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Am Rathaus- und am Bismarckturm rieselt es in den Fugen

Das Remscheider Rathaus feiert heute Jubiläum, und Oberbürgermeisterin Beate Wilding hat die Bürger eingeladen, es sich anzusehen: „Die Türen und Tore des Rathauses stehen von 11 bis 18 Uhr offen“. Auch der 48 Meter hohe Turm kann besichtigt werden, von dessen Aussichtsplattform man bei schönem Wetter (wann war das eigentlich das letzte Mal?) einen weiten Blick ins Land hat. Wer sich heute dort hinauf begibt, braucht keine Angst zu haben. Der Turm steht fest, wie eine Burg, auch wenn es hier und da ein wenig rieselt in den Fugen. Das hat er mit dem Bismarckturm gemein. Der wird derzeit schon saniert; der Rathausturm hat das noch vor sich. Mit den Renovierungsarbeiten soll begonnen werden, sobald die Finanzierung steht. Die  200.000 Euro, die dafür im städtischen Etat zur Verfügung stehen, werden nicht reichen. Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagement, bemüht sich daher derzeit um Landeszuschüsse. Schließlich gehört das Rathaus ebenso zur Stadthistorie wie der Bismarckturm – und für den gab es Geld aus Düsseldorf. Der Gebäudemanager weiß, mit den Reparaturarbeiten am Rathaus ist es wie mit den Frostschäden: Je länger die Reparatur auf sich warten lässt, desto teurer wird sie.

Die Remscheider Sternwarte bleibt noch bis Ende des Jahres geschlossen. Weil der 105 Jahre alte Bismarckturm am Stadtpark, der seit 1968 von der (reparaturbedürftigen) Kuppel der Sternwarte gekrönt wird, derzeit grundlegend restauriert wird. Die Arbeiten sind im Etat der Stadt mit 90.000 Euro veranschlagt, hinzu kommen die Landesmittel. Ein Sachverständiger hatte zuvor das Natursteinmauerwerk gründlich untersucht, um die richtige Sanierungsmethode zu finden. Der Putz in den Fugen war brüchig geworden, er wird nun akribisch entfernt und durch neuen ersetzt; eine mühsame Kleinarbeit. Teilweise müssen sogar die Natursteine ausgetauscht werden. Im Inneren des Turms, wo an den Wänden das Wasser herunterlief, ist ein Schlemmputz vorgesehen sowie eine Zwangsbelüftung mit dem Ziel einer Klimaregulierung, die Kondenswasser künftig verhindern soll. (Bismarcktürme gibt es übrigens vielerorts in Deutschland.)

Am hundert Jahre alten Rathausturm ist die Sachlage die gleiche. Er ist der höchste Punkt der Stadt, rauen Winden und Regen also noch mehr ausgesetzt als der Bismarckturm. Da bleibt es nicht aus, dass die feinen Risse im Buntsandstein mit den Jahren größer werden (im Bereich bis zu 0,5 Millimeter; aber ein Problem ist das doch) und sich der Putz aus den Fugen löst. Ein Gutachter hat im März festgestellt: Die Fugen an der Außenwand des Rathausesturmes (ca. 950 Quadratmeter Fläche) müssen vom Dachansatz bis zur Turmspitze komplett erneuert werden, zum Teil mehrere Zentimeter tief. Vorgesehen ist dafür ein Spezialmörtel, härter als das damals bekannte und benutzte Fugenmaterial. Weiter stellte der Gutachter fest, dass an etwa einhundert Steinen Risse verklebt und ganze Quader, meist Ecksteine, ausgetauscht werden müssen.

Thomas Judt hofft, die Finanzierung der Sanierungsarbeiten in Kürze sicherstellen zu können, damit sie schnellstmöglich beginnen können. Denn ein halbes Jahr wird die Turmsanierung wohl dauern; für diese Zeit muss das Gemäuer eingerüstet werden. Und die Zeit wird langsam knapp. Denn ein paar Grad über Null sollten es schon sein, wenn der neue Mörtel die nächsten hundert Jahre halten soll.

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Die Instandsetzung des Bismarckturmes kostet, wie der Waterbölles berichtete, rund 470.000 Euro. Weil der dort verbaute Dolomit-Stein schadhafter ist als ursprünglich vermutet. Gut vorstellbar, dass Thomas Judt, der Chef des städtischen Gebäudemanegements

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