der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid, in deren Eigenbestand sich laut Hauptversammlung vom 28. August 2019 6.234 Wohnungen befinden. Gemeinsam mit der Dipl.-Ingenieurin Wiltrud Willing, Leiterin der Technischen Abteilung, berichtete Gabrian gestern den Mitgliedern des städtischen Bauausschusses, dass die GEWAG auf dem örtlichen Wohnungsmarkt gut aufgestellt sei, aber in den nächsten Jahren noch etliche Wohnungssanierungen vor sich habe. Denn: In ihrem gegenwärtigen Zustand ließe sich für so manche leerstehende Wohnung kein neuer Mieter finden. „Wir haben in Remscheid kein Wohnungsproblem; Wohnungen gibt es genug. Wir haben ein qualitatives Problem!“ Und um das zu lösen, müsse die GEWAG bei jeder Wohnungssanierung zwischen 20. 000 und 30.000 Euro in die Hand nehmen, bezogen auf dem gesamten Wohnungsbestand, für neue Bäder, neue Böden, neue Elektrik und/ oder einen neuen Wohnungszuschnitt. Das betreffe insbesondere die alten Arbeitersiedlungen (wie den Honsberg). „Das ist für uns in den nächsten Jahren eine große Herausforderung. Wir werde da quartiersweise vorgehen!“

In diesem und im nächsten Jahr liege der Schwerpunkt weiterhin auf dem Hasenberg. An der Emil-Nohl-Straße bekämen Wohnungen neue Grundrisse. Auch sei dort – wie am Hackenberg – der Einstieg in Mieterstrom aus eigenen Photovoltaikanlagen auf den Dächern vorgesehen. 2022 werde dann der Stadtteil Phoemix an die Reihe kommen, „§rund um die Gerhart-Hauptmann-Straße“, berichtete der GEWAG-Chef gestern. Auch dort gebe es GEWAG-Häuser, die ohne grundlegende Renovierung nicht mehr „in den Markt zu bringen“ seien. Keine Chancen sieht Oliver Gabrian für die schon längere Zeit leestehenden Wohnungen an der Ring- und Leverkuser Straße in Lennep: „Die gehen wir gegenwärtig nicht an; wir brauchen erst einmal ein Konzept für das gesamte Areal!“

Im Besitz der GEWAG befinden sich seit 2003 auch die drei Pavillons auf der Alleestraße. Nur zu gerne hätten die Mitglieder des Bauausschusses erfahren, welche Zukunft Gabrian für diese Bauten sieht, in deren Umfeld besonders viele Läden leer stehen. Doch da wollte er sich nicht festlegen und verwies auf die nicht abgeschlossenen Planungen und Untersuchungen zur Alleestraße. „Natürlich würden wir fragen, wer die Pavillons bezahlt, wenn sie abgerissen werden sollten. Schließlich stehen sie jetzt noch mit stolzen Beträgen in unseren Büchern!“ Aktuell sei geplant, den unteren Pavillon mit Hilfe Honsberger Künstler attraktiver zu gestalten, im Inneren mit einer Leinwand, auf der Events vom Honsberg gezeigt werden sollen. "Solange kein neuer Mieter für den Pavillins gefunden werden kann!"
Auch die Engelspassage zwischen Alleestraße und Ebert-Platz will die GEWAG zusammen mit anderen Hausbesitzern durch Kunst, Graffiti und neue Beleuchtung so aufhübschen, dass niemand mehr an einen Angstraum denkt.

Asus dem Ausschuss kamen auch Fragen nach dem Verhältnis von Vermieter zu Mieter – Stichwort „Sozialmanagement“. Der GEWAG-Chef sah da keine Defizite: „Unser Service ist gut und rund um die Uhr erreichbar. Wir arbeiten mit keinem Callcenter, sondern unsere Mitarbeiter sind in den Quartieren bekannt und absprechbar. Darunter ist auch eine Sozialarbeiterin!“

Ob sich die GEWAG denn auch an der Stuttgarter Straße engagieren wolle, wollte der Ausschussvorsitzender Otto Mähler wissen. Doch damit erwischte er Gabrian auf dem falschen Fuß. Dass die SPD zur Unterzeichnung der Projektvertrages für den Bau eines neuen Berufskollegs Wirtschaft & Verwaltung am Bahnhof – siehe Waterbölles von gestern – baldige Überlegungen über die künftige Nut6zung des im Sommer 2022 frei werdenden Schulgeländes an der Stuttgarter Straße gefordert hatte, war ihm anscheinend nicht bekannt. Mähler: Da sollten wir etwas vorliegen haben, wenn die Schule umzieht“, forderte er den Technischen Beigeordneten Peter Heinze auf.  Das gelte für das gesamte Quartier zwischen Christian-, Bau-. und Theodor-Körner Straße, ergänzte Lothar Schiffer und verwies auf die hohe Baudichte und „zu wenig Grün“ in diesem Quartier. Dafür gebe es doch schon seit 2017 die Eckdaten des Rahmenplans „Westliche Innenstadt“, entgegnete Heinze. Da werde man in nächster Zeit ins Detail gehen müssen, war sich der Ausschuss einig.

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