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Neues Gerätehaus für Feuerwehr Lüdorf/Born

Im Januar hatte das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen die Fördergrundsätze für sein Programm „Dorferneuerung 2021“ nebst und Sonderaufruf „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ veröffentlicht. Das bietet der Stadt Remscheid die Möglichkeit, einen Förderantrag zu stellen für den Bau eines neuen Geräthauses der Freiwilligen Feuerwehr Lüdorf/Bergisch Born (LüBo). zu stellen. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben; höchstens 250.000 €. Die Förderung setzt allerdings voraus, dass die Stadt Eigentümerin des Baugrundstücks ist und entsprechendes Baurecht besteht. Dafür soll nun gesorgt werden: F den nichtöffentlichen Teil der nächsten Ratssitzung hat die Verwaltung eine Vorlage angekündigt zwecks Erwerb eines geeigneten Grundstücks. „Hierfür fallen einschl. Erwerbsnebenkosten ca. 281.000 € an“, hat die Verwaltung zur heutigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mitgeteilt. Denn um einen Förderantrag stellen zu können, ist heute ein Grundsatzbeschluss zum Neubau des Gerätehauses erforderlich. Und weil dieser Beschluss wegen der Corona-Pandemie nicht rechtzeitig auf dem üblichen Beratungs- und Beschlussweg eingeholt werden kann, bedarf es eines Dringlichkeitsbeschlusses gem. § 60 Gemeindeordnung NRW. Der sieht heute die außerplanmäßige Bereitstellung von 250.000 € für das Haushaltsjahr 2020 für die Beauftragung der Planung für den Bauantrag und eine Baugrund-Untersuchung vor. Für 2021 sollen an 1.000.000 € für 2022 1.550.000 € eingeplant werden. Macht zusammen 2,55 Millionen Euro „aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen gerade im Baugewerbe“, wie es in der Vorlage heißt.

Die Freiwillige Feuerwehr (FF) Born wurde 1885 gegründet und gehörte damals noch zur Stadt Wermelskirchen. 1886 wurde die Freiwillige Feuerwehr Lüdorf gegründet, die zur Gemeinde Neu-Hückeswagen gehörte. Beide Wehren wurden im Rahmen der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 der Stadt Remscheid zugeordnet und bisher als jeweils eigenständige Einheit geführt. Doch das soll so nicht bleiben: „Bedingt durch den demografischen Wandel sowie der steigenden Anzahl an Pendlerarbeitsplätzen, stehen beiden Einheiten, insbesondere tagsüber, nicht genügend Kräfte zur Verfügung um eigenständig einsatzfähig zu sein. Bereits jetzt werden bei einem Ereignis im Gebiet ‚LüBo‘ immer beide Einheiten gemeinsam alarmiert, da nur so die Einsatzfähigkeit gewährleistet ist.“ Eine Fusion böte die Möglichkeit, schneller und mit einer größeren Personalstärke den Einsatzort zu erreichen, und somit gezielt Hilfe zu leisten. Auch käme durch eine Fusion bei Ausbildungen und Übungen die benötigte Mindestgruppengröße zustande.

Bisher rücken beide Einheiten von zwei getrennten Standorten aus. Das an der Borner Straße gelegene Gerätehaus der FF Bergisch-Born wurde ca. 1936 gebaut und 1974 sowie 1981 um jeweils einen Anbau erweitert. Es wurde im Jahr 1999 instandgesetzt. Das Gerätehaus der FF Lüdorf liegt an der Straße Lüdorf und wurde 1953 gebaut. Das Gerätehaus wurde später um einen Schulungs- und Umkleideraum erweitert. Beide Häuser entsprechen, so die Verwaltung, „in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen. (…) Weder das Gerätehaus Lüdorf noch das in Bergisch Born erfüllt die geltenden Unfallverhütungsvorschriften. So werden z.B. Mindestbreiten für die Ein- und Ausfahrten der Hallen so deutlich unterschritten, dass einige Fahrzeuge nur mit eingeklappten Spiegeln in die Fahrzeughalle gefahren werden können. Darüber hinaus existiert kein separater Umkleideraum.“

Beide Gerätehäuser befänden sich baulich in einem sehr desolaten Zustand. Die Bausubstanz sei durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Ein Gutachter hat der Stadt derart gravierende Mängel an beiden Häusern bescheinigt, „dass eine sofortige Nutzungsuntersagung der beiden Standorte durch den Unfallversicherungsträger jederzeit denkbar ist.“ Die sicherheitstechnischen Anforderungen ließen sich durch eine Sanierung der Gebäude nicht beseitigen. Zudem sei keines der beiden städtischen Grundstücke geeignet für die neue Einheit FF LüBo. Für diese wurde ein Bedarf von sechs Fahrzeug-Stellplätzen und Räumlichkeiten für 54 Feuerwehrmänner und –frauen ermittelt.

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Kommentare

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Chronist am :

Beschluss im Haupt- und Finanzausschuss fiel gestern einstimmig aus.

Chronist am :

Im Rahmen der Dorferneuerung bewilligt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) NRW in diesem Jahr 22,9 Millionen Euro für Feuerwehrhäuser in 104 Dörfern, Gemeinden und Städten und für insgesamt 119 lokale Projekte zur Verbesserung des Brandschutzes. Dazu zählen auch 250.000 € für das Feuerwehrgerätehaus Bergisch-Born. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Peter Nettekoven weiter mitteilte, soll es einen solchen Sonderaufruf wird es auch 2022 geben, die Antragsfrist ende am 30. September.

Stadt Remscheid am :

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, wird uns am 29. Juli in der Hauptfeuerwehrwache Remscheid, Auf dem Knapp 23, besuchen, um Zuwendungsbescheide aus den Förderprogrammen IP Sport, Dorferneuerung (Fw) sowie WNE zu überreichen. Gefördert werden die ufwertung des Sportparks am Fürberg durch Bau eines es,der Neubau eines Feuerwehrhauses (Lüdorf) zur Aufrechterhaltung des Brandschutzes sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung der Innenstadt. (aus Pressemitteilung)

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