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Rögy-Schüler nach Skifreizeit in Quarantäne. Und die Eltern?

Im beschaulichen St. Jakob (ca. 900 Einwohner) im schönen Defereggental in Ost-Tirol ging für Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des Lenneper Röntgen-Gymnasiums eine Skifreizeit, zu der sie am 6. März aufgebrochen waren, am vergangenen Freitag unerwartet zu Ende – einen Tag früher als vorgesehen. Die Abfahrt aus Tirol hatte den Reiseveranstalter von Samstagmorgen auf Freitagabend vorverlegt, nachdem das Robert-Koch-Institut ganz Tirol zum Corona-Krisengebiet erklärt hatte. In Lennep konnten die Kinder gestern Morgen gegen 6 Uhr von ihren Eltern in Empfang genommen werden. Viele von ihnen sind verunsichert:

Über Corona-Verdachtsfälle in der Region um St. Jakob ist zwar bislang noch nichts bekannt geworden, und die Kinder weisen keinerlei Symptome auf, aber was heißt die Rückkehr aus einem ausgewiesenen Krisengebiet jetzt für die ca. 100 Schüler und deren Angehörige? Vermutlich ist die Lage in dem Tiroler Dörfchen unkritischer als in jedem Supermarkt einer Großstadt in NRW! Allerdings hat das Röntgen-Gymnasium auf seiner Homepage die folgende „Information für die Rückkehrer aus Österreich“ veröffentlicht: „Das Robert-Koch- Institut empfiehlt für betroffene Reiserückkehrer eine häusliche Isolierung für die Dauer von 14 Tagen, um eine Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden. Sollten während dieser Zeit verdächtige körperliche Beschwerden auftreten (z.B. Fieber, Halsbeschwerden, Husten) empfehlen wir eine Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt oder zu dem Fachdienst Gesundheitswesen. Eine vorsorgliche Testung (z. B. Schleimhaut-Abstrich) macht keinen Sinn, da erst im Rahmen einer Erkrankung ein Virusnachweis möglich ist. Weitere Informationen sind auf den Internet-Seiten der Stadt Remscheid und des Robert-Koch-Institutes zu finden. https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Für die berufstätigen Väter und Mütter, mit denen die Kinder seit gestern wieder in häuslicher Gemeinschaft leben, bedeutet dies, dass sie ihren Arbeitgebern die Quarantäne ihrer Kinder melden müssen. Nicht ausgeschlossen, dass die Arbeitgeber die Eltern auffordern, sich ebenfalls in Quarantäne zu begeben. Peter Lange, Vater einer Tochter, die zu der Schülergruppe gehörte: „Ich finde es nicht glücklich, dass das Robert-Koch-Institut ganz Tirol zum Risikogebiet erklärt hat, während zum Beispiel NRW kein Risikogebiet ist, ausgenommen der Kreis Heinsberg. Hier wäre schnelle Klärung und Einschätzung durch das Gesundheitsamt der Stadt Remscheid hilfreich. Denn nach aktuellem Stand bedeutet das für berufstätige Väter und Mütter die Verbannung vom Arbeitsplatz!“

In normalen Zeiten hätte der Waterbölles auf eine Antwort der Verwaltung bis Montag warten müssen. Nicht so in „Corona-Zeiten“. Die  Antwort auf die Anfrage bei Viola Juric, Pressesprecherin der Stadt Remscheid, kam gestern um 22.10 Uhr. Sie bestand aus einem Zitat von Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Leiter des Corona-Krisenstabes der Stadt: „Hier handelt es sich um eine vom Bundesgesundheitsministerium empfohlene freiwillige Quarantäne. Die Eltern betrifft dies nicht.“ So sieht eine Entwarnung aus! Die besorgten Eltern dürften erleichtert sein.

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Kommentare

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Peter Lange am :

So richtig erleichtert bin ich nicht. Ich weiß ja nicht, wie die Lebens- und Wohnverhältnisse anderer Betroffener aussehen, aber wir haben zu Hause nicht die Möglichkeit, die sichere Isolation eines Familienmitgliedes zu gewährleisten. Zudem wird schon der bloße Versuch der Isolierung von starken Emotionen begleitet. Ich habe meinen Arbeitgeber heute über die Situation informiert, der hat umgehend entschieden mich die nächsten zwei Wochen von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Wenn wir der Logik der Risikogebiete folgen, ist dies aus meiner Sicht die zum jetzigen Zeitpunkt einzig richtige, logische und konsequente Maßnahme.

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