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Foodsharing-Erklärung gestern im Rathaus unterzeichnet

Was geschieht mit den Lebensmitteln mit abgelaufenem Verfallsdatum, die von der Tafel aus Hygiene-Vorschriften nicht verteilt werden dürfen? Ab in die Abfalltonne?! Viel zu schade dafür! Zum Glück kümmern sich um diese Lebensmittel seit Oktober 2016 die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der „Initiative Foodsharing“. Das schrieb der Waterbölles am 20. November 2019, nachdem im Remscheider Rathaus 15 der insgesamt 97 Remscheider „Foodsaver“ der lokalen Presse ihren Lebensmittel-Abholdienst vorgestellt hatten, den mittlerweile 48 Lebensmittelgeschäften, Discountern und Bäckereien in Anspruch nehmen. Anlass war damals die Entgegennahme von Ehrenamtskarten.

Remscheid ist Foodsharing-Stadt, ebenso Graz und Eupen, wie die Foodsharing-Organisation auf ihrer Internetseite mitteilt. Das bekräftigten gestern Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Stadtdirektor/Stadtkämmerer Sven Wiertz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus, indem sie gemeinsam mit Food-Botschafterin Mirijam Starke, Vertreterin des Remscheider Foodsharing-Vereins, die so genannte Motivationserklärung der Foodsharing-Städte unterzeichneten, ein Bekenntnis zum Foodsharing und zugleich ein Protest gegen Lebensmittelverschwendung. Wohlwollend beobachtet wurden sie bei der Unterzeichnung der Erklärung von Frank vom Scheidt als Vorsitzender der Tafel e.V., Liz Erbe, Remscheider Food-Botschafterin und Gründungsmitglied des Remscheider Foodsharing-Vereins, und Frauke Türk vom Regionalen Bildungsbüro der Stadt Remscheid.

Hintergrund: Nach Informationen der Foodsaver landet in Deutschland pro Jahr fast 13 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das habe auch drastische Auswirkungen auf den CO2-Ausstoß und somit direkten negativen Einfluss auf unser Klima. Seit mehr als sieben Jahren rettet die mehrfach ausgezeichnete foodsharing-Bewegung täglich tonnenweise genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung und verteilt sie ehrenamtlich und kostenfrei im Bekanntenkreis, in Obdachlosenheimen, Kindergärten und über die Plattform www.foodsharing.de. Über 297.000 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen regelmäßig die Internetplattform im Sinne „Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen!“. Darüber hinaus engagieren sich rund 66.000 Menschen ehrenamtlich als Foodsaver*innen, indem sie überproduzierte Lebensmittel von Bäckereien, Supermärkten, Kantinen und Großhändlern abholen und verteilen. Das geschieht kontinuierlich über 2.500 Mal am Tag bei über 6.000 Kooperationspartnern.

Die Motivationserklärung der Foodsharing- Städte:

„Lebensmittel sind ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. Sie sind lebenswichtig und viel mehr als bloße Nahrungsquelle. Gute Ernährung steigert das Wohlbefinden und gemeinsam essen ist fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens - ob beim privaten Picknick, dem Kantinenessen, bei der Arbeit oder dem Stadtfest. Ein bewusster und nachhaltiger Konsum und Umgang mit Lebensmitteln hat maßgebliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Klimas und beeinflusst somit die Lebensqualität in unserer Stadt und darüber hinaus.

Wir erkennen die hohe Bedeutung von Lebensmitteln für die Gesellschaft und unsere Stadt und schätzen ihren Wert. Für die Produktion und den Vertrieb von Lebensmitteln werden viele Ressourcen von Natur, Tier und Mensch benötigt. Ein reflektierter Umgang mit Lebensmitteln honoriert den Aufwand ihrer Herstellung und des Vertriebs. Wir setzen uns das Ziel, eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln und die Reduktion von Lebensmittelverschwendung zu erreichen. Damit wollen wir das Leben in unserer Stadt umweltfreundlicher gestalten, zur weltweiten Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen und unsere Stadt zu einem lebenswerteren Ort für alle machen.

Deshalb werden wir · Lebensmittelwertschätzung in unserer Stadt verankern, · für die Problematik der Lebensmittelverschwendung sensibilisieren und einen nachhaltigen und bewussten Umgang mit Lebensmitteln fördern, · über unsere Fortschritte öffentlich Auskunft geben, · die Zusammenarbeit von zivilgesellschaftlichen und politischen Akteur*innen ausbauen und gezielt nutzen, um einen gesamtgesellschaftlichen Wandel in der Wahrnehmung von Lebensmitteln zu erreichen. Um diese Motivationserklärung zu realisieren, arbeiten wir kontinuierlich an der Umsetzung des foodsharing-Städte- Ideenkatalogs. Eine geringere Lebensmittelverschwendung und ein wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln bereichert das Zusammenleben in unserer Stadt, sowie auch in der Gesamtgesellschaft - davon sind wir fest überzeugt.“

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