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Auffhebung der Schonzeit war abgestimmt

Kein Jagdbeirat und Jagdbehörde nur kommissarisch“, titelte der Waterbölles am 11. März und zitierte damit aus einer Anfrage der SPD-Fraktion, wonach die Schonzeit für Rehwild gemäß § 24 (2) Landesjagdgesetz NRW vorzeitig zum 1. April beendet wurde, um Rehwild zu dezimieren und so den Verbiss an jungen Bäumen einzudämmen. Inzwischen liegt die schriftlicher Antwort der Verwaltung vor.

Wird ganz Remscheid als ein Hauptschadensgebiet eingestuft?

Das für die Stadt Remscheid zuständige Regionalforstamt als zuständige Forstbehörde hat Anfang Februar 2020 das Stadtgebiet Remscheid -wie auch das gesamte Bergische Land-zum sogenannten Hauptschadensgebiet erklärt.

Die Aufhebung der Schonzeit durch die Untere Jagdbehörde ist zur Umsetzung gemäß Landesjagdgesetz NRW zwingend notwendig. Die Untere Jagdbehörde ist in Remscheid derzeit nur kommissarisch durch einen Vertreter des Ordnungsamtes vorhanden. Durch welche Stellen in der Verwaltung, auf welcher Rechtsgrundlage und durch welche Fachleute wurde diese Aufhebung in Remscheid beschlossen?

Die Genehmigung der Schonzeitaufhebung erfolgte gemäß § 24 (2) Landesjagdgesetz NRW mit Schreiben des FD 3.32 vom 25.2. auf Antrag des zuständigen Stadtforstamtes (TBR) vom 13.11.2019. Mit Erlass des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Naturschutz und Verbraucherschutz (MULNV) als Oberster Jagdbehörde vom 31.1.2020 wurden die Unteren Jagdbehörden in NRW angehalten, die Schonzeiten für Schmalrehe und Rehböcke für den Zeitraum 1.-30.4. bis einschließlich des Jagdjahres 2024/25 aufzuheben. Auf Grund dieses Erlasses wurde die Schonzeit vorerst nur für den Zeitraum 1. - 30.4. aufgehoben. Hierüber hat sich die Untere Jagdbehörde der Stadt Remscheid mit den Nachbarjagdbehörden im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis fachlich und inhaltlich abgestimmt.

Sollte für eine solche Verfügung nicht auch zwingend Rücksprache mit dem Jagdbeirat erfolgen?

Auf Grund des o. g. Erlasses des MUNLV gab es bei Vorliegen der im Erlass angegebenen Voraussetzungen für die Untere Jagdbehörde keinen Ermessensspielraum und keine Notwendigkeit sich mit weiteren Institutionen abzusprechen.

Der Jagdbeirat ist in Remscheid momentan faktisch nicht vorhanden. Wer wurde alternativ für Beratungen hinzugezogen?

Die Untere Jagdbehörde der Stadt Remscheid hat sich mit den Unteren Jagdbehörden im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis fachlich und inhaltlich abgfest8immt.

Wie steht es um das Schalenwildkonzept, Wiederbewaldung und Verbissgutachten von Wald und Holz NRW? Deren Ergebnisse sollten mit Waldbesitzern, Jägern und Regionalforstämtern diskutiert werden und dürften auch die Öffentlichkeit interessieren.

Nachgefragt wird nach dem Wiederbewaldungskonzept und den Verbissgutachten des Landesbetriebes Wald und Holz NRW. Daher kann die Verwaltung diese Frage nicht selbst beantworten und verweist an den zuständigen Landesbetrieb Wald und Holz NRW.

Wieso waren die Inhaber von Begehungsscheinen der Pirschbezirke an der Neyetalsperre durch das Forstamt Remscheid mit dem Schreiben vom 25.2.2020 bereits zwei Wochen früher über die Aufhebung der Schonzeit für Rehwild informiert, als die Pächter der Remscheider Jagdreviere?

Die Pirschbezirksinhaber an der Neyetalsperre wurden über die Vorlage des o. g. Erlasses des MUNLV vom 31.1.2020 informiert, da auch für den dortigen durch das Stadtforstamt bewirtschafteten Eigenjagdbezirk ein entsprechender Antrag auf Schonzeitaufhebung bei der dortigen Unteren Jagdbehörde des Oberbergischen Kreises gestellt wurde. Mit Vorlage des Erlasses war klar, dass dieser Antrag positiv zu bescheiden wäre, worauf sich die Pirschbezirksinhaber auf Wunsch des Stadtforstamtes frühzeitig mit ihrer Rehwildbejagung einzustellen hätten.

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Kommentare

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Christian Günther am :

Diese Antworten fallen zu einfach aus. Die Entscheidung, den Abschuss von Rehwild während seiner Ruhezeit im April freizugeben, ist so weitreichend, dass man sie nicht an einem beratenden Gremium vorbei in Kraft setzten sollte. Denn die originäre Aufgabe des Jagdbeirates ist es, die untere Jagdbehörde hinsichtlich grundsätzlicher Fragen zu beraten. Damit besteht in jedem Fall die Notwendigkeit zur Einbeziehung in die Diskussion. Ob und inwiefern dann ein Ermessensspielraum besteht, sollte Ergebnis einer intensiven Beratung im Jagdbeirat sein. Eine Inkraftsetzung eines so weitreichenden Erlasses ohne Beteiligung der für die Beratung vorgesehenen Gremien zeugt also entweder von einem mangelnden demokratischen Teilhabeverständnis oder fehlendem verwaltungstechnischen Handwerkszeug.

Alexander Held am :

Eigentlich kein Grund zur Aufregung. Es gibt einige Länder mit Jagdzeit Rehbock ab 1.4. Nirgends ist deswegen die Welt untergegangen. Im Gegenteil, im April jagt es sich leichter, und man kann zur Blattzeit mehr Ruhe lassen. Und weiterhin bleibt es jedem Jäger selbst zu entscheiden, was er draussen tut. Es ist eine Kann-Regel. Traut doch den Jägern Eigenverantwortung zu, jeder kann doch lokal selbst entscheiden. Ich denke es geht hier wie so oft mehr um den Kampf der Verbände als um die eigentliche Sache. Und mal ehrlich, welcher Jäger will denn wirklich mit seinem Tun den Wald der Zukunft nicht unterstützen?

Manfred Vohmann am :

Leider verstehe ich die "Aufregung" nicht. Ist es nicht so, dass auch die Rehwildbejagung über Abschusspläne bewirtschaftet wird. Rehbock und Schmalreh werden demnach für den Jäger im noch spärlich belaubten Wald "leichter" bejagbar und nicht "mehr(fach) "gestreckt". Zudem scheint mir der Effekt vor allem darin zu liegen, dass damit der "Schutz" gerade frisch austreibender und vom Rehwild besonders begehrter terminaler Baum-Knospen vor einer Verbuschung/Verzwieselung besonders gegeben sein kann.Waid3mannsheil.

Torsten Dörmbach am :

Es ist gut so, dass diese Entscheidung getroffen wurde. Wenn ich hier in der vorher gelaufenen Diskussion auf dieser Internetseite Sätze wie folgender ("Außerdem ist der April für das Rehwild eindeutig noch als Notzeit mit einem hohen Ruhebedürfnis zu bezeichnen.") lese, zeigt das ganz eindeutig, dass es auch gut ist, solche wichtigen und weitreichenden Entscheidungen ohne Jagdbeiräte zu treffen. Grundsätzliche Fragen zur Ausgestaltung der Bejagung können nur auf Grundlagen von wildbiologischen und vegetationkundlichen Fakten und forstlichen Interessen beantwortet werden. Vermeintliche Jagdtraditionen und falsche Interpretationen vom Begriff "Hege" führen leider seit vielen Jahrzehnten in die völlig falsche Richtung: überhöhte Schaldenwildbestände in Folge eines Knochenkults (Trophäen). Ein Waldökosystem funktioniert nur mit naturraumverträglichen Wilddichten - nur so kann man Naturschutz und Bewirtschaftung, Erholung und Trinkwasserschutz oder Wald und Wild miteinander verbinden. Es muss nur ein Blick ins Bundesjagdgesetz geworfen werden. Hier gibt es gewisse Verpflichtungen der Jagdausübungsberechtigten den Grundeigentümern und der Gesellschaft gegenüber. Also stellt sich ja eigentlich gar nicht die Frage, ob im April bereits Rehwild bejagt werden darf - es muss sogar! Wir brauchen z. B. Eichen aus Naturverjüngung - und das sehr sehr dringend! Wann keimen Eichen? Im April... Bei solchen Baumarten ist das Reh wie ein Rasenmäher - also herrscht im April tatsächlich eine Notzeit: und zwar für kleine Eichen & Co. Liebe Jäger in Remscheid und im Rest Deutschlands, bitte überdenkt eure teils sehr eingefärbten Einstellungen zu Jagd und Forst. Ihr werdet sehen, dass in einem scharf bejagten Revier viel mehr für das Rehwild getan wird, als gegen es. Mehr Äsungsmöglichkeiten auf Grund von üppiger NVJ der Bäume, Sträucher und Krautschicht. Dadurch mehr Deckung und Ruhe fürs Rehwild. Und zu guter Letzt höhere Wildbret- und Trophäengewichte des Capreolus capreolus - ist das nicht geil?! Nur leider bedeutet das auch viel mehr Arbeit, eine Neustrukturierung des Jagdmanagements und Leistung eines harten Handwerks (und nicht mehr Hobby) mit moderner Technik (Drohen, Nachtzieleinrichtung, Schalldämpfer etc.) und sehr gut ausgebildeten Jagdhunden. Auch die Frage warum Rehwild nicht doch auch Nachts bejagt werden darf muss man sich hier und jetzt stellen und fundiert beantworten. Das muss natürlich dann von Gesellschaft (Gesetzgeber) und Grundeigentümer (Nutznießer) honoriert werden. Eine Schonzeitverkürzung im April ist ein deutliches Zeichen. Bitte nutzen Sie als verantwortungsbewusste Jäger diese Möglichkeit und sträuben Sie sich nicht, nur "weil es das noch nie gegeben hat". Tuen Sie somit sich selbst, der Gesellschaft und vor allem dem Naturraum damit einen großen Gefallen. Ich weiß, das hier hört nicht jeder Weidmann (m/w/d) gerne. Bevor Sie mich mit Gegenkommentaren torpedieren, denken Sie einmal darüber nach. Herzlichen Dank und eine bodenständiges Weimannheil!

Hermann-Josef Schmidt am :

Als Nicht-Remscheider, sondern als Jäger aus dem Rhein-Sieg-Kreis entsteht bei mir der Eindruck, dass es wohl ursprünglich gar nicht um die Sache, nämlich verkürzte Schonzeit für Rehböcke und Schmalrehe, geht, sondern darum, dass sich ein Gremium oder Teile eines Gremiums übergangen fühlen. Das hat mit Sachentscheidungen nichts mehr zu tun. Die Entscheidung der Unteren Jagdbehörde, die sich damit den benachbarten Unteren Jagdbehörden anschließt, ist fachlich in Ordnung. Wer davon jagdlichen Gebrauch machen möchte, hilft der Wiederbewaldung unserer durch Hitze und Borkenkäfer stark in Mitleidenschaft gezogenen Mittelgebirgslandschaft. Wer im April keine Rehe jagen will, kann es bleiben lassen.

Hans von der Goltz, ANW am :

Durch den Klimawandel beginnt die Vegetation ca. drei Wochen früher zu wachsen, als noch vor 20 Jahren. Mit dem ersten Grün werden auch die Rehe mobil - eine ideale Zeit, mit vergleichsweise geringem Aufwand (noch kein Laub an der bodennahen Vegetation) eine relativ große Anzahl der Rehe tierschutzgerecht zu erlegen. Sollte jedoch am 1.4. noch tiefer Winter sein, dann macht das Jagen überhaupt keinen Sinn, weil die Rehe nicht mobil sind. Also liegt die Verantwortung für die Nutzung der früheren Jagdzeit allein beim Jäger - wer will, der darf - wenn es denn sinnvoll ist. Ich plädiere sehr für flexiblere Regelungen und die Stärkung der Verantwortung der Jäger. Parallel zu der Verlängerung der Jagdzeit plädiere ich auch für absolute Jagdruhe vom 1.2. bis 31.3. und in der Setzzeit. Da geht im Wald niemand raus und es fällt kein Schuss.

Jens Düring am :

Die fachliche Entscheidung ist mehr als in Ordnung und deckt sich mit den Erfordernissen einer modernen, tierschutzgerechten und wildbiologisch sinnvollen Jagdausübung. Einige Bundesländer gehen bereits diesen sinnvollen Weg. Klimawandel & Co verschieben Abläufe in der Natur. Dem muss man sich anpassen. Eine reine Verweigerungshaltung, weil das schon immer so war, ist ziemlich gestrig.

Gabriele Lipka am :

Ich kann nicht erkennen, wem diese Berichterstattung dient. Die älteren unter den Lesern werden sich an die Öffnung der Jagd auf Böcke und Schmaltiere zum 15.5. d.J. erinnern. Der Wald, der uns allen dient, hat durch Stürme und Borkenkäfer an Fläche verloren, leidet unter Dürrestress. Warum nicht Erlass des Landes hinnehmen und verantwortlich umsetzen. Jeder Jäger freut sich über einen schönen Braten aus ökologischer Fleischproduktion. Wir tun nicht gut daran, den mehr als 100 Jahre alten Jagd/Forstkonflikt immer wieder plump hochkochen zu lassen, sollten nach Lösungen für Wald, Wild und Besucher suchen. Wie kann zum Beispiel das Schwarzwild besser, nachhaltiger, familiengerecht bejagd werden, anstatt erst dann kopflos reagieren zu müssen, wenn Schweinepest auch hier angekommen ist. Wildschweine können durchaus eine Bedrohung für Waldnutzer darstellen, wie ich aus etlichen Berichten weiß. Die SPD täte gut daran ihre Sichtweise ganzheitlich zu entwickeln. Vor geraumer Zeit wurde ich in den Jagdbeirat der unteren Jagdbehörde für meinen Naturschutzverein RBN berufen . Leider ist bislang noch keine Einladung zu einer Sitzung erfolgt. Gabriele Lipka, RBN-LNU

Klaus Runge am :

Ein Appell an die Freunde der Jagd auf Rehe zwecks Rettung des (Remscheider) Waldes. Es wäre sehr lobenswert, wenn Sie ein wenigstens gleichwertiges Engagement beim Kampf gegen den Klimawandel entwickeln könnten. Der Klimawandel ist ein sehr viel erfolgreicherer Feind des Waldes als es Rehe jemals sein könnten. Es gibt überaus zahlreiche und sehr viel wirksamere Methoden, den Wald vor dem weiteren Untergang zu schützen, als die Rehe für den katastrophalen Zustand büßen zu lassen. In erster Linie verantwortlich dafür ist der viel zu hohe CO2-Ausstoß durch viel zu viele Aktivitäten der Menschen. Z. B. auch der Jäger, wenn sie mit dem Auto zur Jagd und wenn möglich sogar bis fast unter den Hochsitz fahren.

Torsten Dörmbach am :

Eine Schalenwilddichte, und somit auch beim Rehwild, auf einem dem Naturraum verträglichen Niveau (also drastisch weniger Rehe!) ist Klimaschutz par Excellence, Herr Runge. Also jeder Waldbauer, der verstanden hat, wie ein betriebssicherer, klimastabiler und auch noch ästhetisch anmutender Wald sein soll/ kann, muss das gesamte Spektrum der potentiellen natürlichen Vegetation ununterbrochen zur Verfügung haben zzgl. besonderer Wirtschaftsbaumarten. Nur so erhält man einen struktur- und artenreichen Wald, der länger gegen Hitze und Trockenheit standhält, der kaum Kalamitäten durch Insekten kennt, der ein Stückweit Unabhängigkeit vom globalen Holzmarkt macht, der vielen bedrohten Arten aus Flora und Fauna Nischen bietet, und auch dem Wild Deckung und Äsung. Um aber in dieses System einsteigen zu können und mit dem Mittel Waldumbau dort hin zu gelangen, müssen Rehe und Co. geschossen werden. Das Reh ist hier nicht der Sündenbock - Sündenbock muss diejenigen Jagdausübungsberechtigten sein, welche über viele Jahrzehnt hinweg die Populationsgrößen habe ansteigen lassen und ggf. sogar fremde Wildarten ausgewildert haben (Muffel, Dam - ob legal oder illegal!). Sündenbock müssen diejenigen sein, die in der heutigen brisanten Zeit immer noch von traditionellen, altbackenen Jagdmethoden und Auffassungen ihr Trara blasen, und evtl. auch diejenigen, die mit dem Auto zum Hochsitz fahren und dort nichts zur Strecke bekommen...

Klaus Runge am :

Sehr geehrter Herr Dörmbach, Ihre Ansichten zur Vermehrung der Vielfalt in den heimischen Wäldern sind richtig. Aber nach meiner Meinung ist die von Ihnen favorisierte intensivere Bejagung der Rehe und anderer Wildarten eine vergebliche Ersatzhandlung. Einzig die ursächliche Bekämpfung des Klimawandels mit allen denkbaren Mitteln - die Verringerung der weltweit zu hohen CO2-Produktion – kann den Wald retten. Forstwirtschaftliche Maßnahmen weltweit könnten erst nach fünfzig bis hundert Jahren durch erhöhte CO2-Absorption dabei mitwirken, das Fortschreiten des Klimawandels abzubremsen. - - - Dazu und auch zur (Remscheider) Manie durch innerstädtische Baumfällungen statt weniger mehr Autoverkehr zu ermöglichen: Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert. (Eugen Roth (1895 - 1976)

Eberhard Kreysern am :

Mehrere tausend Waldbesitzer im Bergischen Land haben in den vergangenen zwei Jahren große Teile ihres über Jahrzehnte aufgebauten Waldvermögens restlos verloren. Niemand gleicht das aus. Wenn nun diejenigen Waldbesitzer, die noch nicht resigniert haben, sich der Nachhaltigkeit der Wald-bewirtschaftung verpflichtet fühlen und die Katastrophenflächen wieder aufforsten, so ist das nicht zuletzt auch ein Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen. Wer selbst schon Bäume gepflanzt hat, weiß besonders krass, wie frustiernd es ist, wenn Rehwildverbiss den Erfolg zunichte macht und Brombeere, Adlerfarn oder andere Konkurrenz-vegetation die Oberhand gewinnt. Von daher ist in dieser Ausnahmesituation eine möglichst weitreichende Freiheit zur Bejagung und Reduktion der vielfach zu hohen Rehwildbestände ein verantwortungsbewußter Beitrag zum Wiederaufbau von Waldflächen und damit zugleich ein Beitrag zur Lebensqualität nachfolgender Generationen (Klima, Rohstoff, Artenvielfalt usw.). Jäger, die sich in diesem Kontex in der Pflicht sehen, leisten in meinen Augen einen solchen verantwortungsbewußten Beitrag.

Gregor Kaiser am :

Ich kann dem Beitrag von Eberhard Kreysern nur zustimmen: wenn der Schalenwildbestand weiter steigt bzw auch nur annähernd so hoch bleibt wie er derzeit ist, wird es nichts mit dem Wiederaufbau stabiler Wälder in Zeiten des Klimawandels.

Chronist am :

Zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 8. Juni hat die SPD-Fraktion die Verwaltung um Auskunft gebeten, welche Schritte für eine Reaktivierung bzw. eine Neugründung des Jagdbeirates für die Stadt Remscheid unternommen werden müssen. Begründung: Welche Folgen ein nicht vorhandener Jagdbeirat für die Umsetzung von Beschlüssen mit sich bringe, die auf Landesebene getroffen wurden und auf kommunaler Ebene umgesetzt werden müssen, habe die Schonzeitverkürzung für Rehwild in Remscheid ganz aktuell gezeigt. „Zur Vermeidung von Unklarheiten und Klarstellung der Rechtssicherheit für die Remscheider Jägerinnen und Jäger hält die SPD-Fraktion eine unmittelbare Reaktivierung bzw. Neugründung des Jagdbeirates für unumgänglich. (…) Ein handlungsfähiger Jagdbeirat wird in Zukunft ein durch Erfahrungen und Sachkenntnisse befähigtes, wertvolles Beratungsgremium für Entscheidungen der Unteren Jagdbehörde für die Stadt Remscheid sein.“

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