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März 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Ins Timescafé hatte gestern die SPD zu einer Diskussion über die Zukunft von Alleestraße und Markt eingeladen. Links Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein, Mitte Bezirksbürgermeister Otto Mähler und rechts Architekt Friedhelm Reska. Foto: Lothar Kaiser Was wird aus der Alleestraße? Noch mehr Leerstände als bisher schon? Noch mehr Ein-Euro-Läden? Mehr als 60 Bürger/innen lockten diese Fragen vor zehn Jahren ins „Timescafé“ am Dorthin hatte Bezirksbürgermeister Otto Mähler namens der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid eingeladen. Es kam auch Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein: Eine Idee hatte Sonnenschein schon früher geäußert und wiederholte sie bei der Gelegenheit: „Wir müssen an der Alleestraße auch an Abbruch und  Neubau denken.“ Bei vielen Gebäuden, die in den 1960-er, 1970-er Jahren entstanden sei, lohnten sich keine Energiesparmaßnahmen mehr; da sei ein Neubau die bessere Alternative. Aber, so der Stadtplaner: „Wir brauchen Leute, die das finanzieren, und andere, die dann da einziehen.“ In einer Stadt ohne Geld würde auch die bester Planung nichts nützen, kämen nicht auch „Privatleute  ins Boot!"

Die Integration der ausländischen Mitbürger in die deutsche Gesellschaft, sprich: in unsere Stadt Remscheid, war „sein Ding“ schon seit zwanzig Jahren, als Luigi Costanzo, bis dahin Vorsitzender des städtischen Migrationsausschusses, im März 2010 zum Vorsitzenden des ersten Integrationsausschusses der Stadt gewählt wurde. Der gebürtige Italiener verstand sein altes/neues Amt so: „Das Beste draus machen für die Migrantinnen und Migranten in Remscheid!“ Die sechs Mitglieder der beiden (ansonsten konkurrierenden) türkischen Listen A 1 und Remscheider Union 2010 enthielten sich der Stimme, auch Erden Ankay Nachtwein (Union), Parteifreundin von Costanzo. Weil „man mit uns über den/die Kandidaten nicht vorher gesprochen hat, die wir heute mit wählen sollen!“ Später stellte sich heraus: Wegen Manipulationen bei der Briefwahl musste, die Wahl komplett wiederholt werden, anfangen bei der Aufstellung, Einreichung und Zulassung der Listen.

Der Aufsichtsrat der EWR GmbH stimmte vor zehn Jahren dem Plan der Geschäftsführung zu, die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Lennep und Bergisch-Born („Balkantrasse“) zu kaufen und darauf unterirdisch eine neue Stromleitung zu verlegen zur besseren Versorgung des Industriegebietes in Bergisch Born. „Nach Kauf der Grundstücke durch die EWR GmbH kann die Stadt Remscheid die Trasse dann für einen Fahrradweg nutzen und trägt dafür auch die Folgekosten“, teilten die Stadtwerke damals mit. Das Projekt „Strom/Fahrrad“ war mit 1.251.000 Euro veranschlagt, 786.000 € für die Kabeltrasse und 465.000 € für die Fahrradtrasse.

Die Botschaft der Vereinsvertreter an die OB: 'Wir sind ratlos!'. Foto: Lothar Kaiser Im Großen Sitzungssaal des Rathauses stellte Oberbürgermeisterin Beate Wilding am 4. März 2010 Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Remscheider Vereine und Institutionen ihren Fünf-Jahres-Plan zum Schuldenabbau vor ("Giftliste"). Mit der Zielsetzung „Wir wollen aus eigener Kraft Handlungsfähigkeit und Gestaltungsspielräume wiedererlangen“! Nicht zum ersten Mal wurde dabei die so genannten Vergeblichkeitsfalle beschrieben. Sie bedeutet: Selbst bei Aufgabe aller so genannten freiwilligen Aufgaben kann ein Haushaltsausgleich nicht erreicht werden. Das ist der Grund, warum die Stadt auch jetzt noch einen hohen Schuldenberg vor sich herschiebt. Am 31.12.2009 waren es 471,5 Millionen Euro. Bis 2015 klettert der Betrag auf 618,5 Millionen Euro. Und zum Ende des Jahres 2019 waren es noch 542 Millionen Euro.
Auf der Tribüne warteten im März 2010 Ratsmitglieder von SPD, Grünen, FDP und CDU gespannt auf die von Moderator Horst Kläuser erhofften „phantastischen Vorschläge, auf die noch keiner gekommen ist“. – Sie warteten vergeblich. Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen stellte es nach anderthalb Stunden mit Bedauern fest: „Noch  kein einziger Sparvorschlag!“

Bilden die neue AG der Lenneper Vereine: Klaus Kreutzer, Gunther Brockmann, Dr. Ralf Flügge, Erwin Fuhrmann, Herbert Potthoff und Andreas Hackländer. Foto: Lothar Kaiser Vor zehn Jahren gründeten fünf Lenneper Traditionsvereine eine Arbeitsgemeinschaft – die  Altstadtfreunde Lennep e.V. , der Schützenverein  Lennep 1805 e.V., der  Verein zur Förderung der freiwilligen Feuerwehr Lennep 1867 e.V., die Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. und der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir als  Verhandlungsführer stärker“ haben, versprachen sie sich erfolgreichere Verhandlungen mit Lieferanten ebenso wie mit Politik und Verwaltung der Stadt. Ralf Flügge, Vorsitzender der Altstadtfreunde und auch in manchen anderen Lenneper Vereinen zu Hause, sagte damals: „Enge persönliche Verflechtungen zwischen den Vorstanden machen vieles einfacher, verhindern Rivalitäten und Spannungen.“ Eine ganze Reihe weiterer Vereine habe bereits Interesse an einer Mitarbeit geäußert. Wäre interessant, nach zehn Jahren mal einen Erfahrungsbericht zu hören.

In den Vorstand der Jungen Union Remscheid wurden im März 2010 zwei frühere Mitglieder des Remscheider Jugendrates gewählt, Matthias Heidtmann (damals 20) und Fabian Günther (damals 21). Günther war Mitglied im 1. Jugendrat, Heidtmann Vorsitzender des  2. Jugendrates. Er macht in der CDU Karriere: Seine Wahl zum neuen Kreisvorsitzenden in der Nachfolge von Jens Peter Nettekoven gilt als sicher.

Alexa Schmitz löste im März 2010 Monika Hein als Vorsitzende der  Frauen-Union der CDU Remscheid ab. Im September ist sie Gegenkandidatin von Burkhard Mast-Weisz bei der Wahl des Oberbürgermeisters der Stadt.

Erinnern Sie sich noch an Lonny Kellner?“, fragte der Waterbölles am 2. März 2010.Der WDR Wuppertal sucht damals Personen, die Lonny Kellner kannten bzw. ihr schon einmal begegnet sind. Der Anlass: Die deutsche Schauspielerin und Ehefrau des Showmasters Peter Frankenfeld wurde vor 80 Jahren in Remscheid geboren. Sie starb am 22. Januar 2003 in Hamburg.

Bei einem 64 Jahre alten Remscheider klingelte Anfang März 2010das Telefon. Der Anrufer nannte seinen Namen nicht, sondern ließ diesen vom Opfer erraten. Nachdem der überraschte Pensionär den Anrufer für seinen Freund "Peter" gehgalten hatte, wurde dies vom Betrüger bestätigt. Der falsche "Peter" gab dann an, Geldsorgen zu haben und dringend 3.500 Euro zu brauchen. Das scheinbar gutgläubige Opfer vereinbarte dann in weiteren Telefonaten mit dem "Peter" eine Übergabe des Geldes bei ihm zu Hause in Lüttringhausen. Eine Bekannte sollte das Geld abholen. Als die blonde junge Frau später klingelte, wurde sie von der Polizei erwartet und wegen versuchten  Trickbetrugs festgenommen, kurz darauf auch der falsche "Peter" in der Nähe des Hauses. Bei dem vermeintlichen Opfer handelte es sich um einen pensionierten Polizeibeamten. Der war auf das Geschwisterpaar (21 und 19 Jahre) nicht hereingefallen.

Ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstand vor zehn Jahren bei einem  Dachstuhlbrand in Kremenholl, Rudolfstraße. Dort hatte eine Dachgeschosswohnung Feuer gefangen. Nachdem der Brand mit Wasser gelöscht war, waren drei Wohnungen vorübergehend nicht mehr bewohnbar.

17 Schüler im Alter zwischen 13 und 16 feierten vor zehn Jahren in der Turnhalle des Albert-Einstein-Gesamtschule eine nächtliche Party. Zitat aus dem Polizeibericht: „Die Räumlichkeiten waren durch Getränke- und Essensreste teilweise erheblich verschmutzt. Die Beamten stellte die Personalien der Jugendlichen fest. Anschließend wurden sie in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben. Der Transport zur Hauptwache am Quimperplatz erfolgte mittels eines Busses der Remscheider Verkehrsbetriebe.“

Die Rücksichtslosigkeit steigt mit dem Grad der Bequemlichkeit. Anwohner der kleinen Stichstraße Am Schützenplatz merkten das im März 2010 und auch später – an jedem Tag, an dem der Kindergarten „Windvogel“ geöffnet hat. Den dort Notausgang der Kita an der Stichstraße nutzten damals viele Eltern, um morgens auf die Schnelle ihre lieben Kleinen in die Kita zu bringen und nachmittags dort wieder abzuholen. Ein Fall für die städtische Verkehrsüberwachung, hieß es damals in der Bezirksvertretung Lüttringhausen. Lange nichts mehr von "Verkehrsstau"  an dieser Stelle gehört…

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