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Kinder-Ferienprogramm soll Corona-Folgen schmälern

von Beatrice Schlieper und Jutta Velte

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Neuhaus,
die Lehrerinnen und Lehrer, die Erzieherinnen und Erzieher, haben in den vergangenen Monaten trotz widriger Umstände Großes geleistet. Ihnen gilt unser Dank. Dennoch ist es kein Geheimnis, dass trotz der intensiven Nutzung aller verbleibenden Möglichkeiten der Bildungsvermittlung vieles auf der Strecke geblieben ist. Der persönliche Kontakt mit Gleichaltrigen, der ständige Austausch z.B. in Offenen Türen, Jugendzentren und anderen Anbietern der außerschulischen Jugendarbeit ist für Kinder und Jugendliche eine wichtige Bedingung für ihr Aufwachsen, für ihre Entwicklung, für ihr Selbstwertgefühl. Jetzt sind Kinder und Jugendliche aus ihrem gewohnten Lebensalltag heraus auf ihre Familien zurückgeworfen worden. Ihnen fehlt der Kontakt zu Gleichaltrigen, der Austausch über ihre Erlebnisse. Darüber hinaus gib es eine Vielzahl von Gründen, aus denen etliche nicht vom Home-Schooling profitieren können: z.B. beengte Wohnverhältnisse, fehlendes technisches Material, eingeschränkte Unterstützungsmöglichkeiten in der Familie und Unsicherheiten bei der Bewältigung der Krise. Dieser Zustand wird noch mindestens bis zu den Sommerferien anhalten. Hier gilt es kreative Lösungen zu finden.

Um den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu eröffnen, wieder ein Stück kind- und jugendgerechte Normalität aufzubauen, bitten wir Sie darüber nachzudenken, in wie weit die Sommerferien für ein besonderes Remscheider Ferienprogramm genutzt werden könnten. Da die bekannten Offenen Türen und Jugendzentren unter Wahrung der Hygienebedingung nur ein sehr begrenztes Angebot aufrechterhalten können, wäre es doch sicher möglich, die in den Sommerferien leerstehenden Schulgebäude und Sporthallen für Angebote der Jugendhilfe zu nutzen. Darüber hinaus würden sich möglicherweise einige Lehrer*innen oder Student*innen bereit erklären, den jungen Menschen auch schulische Bildungsangebote zu unterbreiten.

Mit einem solchen Angebot würde man zum Beispiel die Familien, die teilweise ihren Jahresurlaub schon genommen haben, um die ersten Wochen des Shut Down zu bewältigen, entlasten und Kindern und Jugendlichen in kleinen überschaubaren Gruppen, die Gelegenheit geben, ein Stückweit ihren Alltag wieder zu beleben. Wir hoffen, mit dieser Idee „offene Türen“ einzurennen und bald einen entsprechenden Vorschlag zu bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Beatrice Schlieper, Fraktionssprecherin der Grünen im at der Stadt,
Jutta Velte , schul- und jugendpolitische Sprecherin

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