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Kein Bedarf an Adrenalin und Abenteuer

Die aktuelle Ausgabe von "Prisma".

Dies vorweg, damit niemand glaubt, jetzt komme Kollegenschelte: Der technische Vorlauf bei der Produktion des Fernsehmagazins “prisma“, das vielen Tageszeitungen in NRW beiliegt, lässt keine (tages)aktuelle Berichterstattung zu. In Krisenzeiten kann es daher passieren, dass bestimmte Inserate und Überschriften Gedankengänge auslösen, die nicht zu Ferienspaß und Erholung führen, sondern in eine ganz andere Richtung – zu Corona-Viren.

Beispiel aus „prisma“ für die kommende Woche vom 21. bis 27. März: „Gesundbleiben mit Aquafitness“ und „Adrenalin und Abenteuer. Freizeitpark bieten Spaß für die ganze Familie“. An Adrenalin und Abenteuer hätte ich in diesen Tagen keinen Mangel, wenn mir danach wäre. Ich müsste mich nur wie Heike Petermann an die Wursttheke eines Remscheider Supermarktes begeben. Was sie dort erlebte, schilderte sich gestern auf Facebook bei "Du bist Remscheider, wenn...": "Ich war heute im Edeka einkaufen. An der Fleischtheke standen die Menschen dicht gedrängt in der Schlange. Das kann ich in unserer jetzigen Lage überhaupt nicht verstehen. Ich brauchte etwas Wurst und hielt den Mindestabstand von zwei Metern zu meinem Vordermann ein. Und eh ich mich versah standen zwei Kunden vor mir. Ich sagte darauf, dass ich auch an der Wursttheke stehe. Ich bekam die Antwort: das sei ja wohl nicht ersichtlich, da ich ja viel Platz zu meinem Vordermann gelassen habe. Als ich darauf auf den Mindestabstand hingewiesen habe, wurde ich fassungslos angeschaut. Das gleiche passierte mir dann auch an der Kasse. Überdenkt doch bitte eure Handlungsweise. Keiner möchte eine Ausgangssperre. Aber wenn wir weiter so handeln, kommt sie."

Oder das, was Michael Mahlke gestern erlebte: „Als ich bei Netto war, dachte ich so, dass jetzt Kinder als Waffen eingesetzt werden. Mehrere Frauen mit je bis zu vier Kindern um die acht Jahre, die nicht deutsch sprachen, ließen diese durch den Laden laufen zwischen Seniorinnen mit Rollator und ohne Rollator. Keine Ermahnung. Von Abstand an der Kasse ganz zu schweigen. Im Kaufland waren dann Gruppen von sechs Jugendlichen um die 14 Jahre unterwegs, die sich zusammen Dosengetränke kauften und sich rumschubsten und nichts beachteten. Offenkundig haben wir bei solchen Verhältnissen den Kampf schon verloren. Wohlstandsverwahrlosung oder Dummheit. Es fehlt die harte Hand - und nicht der Sozialarbeiter!“

Es sieht wirklich nach purer Dummheit aus! Oder ist es Ignoranz und Selbstüberschätzung? Das sind ja leider ebenfalls Krankheiten unserer "Wohlstandsgesellschaft". Motto: "Ich, alles und sofort!" Das lässt bei mir den Adrenalinspiegel steigen! Ich fürchte, es wird nicht mehr lange dauern und Polizei und Ordnungsdienst fahren mit Megaphonen ("Flüstertüten") durch die Straßen und "flüstern" diesen Menschen ihre Unverantwortlichkeit so lange in die Ohren, bis das Trommelfell schmerzt. Wer dann Deutsch versteht, dürfte im Vorteil sein...

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Kommentare

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Chronist am :

Bernd Kuznik auf Facebook: "Heute habe ich mit meiner Frau eingekauft und muss feststellen, dass manche Personen nichts vom Sicherheitsabstand halten. Ein ca. 40- jähriger Mann beantwortete meine Bitte vor der Kasse den Abstand einzuhalten mit einem Hustenanfall."

Pascale Schemel am :

"Wer dann Deutsch versteht, dürfte im Vorteil sein...."? Sie fordern Zusammenhalt und Solidarität, und schießen zugleich völlig sinnlos gegen Teile unserer Gesellschaft. Die Politik der Distanz mag der Situation angebracht sein. Entsetzt bin ich, mit welcher Freude von manchen Überwachung und Denunziantentum momentan betrieben wird. Großer Gott, da ist ein Kind auf dem Spielplatz - ruft das Ordnungsamt! Da werden Menschen von Passanten angeschrien, weil sie den Sicherheitsabstand um 20 cm unterschreiten. Ist die Krise ein Freifahrtschein zu ungestraft verbal entgleisen zu dürfen. Mein Mann kam heute aus dem Supermarkt und meinte: Du, ich hab mich eben fast geprügelt. Ich frage, um was? Um Klopapier? Er sagt, nein, um Höflichkeit.

Lothar Kaiser am :

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf seiner Homepage: „Wenn Sie in Deutschland leben, sollten Sie schnell Deutsch lernen. Das ist wichtig, um neue Menschen kennenzulernen, sich im Alltag zu verständigen und Arbeit zu finden. Möglichkeiten gibt es viele.“

Norbert Landen am :

Vielen Dank, Herr Kaiser, für Ihren Beitrag.

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