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Von der Idee bis zum Konzept dauerte es zwei Jahre

Das neue Logo für die Aktion.Stadtverwaltung prüft Sport-Gutschein für I-Dötze“, berichtete der Waterbölles am 24. Februar 2018. Die Fraktionen von SPD, Bündnis 90 Die Grünen und DIE LINKE sowie die Ratsgruppe der W.i.R beantragten damals, ab dem Schuljahr 2018/19 sollte jede Schülerin / jeder Schüler bei der Einschulung für ein Schuljahr einen Gutschein der Stadt Remscheid für die Teilnahme an einem frei gewählten Sportangebot Remscheider Sportvereine erhalten. Unter Einbeziehung von Sportbund und Sportvereinen möge die Verwaltung zu einer der nächsten Ratssitzungen ein Durchführungs- und Finanzierungskonzept vorlegen. Mehr als zwei Jahre später liegt nun ein überarbeitetes und zwischen allen Beteiligten neu abgestimmtes Konzept als Beschlussvorlage zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses (11. März), Haupt- und Finanzausschuss (12. März), Sportausschuss (18. März), Jugendrat (29. April) und Integrationsrat (14. Mai) vor. Zwischenzeitlich, am 26. März, ist mit einem Ratsbeschluss über den Vorschlag der Verwaltung zu rechnen, mit der Aktion „KindeRSport erleben“ beginnend mit dem Schuljahr 2020/2021, also nach den diesjährigen Sommerferien, vier- bis sechsjährige Kinder „in Bewegung zu bringen, indem jedem Kind zum vierten Geburtstag ein Gutschein im Wert von maximal 180 € für eine einjährige Mitgliedschaft in einem Sportverein geschenkt wird“. Zugleich soll ihnen ein bewusster und gesunden Umgang mit sich selbst und in der Gemeinschaft vermittelt werden. Der Gutschein ist bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres einlösbar Der eingelöste Gutschein wird dem Sportverein von der Stadt Remscheid erstattet.

Mit Sportvereinen und Sportbund Remscheid wurde vereinbart: „Beteiligte Vereine bieten Sportkurse für Kinder ab vier Jahren an. Nach einem bis zweimaligem kostenlosen Schnuppertraining muss der Gutschein beim Sportverein abgegeben werden. Sollten in einzelnen Stadtteilen keine Sportkurse durch Vereine angeboten werden können, bietet der Sportbund ggfls. Alternativen an.“ Aber: Teilnehmen können an der neuen Sportförderung nur die gemeinnützigen Vereinen, die über eine Kooperationsvereinbarung nach § 72 a SGB VIII sowie ein Präventionskonzept verfügen (alle anderen sind ausgeschlossen). Damit ist zur Wahrnehmung von Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe u. a. die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnis für jeden Betreuer / jede Betreuerin des Vereins gemeint. Gegenwärtig scheinen das noch nicht alle Remscheider Sportvereine garantieren zu können. Zur Qualifizierung der Sportvereine plant die Stadt Remscheid alle zwei bis drei Jahre eine Fachveranstaltung zu den Themen „Kinderschutz“ und „Fördermöglichkeiten“.

Bei den neuen Sportgutscheinen handele es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt Remscheid, heißt es in der Vorlage. Bei einer Rücklaufquote von fünf Prozent könne der Fachdienst FD 2.45 Sport und Freizeit die entstehenden Mehraufwendungen innerhalb des Gesamtbudget aufgefangen. Im ersten Jahr zum Projektstart soll an ca. 3.000 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren ein Gutschein mit einem Flyer ausgegeben werden, in den folgenden Jahren an alle vierjährigen Kinder. Das wären im Schuljahr 2020/2021 bei ca. 3000 Kindern 13.500 Euro und in den Folgejahren bei jeweils 1000 Kindern 4.500 Euro. Eine Quote von 15 bis 25 Prozent eingelöster Gutscheine bis 2023 hält die Verwaltung für wünschenswert. Bei 15 Prozent wären das dann 40.500 bzw. 13.500 Euro, bei 25 Prozent 67.500 bis 22.500 Euro. „Sollte sich im Verlaufe des Projektes eine positivere Resonanz und somit eine höhere Rücklaufquote ergeben, werden die Haushaltsmittel überplanmäßig bereitgestellt und im folgenden Haushaltsplan eingeplant werden“, schlägt die Verwaltung vor.

Die Chance zu sportlichen Aktivitäten sollen die Kinder unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern erhalten. Des ungeachtet soll auch erreicht werden, dass auch nach dem ersten beitragsfreien Jahr in einem Sportverein die Kinder weiterhin am Vereinsleben teilhaben und ihre sportlichen Aktivitäten fortsetzen können. Deshalb sollen Eltern von Kindern, die Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BUT) haben, „intensiver über die Möglichkeiten des BUT … informiert werden. Es bietet sich an, dass die Sportvereine diese Informationen an Eltern und Kinder weitergeben.“

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Chronist am :

Der Artikel wurde heute um das Logo der Aktion ergänzt, das Fachdienstleiter Martin Sternkopf gestern im Sportausschuss vorgestellt und dieser sodann einstimmig beschlossen hatte.

SPD Remscheid am :

„Wir bringen Remscheid in Bewegung! Mit Sport kann man nicht früh genug anfangen,“ so der sportpolitscher Sprecher der SPD, Michael Büddicker, zum Sportangebot der Stadt Remscheid ‚KindeRSport erleben‘ für Kinder vom 4. bis 6. Lebensjahr. „Wir freuen uns, dass unsere Anregung Sportgutscheine auszuteilen so rasch umgesetzt wurde. Wir wollen die Begeisterung für Sport ganz früh wecken! Ein großes Lob an die Sportverwaltung und den Sportbund, die die Idee nun so rasch umsetzt haben. Davon profitieren viele hundert Kinder in unserer Stadt und in unseren Sportvereinen.“ Mit der Aktion ‚KindeRSport erleben‘ möchte die Stadt Remscheid in Zusammenarbeit mit dem Sportbund Remscheid 4 – 6jährige Kinder in Bewegung bringen. Jedes Kind soll zum vierten Geburtstag ein Gutschein für eine einjährige in einem Remscheider Sportverein geschenkt bekommen. Auch die Kinder, die nicht an ihrem vierten Geburtstag eine Tageseinrichtung besuchen. Der Gutschein hat eine Gültigkeit für zwei Jahre. „Eine tolle Sache, Kinder bereits im Vorschulalter an Sport- und Bewegungsspiele teilhaben zu lassen“, findet Michael Büddicker, „Sport für Kinder und Jugendliche ist eine Herausbildung der eigenen Persönlichkeit und ein wichtiges Erfahrungsfeld. Bewegung schult neben der Wahrnehmung der Kinder, die Raumerfassung, das Körperbewusstsein, das Koordinationsvermögen sowie den Gleichgewichtssinn. Die sozialen Entwicklungspotenziale, Integration, Selbstvertrauen und auch die Sprachentwicklung dürfen nicht außer Acht gelassen werden.“ Sport- und Bewegungsaktivitäten ist den Remscheider Bürgerinnen und Bürgern wichtig. Dies haben wir während der Pandemiezeit gesehen. Ebenso sehe ich eine Herausforderung für unsere Sportvereine ihre Angebote zu überarbeiten oder zu erweitern. Viele Vereine bieten für unter 6jährige Kinder keine altersgerechten Angebote an.

Lothar Kaiser am :

In der gestrigen Sitzung des Integrationsrats empfahl deren Vorsitzende Erden Ankay-Nachtwein (SPD) den Mitgliedern, sich bei Freunden und Bekannten zu erkundigen, ob sie den Antrag auf Sportgutscheine für ihre Kinder bereits gestellt hätten. Das Formular zuhause auszudrucken, erfordere einen Drucker, und den besitze nicht jede Familie. „Da wäre es nett, wenn Sie behilflich sein könnten“, bat die Vorsitzende. Hilfreich wäre auch eine Liste der empfohlenen Sportarten, meinte Volker Leitzbach. Im Vergleich zur potenziellen Anzahl der Gutschein-Berechtigten zwischen vier und sechs Jahren gebe es nicht genügend Angebote, meinte Brigitte Neff-Wetzel (Linke). „Und auch nicht so viele Übungsleiter. Aber die Vereine arbeiten dran!“

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