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Georg Stiebing ist Freitag mit 89 Jahren verstorben

Georg ("Schorsch") Stiebing.Pressemitteilung der SPD

Es gibt Nachrichten, die kommen nicht wirklich unerwartet – und wenn sie dann doch eintreffen, möchte man sie eigentlich gar nicht erfahren haben. Eine solche Nachricht ist der Tod des langjährigen Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd, Georg Stiebing; er ist am. Mai im Alter von 89 Jahren friedlich eingeschlafen. „Schorsch“, wie er von Freunden und Weggefährten liebevoll genannt wurde, hat die SPD im Remscheider Südbezirk in den 1980er und 1990er Jahren geprägt – ob als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, als Mitglied der Bezirksvertretung Süd oder als Ratsmitglied. Der Startschuss für sein kommunalpolitisches Engagement war die Kommunalwahl 1975. In diesem Jahr wurde er erstmals Mitglied des Rates, der Bezirksvertretung Süd und des Sportausschusses. Auf diesen drei Feldern wirkte er fast 30 Jahre lang mit viel Leidenschaft für unsere Stadt, die ihm am 14. Dezember 1987 mit der Bürgermedaille der Stadt Remscheid dankte.

Es gab zwei Leidenschaften, für die Georg Stiebing viele Jahre lang gekämpft hat. Die eine galt dem Sport. Als Sportpolitiker setzte er sich leidenschaftlich und nachhaltig für gute Bedingungen für den Breitensport ein. Er betonte die gesellschaftliche Bedeutung des Sports für breite Schichten der Bevölkerung und mahnte stets, den Sport auch in finanziell schwierigen Zeiten nicht zu vernachlässigen. Ein weiteres Herzensanliegen war die Schaffung eines Bürgerzentrums im Südbezirk, einen Ort des Austauschs für Vereine und Bürger. Mit diesem Projekt wollte er Ende der 1990er Jahre seine langjährige kommunalpolitische Laufbahn beenden und hatte sich hierfür noch einmal zum stellv. Bezirksvorsteher wählen lassen – aber die finanzielle Situation der Stadt gab so ein ehrgeiziges Projekt leider nicht mehr her.

Georg Stiebing war immer mehr als die Ämter, die er ausübte. „Schorsch“ war Mentor, Freund, Mahner, personifizierte Instanz und gesuchter Ratgeber. Sein Wort galt, weil alle, die das Glück hatten mit ihm zu tun zu haben, wussten, dass er stets das Wohl seines Südbezirks oder auch seiner Partei – der SPD – im Blick hatte. Er förderte junge Talente und gab dem einen oder anderen auch schon mal einen dezenten Schub, wenn sie , sich in Verantwortung nehmen zu lassen. „Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben!“ pflegte er bei solchen Gelegenheiten dem Betreffenden gerne ins Stammbuch zu schreiben.

Georg Stiebing hat junge Talente stets ermuntert, sich in Verantwortung nehmen zu lassen. Er scheute sich aber auch nicht, selbst (noch einmal) in den Ring zu steigen, wenn er sah, dass er gebraucht wurde.  So ließ er sich, nachdem er von 1982 bis 1990 bereits einmal Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd, gewesen war, von 1995 bis 2000 noch einmal in die Pflicht nehmen. Dem Sportausschuss gehörte er nach seinem Ausscheiden aus dem Rat insgesamt noch 15 Jahre an – es war einfach sein Herzensthema, von dem er nicht loslassen wollte oder konnte.

2009 war dann endgültig Schluss mit öffentlichen Ämtern. Von da an sah man „Schorsch“ noch als einfaches Mitglied bei den Versammlungen seines Ortsvereins oder bei der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus.  Obwohl er aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr aktiv am Parteileben teilnehmen konnte, war und blieb er stets präsent – und so gehörte es sich einfach, dass eine Abordnung „seines“ Ortsvereins ihm an seinem Geburtstag gerne die Aufwartung machte.

Georg Stiebing war ein Vorbild für seine Weggefährten und Nachfolger. Beliebt, weil er stets das Einigende und nicht das Trennende suchte. Und ihm waren Menschen ein Graus, die sich wichtiger nahmen als die Sache selbst. Die Mitglieder seines Ortsvereins und des SPD-Unterbezirks Remscheid danken ihm für die vielen Jahre, in denen er für unsere Partei und unsere Stadt Verantwortung getragen hat. (Antonio Scarpino)

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